Zitat von Eloise_B: Also muss ich sie mir zur Brust nehmen.
So wie ich das sehe, geht es dir hier ums Gewinnen.
Ich verstehe deine Wut auf diese Person und auch, dass du denkst, es wäre an dir, ihr endlich Grenzen zu setzen.
Ich glaube jedoch, du bringst dich damit in eine sehr ungünstige Position.
Sie agiert von hintenrum; möglicherweise, um dich zu provozieren.
Wenn du jetzt aktiv auf sie zugehst und sie zurecht weist, wird sie unschuldig ihre Hände heben und DU bist die Doofe.
Wie gesagt, ich verstehe absolut, dass sie dich mit ihren Lästereien und Provokationen auf die Palme bringt. Bei solchen Menschen funktioniert aber auch keine klare Ansprache. Sie haben weder Einsicht noch Respekt noch so etwas wie Anstand.
Und da dein Freund dir keine Hilfe ist, wird sie es immer und immer weiter versuchen. Und damit durchkommen.
Natürlich kannst du dich jetzt an ihr festbeißen und deine Energie damit verschwenden, gegen Windmühlen zu kämpfen. Der Einzigen, der du damit schadest, bist du selbst. Und für was? Für einen -sorry- Waschlappen von Partner, der es nicht schafft, Grenzen zu setzen, um seine Partnerin zu schützen? Um aus Trotz recht zu behalten?
Lass sie doch gewinnen und sich abfeiern, dass sie es geschafft hat, dich aus dem Rennen zu schicken. Du weißt doch, wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich alles in dir gegen diese Sichtweise sträubt.
Ich war mal genau so drauf. Wollte unbedingt als Siegerin aus dieser Ungerechtigkeit heraus gehen.
Mittlerweile denke ich mir, für was soll ich mich aufreiben? Dann sollen sie halt glücklich werden. Ich weiß ja, dass der Triumph nicht lange andauern wird.
Warte nicht auf eine Entscheidung von deinem Freund. Die wird nicht kommen und wenn, dann wird sie sicher nicht so ausfallen, wie du es dir erhoffst.
Triff eigenständig eine Entscheidung.
Du willst das nicht mehr? Dann geh. Dir selbst zuliebe- auch wenn es sich zunächst wie "verlieren" anfühlt.
Glaube mir bitte, dafür gewinnst du etwas, was noch viel besser ist als das kurze Hochgefühl, über die Konkurrentin gesiegt zu haben: Nämlich deinen Seelenfrieden.
Unbezahlbar. Darauf gebe ich dir Brief und Siegel.