Also mein größtes Problem der heutigen Zeit, heißt ja so, sind weder kleine Jungsim Internet, die wie ein Pfau ihr Rad aufschlagen, um damit andere Pfaun zu beeindrucken, noch schminktutorials von kleinen Mädchen, die irgendwelche 180 Sorten von beige oder braun im Gesicht mittels 15 Applikatoren verteilen und auch Katzenvideos, die sich natürlich nachteilig auf die Intelligenz auswirken müssen, sind auch nicht so schlimm.
Was mich aber wirklich verblüfft, ist die diese Empörungskultur. # Aufschrei
Und einfach nur zu sagen, joah find ich jetzt eher doof, geht nicht, müssen natürlich Worte wie toxisch oder narzisstisch fallen.
Ich bezweifle, dass der Junge im Video auch nur im Ansatz weiß, was ne narzisstische PS ist, ist aber auch kein Wunder, da scheint es ja auch bei Erwachsenen immer mal wieder Unkenntnis zu geben.
Irgendwie schade, dass das schöne Wort Hedonismus aus der Mode gekommen ist.
Schaut man sich die PUA Nummer genauer an, sieht man, dass es da als Grundlage um die Auseinandersetzung mit sich selbst geht. Erst wenn man(n) die eigenen Stärken und Schwächen kennt, blinde Flecke zum Vorschein bringt und mit sich selbst klar kommt, geht es um die Frage mit welchem Taschenspielertrick (aka Kommunikationsstrategien) man bei den Mädels landet.
Aufschrei PUA: ich kann es nicht nachvollziehen. Wo issen das Problem, dass die Jungs, die checken, dass sie irgendwie immer wieder an die gleiche Mauer rennen, sich mal untereinander zusammen tun und austauschen?
Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Da ist es doch nett, dass es Gruppen auf beiden Seiten gibt.
Der beliebteste Vorwurf gegen PUA is ja immer der der Manipulation!
Is auch wieder so ein Wort, mit dem heutzutage inflationär um sich geworfen wird, weil einem das Outcome nicht gefällt.
Ich finde nicht die Jungs (die sich da mal zusammentun) die ein bissl Selbstfindung und Erkenntnis betreiben und dann mal schauen, wie sie an ne 10 oder 9 rankommen, so wahnsinnig schlimm, sondern eher daraus Empörung zu machen.
Ein ganz anders Thema ist da natürlich MEGTOW oder eben INCELS (wobei letztere von ner Frau aus völlig anderen Motiven gegründet wurde). Wenn Frustration erst zu extremer Abwertung von Frauen und schließlich zu Radikalisierung führt, ist das zu verurteilen.
Basiert aber immer auf dem anfänglichen Problem der Ausgrenzung bzw sich ausgegrenzt fühlen.
Wenn PUA dazu führt, dass einem jungen Mann ein paar Mittel an die Hand gegeben werden, vielleicht doch auch ne Holde abzubekommen und das verhindert, dass er irgendwann bewaffnet in ne Schule rein rennt, dann immer her damit.
Eine pauschale Empörung über PUA, ist wie eine pauschale Kritik an Feminismus und Emanzipation, generalisierend, # Aufschrei und damit wenig bis gar nicht brauchbar.
Ein Mädel, welches sich auf Emanzipation berufend, darüber aufregt, dass der Typ nicht im Haushalt hilft, aber gleichzeitig ihr gesamtes wirtschaftliches lebensmodell erst auf Daddy und dann auf Partner aufbaut, gehört auf den Pott gesetzt.
Ein Mann, der sich sowas gefallen lässt ebenso.
Eine Frau, die den Feminismus verurteilt, weil sie heutzutage nicht den richtigen trifft und deshalb the rules liest, gehört historisch auf den Pott gesetzt, denn so ganz ohne eigenes Konto, neue Schuhe und Schlafzimmer-Selbstbestimmung will die zumeist auch nicht leben.
Genauso die Jungs: wer glaubt, PUA bedeutet, sich einen Hut aufzusetzen, ne Feder dranzumachen und zweifelhafte Komplimente zu verteilen, gehört richtiggestellt.
Und wer dann hinrennt und meint es ist in Ordnung, aus Frustration radikal zu werden, dem gehört (verbal) halt auch eins übergezogen.
Wenn aber kleine Angeber im Netz große Aufschneider geben, weil die bei den Mädels landen wollen (aber vermeintlich nicht können), die halt Berufsziel Spielerfrau haben, dann züchten (schwieriges Wort, seit wann züchten wir Menschen (schon wieder)) wir noch lange nicht die nächsten toxischen Männer.
# Aufschrei
Wir könnten ja mal über Impfgegner reden.
