Das Problem ist doch, dass die Geliebten immer denken, das mit dem Typen ist was ganz Einmaliges, Seelenverwandtschaft und der ganze Blödsinn. Und deshalb kann er sich doch NUR für sie entscheiden, die böse Ehefrau tut ihm doch gar nicht gut
Aber eine Affäre verläuft IMMER als Spirale aus Lügen, Betrug, Machtspielchen und Verletzungen. Selbst, wenn irgendwann eine Entscheidung getroffen wird: Auf diesem Schlachtfeld gibt es keine Sieger. Deshalb wundert es mich immer wieder, dass alle so scharf auf sowas sind? Wer tut sich das freiwillig an?
Oder was mir auch immer von Geliebtenseite hochkommt: dass richtige Liebe immer ein Sich-Verzehren in allerhöchster Intensität zu sein hat. Aber leider liegen sie da einem Irrtum auf. Wahre Liebe tut nicht weh. Doch irgendwie muss man sich wohl seine kranke Situation schönreden. Sorry, aber wer eine Beziehung mit Liebeskummer beginnen will, ist in meinen Augen krank und benötigt dringend Hilfe.
Die Ehefrau hat in den meisten Fällen die besseren Argumente: gemeinsames Leben, Kinder, soziales Umfeld, Alltag, finanzielle und gesellschaftliche Verflechtungen - und nicht zuletzt die Macht der Gewohnheit. Sie bietet ein kuscheliges Zuhause, in das Mann nach jedem amourösen Abenteuer wieder flüchten kann. Spannungsfrei, ohne emotionale Extreme, verlässlich.
Die einzige Möglichkeit einer Lösung heißt Offenheit. Und dafür hat der Fremdgeher (der nun leider Gottes auch noch Politiker ist, kennt sich also im Lügengeflecht bestens aus) zu sorgen. Sprich, er sollte in alle Richtungen ehrlich sein. Zur Geliebten, was Zukunftspläne angeht. Zur Ehefrau, damit sie frei entscheiden kann, ob sie an der Ehe festhält oder geht. Und natürlich zu sich selbst. Aber das machen die wenigstens. Wären sie nämlich mutig, würden Affären gar nicht exstieren. Aber leider handelt es sich in solchen Fällen IMMER um Feiglinge, die mit den Gefühlen anderer Menschen spielen. Oh nein, jetzt kommts schon wieder:
