Mienchen
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Ich hab extra eine Unterrubrik gewählt, damit sich niemand sonderlich belästigt fühlt.
Es geht um meine Familie. Ich bin behütet aufgewachsen, geliebt von der Oma, geliebt vom Vater und akzeptiert von der Mutter.
Meine Mutter ist das Thema hier. Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, ob es etwas mit meinem Leben zu tun hat, wenn ich in manchen Dingen seltsam war. Durch meinen Partner ausgerechnet fing ich an, zu grübeln.
Seine Mutter drückt ihn oft, wenn wir bei ihm sind. Ab und an schreibt sie ihm Nachrichten die mit HDL enden. Hab dich lieb. Ich fing an, meine eigenen Beziehung zu meiner Mutter zu hinterfragen.
Wenn ich zurück blicke, hat sie mich niemals in den Arm genommen, wenn es mir schlecht ging. Sie hat gesagt, ich werd schon nicht dran sterben, wenn ich Angst hatte, traurig war, mir Sorgen wegen etwas machte. Auch jetzt, mit fast 40 Jahren und nach dem Tod meines Vaters und meiner Oma kam nie Liebe in irgendeiner Form.
Sie mag ihre Gründe haben und ihre Dämonen. Liebe kann sie zeigen, ihren Freundinnen. Mir nicht.
Manchmal frage ich mich, ob diese Verlustangst, die ich manchmal habe, davon kommen könnte. Eigentlich weiß ich es. Meine Schwester war damals meine große Bezugsperson. Ich hab sie vergöttert. Ihr Mann hat sie zu den Zeugen Jehovas geführt. Ich bin für sie jetzt kein Teil mehr ihres Lebens, weil ich kein Zeuge bin.
Manchmal, an Tagen wie heute, hab ich einfach ein sehr schweres Herz und wünschte mir, das ich mal schwach sein darf und jemand da ist, der mich in den Arm nimmt. Das ich sagen kann, ich hab eine Familie, die hinter mir steht.
Blöder Sonntag einfach. Ich erwarte keine Antworten, ich wollte es nur einfach mal loswerden