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Die heutige Impulsfrage

Gast555
@Scheol
Danke fürs Antworten, auch wenn ich diesmal nicht ganz so viel mit der Antwort anfangen kann. Vielleicht habe ich sie aber auch noch nicht richtig verstanden.
Ich denke schon, dass ich eine sehr schlimme Erfahrung machte, jedoch nicht im eigentlichen Sinne eines Traumas. Denke daher auch nicht, dass ich im "klinischen Sinne" traumatisiert bin. Trotzdem hat die Erfahrung leider etwas mit mir gemacht, was noch immer an mir "klebt". Unabhängig von mir kommt mir Deine Fangfrage etwas "zu kurz" gegriffen vor.

Der Begriff Trigger kommt aus dem Traumabereich. Ich habe mir erlaubt, ihn eher "umgangsprachlich" zu verwenden, Habe beim Schreiben dessen jetzt fast ein schlechtes Gewissen. Hm. Trotzdem hab ich mich ob der Wucht des Erlebens in die alte Erfahrung gezogen zu werden und mangelns eines anderen passenden Begriffes erlaubt diesen Begriff zu wählen und werde ihn voraussichtlich auch weiter verwenden, da ich es nicht anders ausdrücken kann.

Ja, Selbstvertrauen ist ein Thema. Und zuzugeben, dass es ein Thema ist, löst bei mir Scham aus. Und zuzugeben, dass ich eine schlimme Erfahrung machte aus der ich trotzdem lange nicht aussteigen wollte, weil mir andere Teile der Beziehung zu kostbar waren, löst auch Scham in mir aus. Auch das ist ein Thema. Vermutlich nicht nur meines.

x 2 #331


Gast555
Was mir gerade durch den Kopf geht:

ich möchte gerne in meinem - diesem - Thread weiterschreiben (um ihn zum weiteren reflektieren und nachlesen nutzen zu können) und keinen neuen beginnen, merke aber natürlich, dass der Titel nicht mehr passt.

ich finde mich ein wenig in folgendem Dilemma wieder und komme damit dann doch wieder auf Deine Fangfrage (ähm, wow) @Scheol zurück. Ich denke tatsächlich, dass ich - wenn ich Stand heute eine neue Liebesbeziehung eingehen würde - meinem neuen Liebespartner eine schlechte Variante meiner selbst zumuten würde. Das möchte ich natürlich nicht. Gleichzeitig habe ich inzwischen wirklich den Verdacht, dass ich den "klebrigen Mist" erst dann weiter von mir abgelöst bekomme, wenn ich neue, wohltuende Erfahrungen in einer Liebesbeziehung mache.

Das mit "dem" Selbstvertrauen finde ich eine spannende Sache. Gibt ja eigentlich ganz viele Selbstvertrauens 😉 (schon klar, dass es sprachlich falsch ist) .
So kann ich doch in einem Lebensbereich, vielleicht auch bezogen auf bestimmte Aufgaben, ein gutes Selbstvertrauen haben (als Beispiel mal der Beruf) und in anderen Bereichen mich mit Unsicherheit quälen (z.B. in Bezug auf eine neue Partnerschaft). Und dennoch wirkt sich das bestehende oder fehlende Selbstvertrauen in einem Bereich auf das Selbstvertrauen in anderen Bereichen aus.

x 2 #332


A


Die heutige Impulsfrage

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Gast555
@Sincerite
Du schriebst folgendes: "Ich dachte ich kann alles an mir abtropfen lassen. Aber es hat nicht funktioniert. Ich wurde immer weniger."
Ich kenn das, zwar in einer anderen Variante, hab mich bezüglich meiner Ressilienz aber auch selbst überschätzt und dadurch zu wenig auf mich aufgepasst.

x 2 #333


S
@Gast555

Zitat:
Der Begriff Trigger kommt aus dem Traumabereich. Ich habe mir erlaubt, ihn eher "umgangsprachlich" zu verwenden, Habe beim Schreiben dessen jetzt fast ein schlechtes Gewissen.

Brauchst du nicht alles ok.

Ich will dich ja verstehen und schaue dann , warum nimmt eine Person ein Wort , ist es bewusst um zu „übertreiben“ oder ist es unbewusst und es steckt mehr dahinter.


Zitat:
Hm. Trotzdem hab ich mich ob der Wucht des Erlebens in die alte Erfahrung gezogen zu werden und mangelns eines anderen passenden Begriffes erlaubt diesen Begriff zu wählen und werde ihn voraussichtlich auch weiter verwenden, da ich es nicht anders ausdrücken kann...

Alles gut


Zitat:
Gleichzeitig habe ich inzwischen wirklich den Verdacht, dass ich den "klebrigen Mist" erst dann weiter von mir abgelöst bekomme, wenn ich neue, wohltuende Erfahrungen in einer Liebesbeziehung mache.

>Schlechte Erfahrungen können nur mit guten Erfahrungen überschrieben werden…..<

Also deine Vermutung ist richtig.

Nur dazu muss man sich trauen !

>kommen sie zurück in ihr Vertrauen< ist ein Satz aus der Traumatologie.

Zitat:
Denke daher auch nicht, dass ich im "klinischen Sinne" traumatisiert bin.

>Die Grundlage für ein Trauma ist , das sich die Person einer Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlt , oder sich in seiner Existenz bedroht fühlt.<

Ich will dir kein Trauma einreden , das mal nebenbei erwähnt.

Zitat:
Was als Kind bei schlechten Bedingungen überlebensnotwendig war (sich im Übermaß einzufühlen) benötigt im Erwachsenenalter die Fähigkeit rechtzeitig (bei destruktiven Bedingungen) vom Einfühlen in Abgrenzung zu gehen um dauerhaft (emotional) überleben zu können.

Hier beschreibst du den fawn Response und das erstarren als Verhaltensweise.

Zitat:
..dass es mir passiert ist...dass so mit mir umgegangen wurde...dass ich so verraten wurde...

Es gibt den Begriff des Verratstraumas….. ein Trauma Typ II.

Nicht zu vergleichen mit einem Trauma Typ I z.b. einem Unfall.


Trauma Typ II sogenannte man Made Desaster , Menschen verursache Traumata , wo sich Vertrauenspersonen plötzlich und unerwartet gegen einen stellen oder Dinge machen die einem sehr schwer zusetzen können.

Man ist da schnell aus dem > emotionalen Fenster< raus , dem >window of tolerance<

Alles in dem Fenster ist für uns zu bewältigen. Alles was außerhalb dieses Fensters ist , ist Trauma.

Zitat:
hat wieder alles hochgeholt, was ich immer wieder runtergedrückt habe und nicht in letzter Konsequenz wahrhaben wollte...

Wir drücken nur Sachen weg die für uns nicht zu bewältigen sind , die wir nicht sehen wollen und sehen können in dem Moment.

x 2 #334


S
Zitat von Gast555:
- weil der schlimme Trennungsschmerz nach den ersten beiden Trennungen aufhörte, nachdem er zurück kam (j 😵 ..)

der traumatisierte, will wegen dem Trauma zu seiner Vertrauensperson um Sicherheit und Schutz zu bekommen. Nur ist in dem Fall die vetrauensperson der Täter.
wie er zurück kam , beruhigte sich das System , weil die Vertrauensperson da war.

x 3 #335


S
Zitat von Scheol:
dem Fall die vetrauensperson der Täter.
wie er zurück kam , beruhigte sich das System , weil die Vertrauensperson da war.

Jetzt verstehe ich meine Widersprüchlichkeiten. Wenn er etwas sagte, was mich irritierte oder verletzte, war ich innerlich aufgewühlt. Als er danach etwas beruhigendes oder sogar das Gegenteil (es war eine offensichtliche Lüge) mit einer beruhigenden Stimme sagte, konnte ich erleben, dass in mir alles wieder runter fuhr und ich mich beruhigte. Es reichte sogar, wenn er seine Hand z.B. auf mein Bein legte und ich die Wärme spürte. Ich habe erstaunt miterlebt, wie der selbe Mensch, der mich total verletzte, mich sofort beruhigen konnte durch solche Gesten. Es macht mich gerade traurig, weil ich erkenne, dass da bei mir etwas gekoppelt ist, was nicht gekoppelt sein sollte.

x 3 #336


S
@Gast555
Ich würde gerne wissen, was du mit "klebrigen Mist" meinst.

#337


S
Zitat von Sincerite:
Jetzt verstehe ich meine Widersprüchlichkeiten. Wenn er etwas sagte, was mich irritierte oder verletzte, war ich innerlich aufgewühlt. Als er danach etwas beruhigendes oder sogar das Gegenteil (es war eine offensichtliche Lüge) mit einer beruhigenden Stimme sagte, konnte ich erleben, dass in mir alles wieder runter ...

Also du siehst , wenn man etwas hin und her denkt mit dem Wissen und dann um die Ecke , dann kann man auf die Lösung kommen.

Vermutlich wurde hier der Täter zum Coregulator von dir. Erst verursachte er den Schaden und dann als „Vertrauensperson“ regulierte er dich wieder.

x 1 #338


S
Zitat von Sincerite:
@Gast555 Ich würde gerne wissen, was du mit "klebrigen Mist" meinst.

Man sagt bei einem Traumabonding , das das starke Machtgefälle in der Beziehung das Klebemittel ist , das das Opfer dort in dieser toxischen Beziehung hängen/ kleben bleibt.

x 1 #339


S
Zitat von Scheol:
Erst verursachte er den Schaden und dann als „Vertrauensperson“ regulierte er dich wieder.

Aber nicht, in dem er die Wahrheit sagte und/oder sich ehrlich entschuldigte, sondern weil er mir die Unwahrheit sagte, ich erkannte es und beobachtete, dass ich mich trotzdem beruhigte. Ein anderes Mal legte er ohne etwas zurückzunehmen oder sich zu entschuldigen, nur die Hand auf meinen Oberschenkel und ich beobachtete, dass mein System runterfuhr und sich beruhigte. Auch das kann ich in meiner Kinderzeit wieder finden. Da waren es die Eltern. Deren Entgegenkommen beruhigte mich auch, scheinbar weil ich dann wusste, dass ich nicht ausgeschlossen werde. Das war emotional überlebenswichtig.

#340


Worrior
Zitat von Sincerite:
Aber nicht, in dem er die Wahrheit sagte und/oder sich ehrlich entschuldigte, sondern weil er mir die Unwahrheit sagte, ich erkannte es und ...

Wenn Dich eine Schlange beisst dann versuche nicht zu begreifen warum sie das getan hat.
Konzentriere Dich darauf das Gift aus Dir rauszukriegen.

x 3 #341


Ameise_78
@Sincerite
Der Vagusnerv reagiert auf Berührungen... das kann schnell runterregulieren... auch wenn es von der "falschen" Person kommt, gerade wenn Gefühle im Spiel sind...

x 1 #342


S
Zitat von Worrior:
Konzentriere Dich darauf das Gift aus Dir rauszukriegen.


Bin dabei.

x 3 #343


S
Zitat von Ameise_78:
Der Vagusnerv reagiert auf Berührungen

Er hatte ein Buch über den Vagusnerv gelesen.

x 2 #344


S
Zitat von Worrior:
Wenn Dich eine Schlange beisst dann versuche nicht zu begreifen warum sie das getan hat.

Ich lerne auch gerade, zu erkennen, wann es eine Schlange ist, und warum ich nicht erkenne, dass es eine Schlange ist.

x 3 #345


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