Zitat von keiler:
Ich denke du hast nicht alle meine Beiträge gelesen. Ich kann damit leben dass/wenn sie S. mit ihm hatte. Solange gesundheitlich alles geklärt ist. Das ist natürlich die nächste Sorge. Ich muss definitiv mal einen HIV-Test dann machen demnächst. Man weiß ja nicht was sie sonst so getrieben hat/ seit wann es läuft.
Gut, dass es sich nur um die Angst vor Krankheiten handelt. Witzig, wie Du erst nur Kontrolle willst, aber auf einmal ist es Dir egal, wenn sie sich ihren Spaß woanders holt.
Zitat:Ich lasse doch gar nicht mein Leben davon bestimmen. Wie meinst du das? Vielleicht interpretierst du ein wenig zuviel rein. Ich weiß das alles was mich glücklich macht in mir zu finden ist. Jedoch bin ich natürlich stark verletzt. Eben die totale Desillusion. Zu dem Schmerz den ich empfinde wenn ich daran denke wie sie mich ignoriert und mit ihm ist, kommt aber auch ein Gefühl von Befreiung. Nicht von ihr aber von dieser Illusion.
Vielleicht lese ich nur das, was Du hier geschrieben hast? Und Dein erster Post, wenn Du den nochmal liest, ist schon ziemlich belastet.
Zitat:Mir ist Treue weiterhin wichtig, ich erkenne aber dass ich es irgendwo natürlich mit zu verantworten habe. Hätte ich sie behandelt wie sie es "gebraucht"/verdient hat, wäre es wohl nie so weit gekommen. Ich bin einfach falsch an die Sache herangegangen und sie hat einfach nie wirklich Kritik gebracht. Bzw. erst als es scheinbar zu spät war. Ales reinfressen und dann auskotzen. So ungefähr. Aber ok, jeder Mensch geht wohl anders mit Emotionen, Gedanken etc. um.
Der fett geschriebene Teil ist der Kernsatz. "Treue" ist eine Sache, die jeder Mensch anders definiert. Daher solltest Du das für Dich mal ausloten.
Zitat:Ich will sie in die Fülle bringen. Ich bin ziemlich angstfrei und dies war sozusagen wirklich die einzig vorhandene Angst die noch da war. Ich beschäftige mich lange mit Angst und dem Abbau. Hab auch sehr viele Ängste abgebaut.
Muss ich jetzt Yoda zitieren...?
Zitat:Ich hab wie bereits erwähnt auch Angst um sie. Das ist ein Mix aus Verlust-/Kontrollangst und Sorge. Ich würde ihr gerne helfen ihre Ängste, auch vor mir, abzubauen. Wenn sie sich darauf einlässt kann sie eine ganz neue Lebensqualität erreichen. Wenn nicht, ja was dann? Immer weiter flüchten und voller Ängste in virtuelle Realitäten flüchten?
Und wenn es so wäre? Bist Du ihr Pfleger oder ihr Freund? Verantwortung tragen in allen Ehren, aber ihre Verantwortung liegt nunmal bei ihr. Und meistens ist es doch so, dass dieses Verantwortung übernehmen aus so einer Situation nur einem gewissen Selbstzweck dient.
Zitat:Bzgl. 1: Sorry aber wirklich, nicht alles was Wahrheit ist, ist rational erklärbar. Aber hier driften wir in den philosophischen Bereich ab.
Nein, tun wir nicht. Wir gehen von einem wissenschaftlichen Standard aus. Wissenschaft beansprucht für sich nicht, alles erklären zu können, sondern gibt ein Abbild der Zeit ab. Du kannst Dir dann Studien etc. dazu angucken und Dich fragen: Sind diese Studien valide oder nicht? AKA Kann ich damit leben oder nicht?
Videospielsucht ist laut DSM-V immer noch nicht anerkannt. Und das ist bei der Lage der Sache auch korrekt so, allein aufgrund der Enzugserscheinungen und den vielen Gegenbelegen. Das suchtähnliche Verhalten kommt meist dann zu Stande, wenn soziale Tendenzen nicht stimmen. Das ist bei Deinem Mädel ja so.
Zitat:Es gibt soviele Wissenschaftstheorien die sich teilweise widersprechen. Rationalismus ist nicht das Maß aller Dinge. Dann könnten wir die gesamte Metaphysik mit Füßen treten (was Rationalisten ja gerne mal machen).
Das macht sie deshalb, weil Philosophie so lange kreist, bis sie an "Gott" stößt und da seit Jahren nicht weiterkommt. Es ist eben eine Wissenschaft, die Zustände belegen kann, aber gewisse Dinge nunmal nicht beweist, sondern vermutet. Auch hier nochmal: Wissenschaft bildet immer nur das Zeitgeschehen ab. Und auch da widerspricht die Metaphysik nicht, äußert maximal ein "Was wäre wenn...". Und Du willst Dich auf das "Was wäre wenn..." stützen? Viel Spaß. Im Konjunktiv lebt's sich unfassbar schwer.
Zitat:Aber wenn du es genau erforscht hast, ok. Dann gibt es eben keine Sucht sondern Suchtverhalten. Kommt letztendlich aufs selbe raus.
Zufällig meine Diplomarbeit darüber geschrieben, ja. Und nein es ist "suchtähnliches Verhalten". Es weist gleiche Züge von Sucht auf, kann aber nicht als solche klassifiziert werden, weil selbst längere Zeiträume zum Beispiel abrupt enden. Wenn Du wirklich einen IQ von 150 hast (Und der auch tatsächlich validiert ist), dann solltest Du Wissenschaft eigentlich verstehen. Daher bezweifle ich das jetzt mal. Aber hey, suit yourself...