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Die heutige Impulsfrage

Gast555
@Sincerite
Danke für Deinen Kommentar und Deine eigenen Erfahrungen.
Der Selbstwert ist angeboren oder einfach existent, das teile ich genau so. Das Selbstwertgefühl ist jedoch Schwankungen ausgesetzt. Bei den meisten von uns in Abhängigkeit zu dem wie Andere und wie wir selbst mit uns umgehen.

x 3 #316


S
@Gast555
Respektlosigkeit, Be- und Entwertungen und alles, was meinen Wert ignoriert werde ich nicht mehr zulassen. Solches Verhalten ist eh manipulativ. Ich war nur zu bedürftig und deshalb noch nicht bereit, ihn loszulassen oder meine Grenzen mitzuteilen und dazu zu stehen. Ich weiß jetzt, dass diese Bedürftigkeit aus meiner Kindheit stammt und kann sie annehmen und beruhigen. Ich möchte wieder eine Beziehung, aber nur eine, in der es beiden gut geht.

x 2 #317


A


Die heutige Impulsfrage

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Gast555
@Sincerite
Ein sehr gesunder Wunsch!
Zum anderen: halte Dich (und mich damit bitte auch nicht ) nicht für dumm (was ich bisher von Dir las, lässt auf eine kluge Frau schließen!).... Es ist ein Prozess. Keiner von uns würde sich auf einen Partner einlassen, der diese destruktiven Muster von Anfang an und ausschließlich bedient. Kennst Du die Metapher mit dem Frosch im Milchtopf auf der heißen Herdplatte? Dass der Herd langsam hochgedreht wird, führt dazu, dass der Frosch zu spät seine komplette Kraft bündelt um aus dem Topf heraus zu springen. ....Im Vergleich dazu schafft er den rettenden Sprung viel leichter, wenn die Milch von Anfang an heiß ist ....

x 1 #318


S
@Gast555
Ich halte weder dich noch mich für dumm. Es sind alte emotionale Muster und Bedürfnisse die das Ruder übernommen haben. Es gab eine Zeit, in der diese Muster aus Sicht des damaligen Kindes überlebensnotwendig waren. Leider hören sie nicht von alleine auf, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
Ich verstehe dein Bild mit dem Frosch. Ich habe aber von Anfang an "Komisches" mit ihm erlebt. Habe das aber nicht so ernst genommen. Vielleicht doch der Frosch, der das wärmer werden der Milch nicht ernst nimmt Zwinkerndes Gesicht Auf Holprigkeiten war ich gefasst. Dass es narzisstische Menschen gibt, die gar nicht mitfühlen können und denen das Innere des Gegenübers völlig egal ist, war mir bis jetzt jedoch völlig unbekannt.

x 2 #319


H
@Gast555 und @Worrior

Ihr habt mich beide gerade sehr berührt …

x 2 #320


Worrior
@Himmelssonne
Puh, ich weiss, manchmal wird es hier sehr emotional.
Ich hab hier auch schon Geschichten gelesen die mir sehr unter die unter die Haut gingen.

#321


H
@Worrior Dafür sollte das Forum auch da sein. Ich hatte Dir bereits einmal geschrieben, dass Du Dich manchmal in meinen Augen sehr hart liest und beim Hineinspüren für mich dann doch sehr weich ( positiv!) rüberkommst. Danke Dir dafür!

Gäbe es hier nur Oberflächlichkeiten wäre das kein Forum für mich. 🤗

x 3 #322


Gast555
@Sincerite
als Kind ist man ohnmächtig den Bugs der Eltern oder anderer Erwachsenen ausgesetzt. Man kann nichts dafür wenn man das Pech hat in schlechte Bedingungen geboren zu werden. Noch dazu, kann man ja immer tiefer buddeln und ist schnell bei der transgenerationalen Weitergabe von Traumata. Was als Kind bei schlechten Bedingungen überlebensnotwendig war (sich im Übermaß einzufühlen) benötigt im Erwachsenenalter die Fähigkeit rechtzeitig (bei destruktiven Bedingungen) vom Einfühlen in Abgrenzung zu gehen um dauerhaft (emotional) überleben zu können.
Dennoch hat nicht jeder der in eine Beziehung mit destruktiven Mustern gerät schlechte Erfahrungen im Elternhaus gemacht.

x 4 #323


S
Zitat von Gast555:
Was als Kind bei schlechten Bedingungen überlebensnotwendig war (sich im Übermaß einzufühlen) benötigt im Erwachsenenalter die Fähigkeit rechtzeitig (bei destruktiven Bedingungen) vom Einfühlen in Abgrenzung zu gehen um dauerhaft (emotional) überleben zu können.

Danke dafür
Zitat:

Dennoch hat nicht jeder der in eine Beziehung mit destruktiven Mustern gerät schlechte Erfahrungen im Elternhaus gemacht.

Ja das stimmt. Ich hätte meine Antwort mehr auf mich beziehen sollen.

x 1 #324


Herbstmonat
Das,
Zitat von Gast555:
Da hab ich jetzt wohl neben Verlustangst, mir auch noch ne Bindungsangst eingefangen...Wtf....


liebe @Gast555, hoffe ich nicht.

Du schreibst hier konzentriert und sehr reflektiert über die Dynamik in Deiner Beziehung, die lange dauerte und die Du trotz zwischenzeitlicher Zweifel weiter zugelassen hast. Bis dann vor 170 Tagen ein Ende war, ein Punkt, an dem Du beschlossen hast, auch nicht mehr hoffen zu wollen. Dieser Wendepunkt hat Dir möglicherweise erst erlaubt, genauer in die frühere Dynamik zu schauen.

Vielleicht lese ich zu viel und zu intuitiv zwischen den (Deinen) Zeilen. Falls ja, kannst Du folgendes gerne auch als Anregung verstehen:

Dich bewegt nicht nur (negativ), was Du aus den erlebten Lektionen der Vergangenheit nicht mehr möchtest. Dich bewegt auch (positiv), was Du möchtest. Das hier meine ich, z.B.:

Zitat von Gast555:
- ich kenne wieder meine Wünsche an einen potentiellen Partner (auch wenn es mir gerade jetzt noch schwerer fällt darauf zu vertrauen, dass es da draußen noch jemand gibt der gleichzeitig so zu mir passt wie ich zu ihm)


Ich lese ja nun schon länger von Dir und reagiere auch darauf. So klar habe ich den Satz vor der Klammer von Dir bislang nicht gesehen. Ich finde ihn gut.

Zum Satz in der Klammer kennst Du meine Meinung. Die mag rosarot optimistisch klingen, ich halte aber daran fest: Natürlich wird das passieren. Dann, wenn Du am wenigsten damit rechnest und möglicherweise auch gar keine Lust drauf hast, wenn sich da etwas andeutet. Es ist so. Versprochen. Ich bin sicher und hoffe, dass Du mich nicht widerlegen wirst.

Zitat von Gast555:
Unterstützung fand ich durch meine engsten Freunde. Und auch Menschen hier aus dem Forum halfen mir. Ich fand also Weggefährten, Kameraden (weibliche und männliche), sowohl im "realen Leben" wie auch im Forum und in einer virtuellen Gruppe, Das ist so ein Glück im größten Unglück wenn man in seinem Schmerz gesehen und verstanden wird.


Mittelbar stützt Du damit meine obige These. Du hast liebe Menschen in Deinem Umfeld. Du gehst (das lese ich ja hier) offen, freundlich und humorvoll auf andere Menschen zu. Mit einem Stein um den Hals, ja - aber auch mit Lebensfreude. Deshalb hast Du solche Kontakte.

Dass Du im Unglück solche Menschen hast und findest zeigt doch, dass Du sie im oder zum Glück auch finden kannst. Und finden wirst.

Das mit den Rückschlägen ist natürlich mies, aber da will ich Dich und diesen Thread nicht mit meinen Erfahrungen zu einer up-and-down-Beziehung befrachten. Entscheidend sollte doch sein: Sie ist vorbei. Der Weg nach vorne und zu etwas besserem ist frei.

x 1 #325


H
Zitat von Herbstmonat:
Entscheidend sollte doch sein: Sie ist vorbei. Der Weg nach vorne und zu etwas besserem ist frei.

Ach @Herbstmonat, alsob das so einfach wäre?!

x 1 #326


Herbstmonat
Dass es einfach ist, habe ich nicht behauptet, liebe @Himmelssonne. Das wäre ja auch zu schön für uns alle.

x 1 #327


S
@Gast555

Zitat:
Gleichzeitig bemerkte ich trotz dessen auch Angst. Angst, mich wieder einzulassen. Angst, dann wieder richtig feste erneut von einem weiteren Mann verletzt werden zu können. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam,

Zeigt mir , nur wie heftig die vorherige Erfahrung gewesen sein muss. Und welche Spuren aie hinterlassen hat.


Zitat:
aber, neben der großen Traurigkeit nicht als Frau gewählt worden zu sein, gab es auch einen Teil in mir der erleichtert war. Erleichtert, das Risiko der ganz großen Verletzlichkeit noch etwas verschieben zu können. Da hab ich jetzt wohl neben Verlustangst, mir auch noch ne Bindungsangst eingefangen...Wtf....

Bindungsangst oder noch mehr.

Zitat:
- Ich weiss inzwischen, dass die Bindung zu meinem X vermutlich neben Liebe zusätzlich auch aus emotionaler Abhängigkeit (durch diese schädlichen Dynamiken wie silent treatment, push and pull usw.) und durch meinen mich schädigenden Umgang mit seiner Erkrankung bestand, was die Loslösung noch schwieriger machte.

Oft wird in der Historie ein Traumabonding von einem Elternteil gesetzt und solch Person aktiviert dieses wieder.

Zitat:
- ich weiss jetzt um die Beschädigung meines Selbstwertgefühles. Sonst wäre ich nicht so triggerbar gewesen. Ich weiss dass es an mir ist, wieder zu lernen mir zu vertrauen und an meinen Wert zu glauben.

🤔 Hmmmm


Zitat:
- Das Drama ist Teil der Vergangenheit, der Dynamik in meiner X-Beziehung. Ich konnte jetzt von Drama lassen. Dritter Konfettiregen.

Die radikale Akzeptanz dass es nicht funktionieren wird.

Zitat:
- ich kenne wieder meine Wünsche an einen potentiellen Partner (auch wenn es mir gerade jetzt noch schwerer fällt darauf zu vertrauen, dass es da draußen noch jemand gibt der gleichzeitig so zu mir passt wie ich zu ihm)

Muss es der perfekte Partner nun sein 🤔


Zitat:
- ich wurde erinnert, dass ich mich um meine Baustellen zu kümmern habe. Ich möchte mich in jetzigem Zustand keinem Liebespartner zumuten.

Vermeidungsstrategie? 😉

x 1 #328


Gast555
@Scheol
danke für Deine Rückmeldung mit Bestätigungen, Anmerkungen und Impulsen.
Ja, die Erfahrung war heftig. Meine Familiengeschichte gibt zudem sicherlich auch etwas zum Thema Disposition für Verlustangst und für andere Phänomene her. Klar, sonst hätte das mit dem Kapern meiner zweiten wichtigen Bezugsperson auch nicht so gut geklappt. Das war nämlich meine Schwester.
Dein stimmungsvolles Hmmmm zum Thema Selbstverantwortung für das eigene Selbstwertgefühl lässt mich natürlich rätseln, was sich dahinter verbirgt. Magst Du mich an Deinen Gedanken teilhaben lassen?
Ich bin stolz, dass ich inzwischen akzeptieren lernte, dass eine faire Beziehung auf Augenhöhe für mich mit meinem X nicht anhaltend möglich ist, erst Recht nicht mit unserer Vorgeschichte. Das zu lernen habe ich mir mit viel Schmerz hart erarbeitet.
Nein, ich erwarte keinen perfekten Partner. Das wäre gruselig und furchtbar anstrengend. Aber vorallem viel zu langweilig.
Zum letzten Punkt: (vermutlich) erwischt! Und dabei fand ich mich so geschickt und nachvollziehbar in meiner Begründung.

#329


S
Zitat von Gast555:
@Scheol danke für Deine Rückmeldung mit Bestätigungen, Anmerkungen und Impulsen. Ja, die Erfahrung war heftig. Meine Familiengeschichte gibt zudem sicherlich auch etwas zum Thema Disposition für Verlustangst und für andere Phänomene her. Klar, sonst hätte das mit dem Kapern meiner zweiten wichtigen Bezugsperson ...

Der perfekte Partner war eine kleine Fangfrage. Weil jemand der massive schlechte Erfahrung gesammelt hat , sucht den perfekten Partner um keine Beziehung eingehen zu wollen.

Das hmmm….. Trigger wäre Trauma,…. Verlust des Selbstvertrauens würde auch darauf hindeuten. Das du dir wieder Vertrauen kannst da kommt mir der Satz bei Trauma „kommen sie zurück in ihr Vertrauen.

klingt irgendwie mach einem Thema. ….

x 1 #330


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