×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

1008

Die heutige Impulsfrage

Worrior
Zitat von Schattenseite:
@Gast555 kannst Du die „Pizzametapher“ bitte kurz erklären?

Wenn Du noch erkennst was drauf ist dann ist zu wenig Käse drauf.

War das richtig?

x 2 #376


G
@Worrior 🤣 genau

#377


A


Die heutige Impulsfrage

x 3


G
@Scheol
Ich glaub -so wie Du sie jetzt erzählst - passt Deine Metapher doch nicht mehr zu mir. Denn obwohl ich in eine emotionale Abhängigkeit geraten bin, will ich mich nicht als wahllos beschrieben wissen. Denn das war ich nie.
Was stimmt ist, dass die tollsten Eigenschaften des Gegenübers nicht reichen wenn eine dabei ist, die das Miteinander und einen vergiftet (so hatte ich Dich zuerst verstanden und so ist es für mich stimmig).
So ähnlich hatte ich auch @PapaEmeritus Bild mit dem vergifteten Apfel verstanden. Der Apfel wäre wirklich toll, aber er ist vergiftet. Deshalb bekommt er einem nicht.
Die Bilder hilfen, ohne dass über Bedürftigkeit o.ä. abgewertet werden muss.

x 2 #378


S
@Gast555
Zitat:
Denn obwohl ich in eine emotionale Abhängigkeit geraten bin, will ich mich nicht als wahllos beschrieben wissen. Denn das war ich nie.

Du warst eine gute Zufuhr für in gewesen.

Umgekehrt , wenn man bedürftig ist , nimmt man Dinge in Kauf, wenn man am verdursten ist, trinkt man auch Salzwasser.

Man isst schimmeliges Brot wenn man Hunger hat. Man macht viele Abstriche um sein Bedürfnis zu stillen.

Wo siehst du da die Abwertung ?

Zitat:
Was stimmt ist, dass die tollsten Eigenschaften des Gegenübers nicht reichen wenn eine dabei ist, die das Miteinander und einen vergiftet (so hatte ich Dich zuerst verstanden und so ist es für mich stimmig).

Wenn ein Verhalten gegen meine Standards sprechen , sollte ich mir den das nicht schön reden.


Zitat:
Die Bilder hilfen, ohne dass über Bedürftigkeit o.ä. abgewertet werden muss.

x 1 #379


S
@Scheol Vielen Dank!

#380


PapaEmeritus
@Gast555

Das war für mich auch das größte Problem. Das Verhalten war zu wenig negativ, um sofort zu gehen, aber auch zu wenig positiv, um nicht zumindest Fragen zu haben. Und ich bleibe dabei, das ist kein Zufall, dass beide Verhaltensweisen teilweise gleichzeitig auftreten. Wenn dich jemand abwertet, gehst du. Wenn dich jemand abwertet, UND danach sofort wieder nett ist, bist du verwirrt und weißt nicht, was jetzt real ist, und was nicht. Und erst wenn du das über Situationen hinweg wieder beobachtest, bist du überhaupt erst in der Lage zu realisieren, was passiert.

x 3 #381


G
@Scheol
ja die gute Zufuhr war ich und am Ende dann nicht mehr, deshalb ging er. Insofern klassisch.

Als ich ihn kennenlernte, war ich nicht bedürftig. Es hätte nicht ihn gebraucht. Aber ich wollte ihn, genau ihn. Denn er ist wirklich toll, bis auf das was Gift ist... Ich habe das Gift unterschätzt und die Dynamik, die einen gefangen nimmt. Und wenn man drin hängt, dann tut man alles um nicht verlassen zu werden oder selbst gehen zu müssen. Ja, das ist die Dynamik von emotionaler Abhängigkeit. Ich hätte ihn durch keinen anderen Mann ersetzt. Niemals. Das schlimme und ironischerweise irgendwann gleichermaßen das Glück ist, dass das Gift einem so schadet, dass man weniger wird, man krank wird, man unattraktiver wird, fahler, ein Schatten eines selbst... Und dann ist man keine gute Zufuhr mehr und man wird verlassen und stirbt fast dabei. Zumindest fühlt es sich so an. Und dann, ganz langsam, wenn Zeit mit vielen Schmerzen verstrichen ist, man mit Menschen sprechen konnte, die ähnliches erlebt haben, dann wird man sensibel für die Muster, erst Recht wenn man (wie ich) sich das ganz konkret noch einmal in einer Wiederholungsschleife vergegenwärtigen kann. Und dann erst, wenn man genug erschrocken ist von dem was man da erkennt, erst dann kommt man los. Dann will man auch loskommen. Denn ein Apfel kann noch so toll sein, wenn er giftig ist, dann bekommt er einem nicht. Und eine Pizza kann noch so einen tollen Boden und Belag haben, wenn sie mit Bakterien verseucht ist, tut sie einem nicht gut.
Aber mit Bedürftigkeit hat das nichts zu tun.

x 3 #382


G
Zitat von Scheol:
Wo siehst du da die Abwertung ?

Bedürftigkeit wird als Begriff fast immer abwertend verwendet - vielleicht ja nicht von Dir, das hätte ich vorsichtiger formulieren sollen. So als hätte man nur diesen Menschen an seine Seite bekommen, keine Wahl gehabt. So verhungert wie man war, halt das verschimmelte Brot genommen und gegessen...aber das Bild ist so nicht passend.

#383


S
@Gast555 bei mir war der Knackpunkt meines „Erwachens“ erreicht, als mir endgültig bewußt wurde, er würde mich nie zu seiner Priorität machen. Nie so sehr lieben und hoffen wie ich. Nie um unsere Beziehung kämpfen, wenn ich gehe. Nichts würde sich ändern und in einer Woche wären wir am selben Punkt der Streitereien. Für ihn war ausschließlich mein Verhalten problematisch. Seinen Anteil sah er nicht und würde nicht an sich arbeiten.
Er steckte emotional einfach nicht so tief drin in unserer Beziehung wie ich.
Und da wußte ich auf einmal: ich will das nicht mehr. Nicht einen Tag länger.

x 3 #384


Worrior
@Gast555
Das Wort "Bedürftigkeit" hat für Dich einen bitteren Beigeschmack.
Für mich bedeutet das "aus einem Mangel heraus".
Vielleicht belege ich die Situation daraus als negativ aber nicht die Person welche ihn erleidet.

x 2 #385


G
@Worrior
danke für die Erklärung.

Und dennoch als Ergänzung wie ich es erlebt habe. Wenn man das für mich schreckliche Konzept der Bedürftigkeit bemühen möchte, blöderweise fällt mir auch kein besseres Wort dafür ein, herrjeh, dann steht das doch nicht am Anfang sondern in der Mitte, es entsteht aus der emotionalen Abhängigkeit, die Folge der toxischen Dynamik ist und befeuert die toxische Dynamik dann ihrerseits weiter....
Versteht mich jemand?

x 2 #386


S
Zitat von Gast555:
Bedürftigkeit wird als Begriff fast immer abwertend verwendet - vielleicht ja nicht von Dir, das hätte ich vorsichtiger formulieren sollen. So als hätte man nur diesen Menschen an seine Seite bekommen, keine Wahl gehabt. So verhungert wie man war, halt das verschimmelte Brot genommen und gegessen...aber das Bild ...

In der Literatur wird das so beschrieben.

hatte damals auch so überlegt wie du.

x 2 #387


Worrior
@Gast555
Ja schon, es gibt eine physische Befürftigkeit, beispielsweise Armut.
Es gibt psychische Bedürftigkeit, z. B. die Abhängigkeit durch Toxizität, psychische Abhängigkeit, Mangel an sozialen Optionen, u. a.
Beides sind für mich Zustände die ich bemängle, nicht die Menschen die darunter leiden.
Ist es denn so schlimm jemanden auf seine Bedürftigkeit anzusprechen wenn man nicht beabsichtigt ihn zu deklarieren.

x 1 #388


G
@Worrior
da es von anderen oft abwertend verwendet wird, hat es halt n Gschmäckle. Und für mich ist der Zeitpunkt im Prozess wichtig an dem dieses Phänomen - wenn man es so nennen will - auftritt. Ich sehe es als Symptom und nicht als Ursache.
Keine Ahnung warum ich da so betroffen mit Scham drauf reagiere, in mir wehrt sich alles gegen diesen Begriff. Vielleicht komme ich noch drauf.
Hat mich sehr berührt, dass Du meine Not damit wahrnehmen und aufgreifen konntest. Nochmal danke dafür.

x 1 #389


S
Zitat von Gast555:
Versteht mich jemand?

lach, ja ich verstehe dich. Ich habe heraus gelesen, dass du nicht bedürftig warst, als du ihn kennen gelernt hast, dass du in deiner Mitte warst, mit dir zu frieden. So war es bei mir auch. Aber aus irgendeinem Grund wollte ich ihn und habe immer mehr versucht ihn zu verstehen. Habe ungute Sachen an mir abperlen lassen ohne Grenzen auszusprechen und dazu zu stehen, weil ich ihn noch nicht aufgeben konnte. Dadurch ist eine Bedürftigkeit entstanden. Das Toxische war, dass er mich mit meinem Inneren nicht sehen konnte, weil es ihm nicht wichtig war. Dadurch wurde ich bedürftig. Es entstand ein Mangel.. Aber ich glaube heute, wenn ich weiterhin bei mir geblieben wäre und hätte meine Aufmerksamkeit mir gegeben und nicht ihm, dann wäre ich nicht so leer gelaufen und hätte meine Grenzen gesetzt. Ich glaube, die Bedürftigkeit entsteht schon dadurch, dass man genau diesen Menschen will und ihn nicht aufgibt, wenn es ungesund wird.

x 2 #390


A


x 4