@Gast555
Zitat:ich finde mich ein wenig in folgendem Dilemma wieder und komme damit dann doch wieder auf Deine Fangfrage (ähm, wow) @Scheol zurück. Ich denke tatsächlich, dass ich - wenn ich Stand heute eine neue Liebesbeziehung eingehen würde - meinem neuen Liebespartner eine schlechte Variante meiner selbst zumuten würde.
Warum darf die Person, die dich aussucht nicht so nehmen, wie er es für richtig empfindet?
Würdest du denken, dass die Person, die deine jetzige Version und mag nicht ehrlich schätzt und mag?
Es gibt Begriffe in der Traumatologie, unter anderem, dass nicht gelebte Leben. Es bedeutet, dass wir so lange die Vermeidung gehen, dass wir gar nicht mehr am Leben teilnehmen.
Wir flüchten davor, wieder den Schmerz zu spüren, den wir schon einmal gespürt haben. Also vermeiden wir es.
Ich weiß nicht, wie gut du in Psychologie bist Und ob du dich in dem Bereich auskennst, und habe dir hier von Siegmund Freud und von Carl Jung die sehr bekannt sind und anderen einige Texte mal zitiert.
Sigmund Freud sagte
Wir warten nicht darauf, geheilt zu sein. Oft erkennen wir erst in Beziehung was in uns noch Heilung braucht.
Carl Jung sagte
Du brauchst sowohl in der Arbeit als auch Spiegel durch andere Menschen. Ohne Beziehung bleibt manches Teil von uns unsichtbar.
Mary Ainsworth sagte
Heilung geschieht oft im sicheren und korrigierenden Beziehung nicht erst davor
John Bowlby sagte
Darauf zu warten, vollständig geheilt zu sein, kann ich genau von dem Umfeld fernhalten, dass Heilung erst möglich macht.
Carl Rogers sagte
Du musst nicht repariert sein, um geliebt zu werden. Oft ist es gerade angenommen zu werden, wie man ist, was Heilung ermöglicht.
Donald Winnicott sagte
Du musst nicht vollständig geheilt sein. Es reicht echt zu sein und In einer gesunden Beziehung gehalten zu werden
Ich selbst war mit einer Frau zusammen, die nicht die beste Erfahrung gesammelt hat. Ich wollte sie, weil sie mir gefallen hat.
Sicherlich habe ich gemerkt, dass es da einige für mich aus meiner Perspektive kleine Probleme gibt, die mich nicht weiter gestört haben.
Mit dem Wissen von heute Wird es aus ihrer Perspektive ganz anders ausgesehen haben. Aber wie gesagt, für mich war das kein Hindernis.
Ob diese Aussage, dass man sich so nicht anbieten möchte, schon ein selbst schädigendes Verhalten ist, würde ich behaupten ja.
Der Mensch ist Es gewohnt, in der Sippe zu leben. Bei der Aussage würden wir uns selbst isolieren und somit selbst schädigen.
Der Begriff Traumata, oder Trauma ist auf eine Art so gewaltig, aber auf der anderen Seite sehr filigran.
Zitat:Gleichzeitig habe ich inzwischen wirklich den Verdacht, dass ich den "klebrigen Mist" erst dann weiter von mir abgelöst bekomme, wenn ich neue, wohltuende Erfahrungen in einer Liebesbeziehung mache.
Hier gibt es ein Thema, was über 3000 Seiten hat. Über 30.000 Beiträge von verschiedenen Mitgliedern. Muss ich damals sehr viele Personen ausgetauscht haben über ihre Erfahrungen mit toxischen Partnern.
Dort sieht man sehr genau, dass Partner, Menschen, diese Mitglieder hier emotional Schwerst verletzt haben.
Also ein Traumatyp II, ein Man made Desaster. Ein Trauma Typ II , Ist nicht so leicht zu bearbeiten, und aufzulösen wie ein Traumatyp I , Ein Unfall, ein Sturz, oder Ähnliches.
Bei einem Menschen gemachtes Desaster, Denkt man, dass die ganze Spezies Mensch die ganze Welt nicht mehr vertrauenswürdig ist. Und deswegen geht man in die Vermeidung, geht in den Fluchtmodus, in die selbst Sabotage.
Wenn wir bei YouTube ein Video raussuchen, wo ein Hund nicht die beste Erfahrung gemacht hat, wo ein empathisch Mensch sich mit Geduld, in den Hundezwinger setzt und wir den Hund dann beobachten wie der reagiert, können wir sehr genau unsere Innenwelt sehen.
Der Hund kauert in der Ecke und schaut nicht hoch, weil was man nicht sieht, ist nicht da, denkt man in dieser Situation.
Irgendwann wird man das Tier sehen, Das ist etwas in sein Vertrauen kommt. Es wird den neuen Besucher dir ganz normal da sitzt, und das Tier nicht beachtet, die Möglichkeit geben, diesen unbekannten zu beschnuppern. Das Tier kommt langsam in sein Vertrauen.
Also, wir sehen hier sehr deutlich, dass das aktiv wären, das langsame auf den Menschen zu gehen. Wichtig ist, um Vertrauen aufzubauen, und zu sehen, und zu erkennen, dass diese Person doch vielleicht ganz anders ist als wie die Person, die uns Gewalt angetan hat.
Sicherlich haben wir dann noch ein Denken, dass der „toxische Geliebte“ Mensch Ja unser Vertrauen hatte, dass diese unbekannte Person kein Vertrauen bis hier und jetzt genießt und somit es ja schon zum Scheitern verurteilen sein müsste.
Hier ist also Geduld, gefragt von beiden Seiten.
Zitat:So kann ich doch in einem Lebensbereich, vielleicht auch bezogen auf bestimmte Aufgaben, ein gutes Selbstvertrauen haben (als Beispiel mal der Beruf) und in anderen Bereichen mich mit Unsicherheit quälen (z.B. in Bezug auf eine neue Partnerschaft).
Mit einer Person zum Beispiel gut im Beruf ist, würde ich ihn raten, dort noch mehr Selbstbewusstsein zu sammeln und mit Menschen zu interagieren.
Um eben noch mehr Selbstbewusstsein der Hinsicht aufzubauen. Aber auch hier ist der Mensch mit anderen Menschen in Kontakt, was helfen könnte, die schlechte Erfahrung zu überschreiben Aus der Partnerschaftlichen Beziehung.
Auch wissen wir, dass wir nicht mit Reden dieses Thema auflösen können. Was ich immer noch empfehle, sind zum Beispiel Selbstverteidigungskurs, wo die Person mit den Körper arbeitet, und auch selbst sieht, und merkt, dass er Möglichkeiten hat, selbst und eigenständig mit gewissen Techniken aus einer Situation heraus zu kommen. Was auch wieder selbstBewusstsein Entwickelt.
Auch interagiert man hier bei einem Selbstverteidigungskurs, mit anderen Menschen, vielleicht auch mit anderen Männern und merkt, dass man sich diese mit gewissen Techniken auf Abstand halten kann. Aber auch hier merkt man, dass Sport verbindet und man vielleicht normale, sympathische Kontakte aufbauen kann, die nicht letztendlich in einer Beziehung ändern müssen. Aber wir merken hier, dass andere Person eben nicht so toxisch sind.
Zitat:Und dennoch wirkt sich das bestehende oder fehlende Selbstvertrauen in einem Bereich auf das Selbstvertrauen in anderen Bereichen aus.
Aber auch das kann man versteckt verpackt lernen, in dem man wieder in sein Vertrauen kommt. Die unterschwelligen Ängste, wenn ein Mann oder eine Frau ein anlächelt, können schon enorm sein nach solcher toxischen Beziehung.
Nur kann man sich sagen, dass man jederzeit die Möglichkeit hat, aus dieser Situation wieder herauszugeben. Aber eben auch mal probieren, gewisse Kontakte zu halten, um daran zu üben.