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Die Trennung zerreißt mich in Stücke

Christiaan

Christiaan


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Zitat von Femira:
Auch wenn dieser Vortrag nicht zu deiner Geschichte passt, sagt sie aus meiner Sicht sehr schlaue Dinge, die mich ein Stück weiter gebracht haben.


Ganz lieben Dank, ich mag mir das heute abend mal ansehen.. wenn ich das schaffe momentan. Aber ich hab's schon gespeichert und mag mir das wirklich mal versuchen anzusehen

Zitat von Femira:
Du merkst ja selbst, dass alles, wirklich alles, dein ganzes Leben in Scherben vor dir liegt. Jede einzelne klebt in deinem Fleisch, in deiner Seele und du musst sie unter Schmerzen udn blutend aus dir heruasbasteln, dir jede ansehen, betrauern und prüfen, ob sie Teil deines Lebens bleibt oder eben nicht.


Das mit den Scherben hast Du wahnsinnig gut getroffen.. so fühlt es sich an. Naja, eins der tausend Gefühle. Dazu noch diese Panik, die Angst.. auf der Arbeit unterlaufen mir auch Fehler, das wurde mir gestern mitgeteilt. Das hat nochmal einen mega down-Schub bewirkt.. vielleicht muss ich zu dem Thema aber ein wenig mehr ausholen. Das ist echt hart, wenn dann das kleinste Kartenhaus wieder im Erdgeschoss eingerissen wird..

Zitat von Femira:
Das ist harte seelische Arbeit. Wenn da dein Körper liegen muss...dann ist das so. Das tun wir alle, Christian. Liegen, prüfen, heilen.


Ja liebe Femira. Manchmal geht das auch.. manchmal bin ich innerlich so getrieben und nervös, dass ich loslaufen muss.. ich wünschte mir einfach, dass ich Ruhe mal halbwegs "genießen" kann oder mein Körper in einen erträglichen Zustand fährt. Dieses permanente Karussell im Kopf, das Ferngesteuerte.. das ist das, was mich frisst

Zitat von Femira:
Denke an die Wellen. Wenn du aus dieser wieder etwas auftauchst, wirst du wieder ein Stück weiter sein. Die nächste Welle wird trotzdem kommen. Ein Jahr Christian! Ein Jahr!


Du gibst Mut.. ich will trotzdem stark sein und die Hoffnung nicht aufgeben.. aber es ist wie alleine auf einem Boot und man findet das rettende Ufer nicht, weil überall nur Wasser ist

Zitat von Femira:
Doch Christian, vertrau mir. Irgendwann wird es besser werden. Ich sehe, dass du einiges tust, um dafür zu sorgen, dass es dir irgendwann wieder besser geht. Ich weiß, dass du das nciht fühlen kannst gerade. Ich weiß, dass du mich nciht kennst. Trotzdem bitte ich dich, mir zu glauben.


Ich mag Dir das glauben. Auch meiner Therapeutin.. wir arbeiten sehr intensiv und es ist ein Halt. Schwer zu sagen, auch wenn es den Schmerz nicht nimmt.. Ich habe halt schon viel erfahren über mich, sind am finden von Schattenthemen und und und.. aber die Qual ist das miese Aber: ich vertraue Dir!

Zitat von Femira:
Wunderbar Christian. Deine Träume zeigen dir auch, dass du einen riesigen Schritt weiter gekommen bist. Erinnerst du noch die Träume vom Anfang? Als ihr wieder glücklich ward?
Deine Träume ändern sich. Ich weiß, es fühlt sich immer noch sehr grausam an, aber glaub mir, deine innerliche Arbeit trägt schon Früchte.


Ja, das versuche ich auch immer zu sehen. Die Träume sind so wahr, so echt.. die Ablehnung von ihr mir gegenüber ist so schlimm! Ich weiß - ich drehe mich im Kreis mit den Gefühlen Ich tue mir selbst leid.. es tut seh weh

Zitat von Femira:
ich fragte dich ja schon einmal, ob du dir ein Kuscheltier aussuchen magst, dass dich in deiner Trauer begleitet. Was hälst du davon?


Ich habe schon daran gedacht.. meinst Du nicht, dass ich durch den treuen Wegbegleit noch mehr versinke im Tal der Trauer? Ich mag Dir vertrauen..

Danke für alles! Du bist sooo eine große Hilfe, Femira

19.11.2020 08:40 • #76


Femira

Femira


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Guten Morgen Christian,

beginnen wir den Morgen mit einer liebevollen virtuellen Umarmung.

Zitat von Christiaan:
mag mir das wirklich mal versuchen anzusehen

Wenn es nicht geht, geht es nicht. Mir haben Videos geholfen, einen kurzen Moment eine Pause im Kopf zu schaffen. Ich habe viel gelernt. Was bringt dir denn eine kleine Pause?

Mir hat auch geholfen, die ganz destruktiven Sätze, die ich so vor mich hingedacht habe, aufzuschreiben und dann mit meiner Lieblingsfarbe darauf zu antworten als wäre ich meine beste Freundin. Wenn mir das nicht gelungen ist, habe ich im Forum gefragt und vor allem @fe16 und @Fidschicat waren da eine wahnsinnige Hilfe.
Immer wenn dann der böse Satz kam, habe ich Gebetsmühlenartig den neuen Satz darüber gesprochen, bis ich ihn mir irgendwann geglaubt habe.

Zitat von Christiaan:
auf der Arbeit unterlaufen mir auch Fehler, das wurde mir gestern mitgeteilt.

Das geht uns auch allen so. Ich bin irgendwann offensiv damit umgegangen. Bin zu meinem Chef, bin sofort in Tränen ausgebrochen und habe ihm von meiner Trennung erzählt und dass ich nicht weiter komme. Er hat mich unterstützt damals. Ich bin sehr dankbar dafür.
Kann das eine Idee sein?

Zitat von Christiaan:
manchmal bin ich innerlich so getrieben und nervös, dass ich loslaufen muss..

Das kenne ich. Ich bin so unendlich viel gelaufen. Kannst du versuchen zu joggen? 2 Minuten joggen, 2 Minuten gehen? Das reduziert das Getriebene.

Zitat von Christiaan:
aber es ist wie alleine auf einem Boot und man findet das rettende Ufer nicht, weil überall nur Wasser ist

Ich weiß. Ich habe mich auch wie in der Hölle gefühlt. Man läuft und läuft und läuft und weiß noch nciht mal, ob man in die richtige Richtung läuft. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Ein Jahr Christian. Ein Jahr! Dann ist es vielleicht nicht vorrüber, aber es wird dir sehr deutlich besser gehen. Aber das Jahr musst du einfach aushalten. Niemand kann dir den Schmerz nehmen. Aber weißt du was? Du bist stark genug, ihn auszuhalten. Ich traue ihn dir zu!
Ich sitze nur daneben und begleite dich. Gehen, anpacken und heilen musst du selbst.

Zitat von Christiaan:
aber die Qual ist das miese

Ich weiß. Sie zermürbt einen so sehr. Ohne sie würde es aber nicht gehen. Du würdest die seelisch nicht so stark bewegen. Sie ist absolut notwendig.

Zitat von Christiaan:
ich drehe mich im Kreis mit den Gefühlen

Das tust du nicht. Das sieht man aber nur von außen!

Zitat von Christiaan:
Ich tue mir selbst leid..

Das darfst du Christian. Du darfst dir leid tun. Es ist ja auch eine schwere Situation, in der du steckst. Weißt du, das Schlimme ist, wenn man sich in seinem Leid nicht bewegt. Du bewegst dich aber auch wenn es sich für dich nicht so anfühlt. DU bittest um Hilfe und gehst in die Reflexion. Das ist wirklich stark. Glaub mir auch da!


Zitat von Christiaan:
ch habe schon daran gedacht.. meinst Du nicht, dass ich durch den treuen Wegbegleit noch mehr versinke im Tal der Trauer?

Ich glaube ja, dass du dich in die Trauer reinschmeißen musst. Du versuchst so sehr nicht zu versinken, dass die Trauer schlimmer wird.

Es gibt doch dieses Gleichnis...ich glaube, es ist von Freud (vielleicht findet die Geschichte ja jemand):

Bei einer Vorlesung störte ein Student ganz erheblich. Die anderen Studenten ärgerten sich über den so sehr, dass sie nicht richtig den Ausführungen des Professors folgen konnten, dass sie ihn rausschmissen. Das ärgerte den Störenden und er versuchte, wieder den Hörsaal zu betreten. Die Studenten mussten die Tür zuhalten, damit der Störenfried nicht reinkommen konnte. Das machte den Student noch wütender und er versuchte mit mehr Macht einzudringen.
Irgendwann hielten alle Studenten die Tür zu und folgten gar nicht mehr der Vorlesung.

So kommt es mir bei dir vor. Versuche doch mal, den Student in deinen Hörsaal zu bitten. Zuerst wird er noch mehr stören. Schließlich hast du ihn rausgebeten. Aber mit der Zeit wird er sich beruhigen.
Stell dir eine Uhrzeit. Wann ist bei dir die Trauer am schmlimmsten? Bei mir war es morgens. Morgens eine Stunde so richtig rein in die Verzweiflung, Trauer, Hoffnungslosigkeit. Wenn der Wecker klingelt, wegschieben und den Tag beginnen mit einem Morgenritaul. Ich war spazieren. Ich konnte ja eh nciht schlafen, also konnte ich den Weg zur Arbeit gehen. Ich hatte ausreichend Zeit.

Dann in der Mittagspause nochmal. Ab in den Wald und nochmal richtig alles raus. Eine Stunde. Dann zurück. Usw. usf.

Ich empfehle dir also, ab und zu so richtig zu versinken und mir hilft es, wenn ich mich festhalten kann.

19.11.2020 09:16 • x 3 #77



Die Trennung zerreißt mich in Stücke

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fe16

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Zitat von Femira:
. Wenn mir das nicht gelungen ist, habe ich im Forum gefragt und @Fidschicat warda eine wahnsinnige Hilfe.



Liebe Fidschi , was isch immer wusste ..

Sieh mal hier ,


Und dir liebe Femira . Die Worte sind Klasse ,
Der Hörsaal , ich nehm ihn mit , weil der Kleine ist immer der Student

Danke TE dafür das ich mal eben das erwähnen durfte

19.11.2020 19:46 • x 3 #78


Christiaan

Christiaan


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Erstmal auch von mir ein guten Morgen
Fühle mich einfach nur wie ein anderer Mensch.. das lähmt so sehr

Zitat von Femira:
Was bringt dir denn eine kleine Pause?


Die würde ich doch als gerne mal einlegen können, liebe Femira. Zumindest mal im Kopf.. aber ich kann das Gedankenkarussell nicht abschalten und eben die Symptome die meinen Körper betreffen nicht.. das ist das Schlimme. Auch wenn ich Gedanken zulassen, und das tue ich, unweigerlich und aus freiem Willen, dann bleibt das Stromgefühl, das innere Zittern und und und.. aber ich probiere es immer wieder mal mit einer Pause

Zitat von Femira:
Immer wenn dann der böse Satz kam, habe ich Gebetsmühlenartig den neuen Satz darüber gesprochen, bis ich ihn mir irgendwann geglaubt habe.


Da bin ich noch so weit entfernt. Das hat ja auch was mit Kraft zu tun, die immer wieder aufbringen und die Gegenkraft zu entwickeln. Aber das gelingt mir nicht

Zitat von Femira:
Bin zu meinem Chef, bin sofort in Tränen ausgebrochen und habe ihm von meiner Trennung erzählt und dass ich nicht weiter komme. Er hat mich unterstützt damals. Ich bin sehr dankbar dafür.
Kann das eine Idee sein?


Die ersten 5 Wochen war ich krankgeschrieben, bin von Tag 1 an offensiv damit umgegangen weil ich keine andere Chance hatte. Innerhalb der ersten 2 Wochen war ich bei meinem Chef, ich bin vor ihm zusammengebrochen, habe geheult wie ein Schlosshund.. aber jetzt, wo ich wieder da bin. Es wirs eben ein Stück weit verlangt, dass wenn ich da bin, basics stimmen. Viele schieben es eben auf die privaten Gründe, obwohl es damit wenig zu tun hat. Denke ich. Aber weißt Du, bin froh, dass ich momentan die Arbeit habe.. auch aus finanzieller Sicht. Das ist was, das ich auch halten muss auf der anderen Seite. Das ist so schwer und bei allem Kopfkino geht das an den Akku.. der Akku der eh schon sehr leer ist

Zitat von Femira:
Ich bin so unendlich viel gelaufen. Kannst du versuchen zu joggen? 2 Minuten joggen, 2 Minuten gehen? Das reduziert das Getriebene.


Habe ich schon probiert, Femira. Aber da verkrampfe ich zu sehr.. bei allem irgendwie. Egal was ich tue mache ich nur "zur Ablenkung". Und das holt mich immer in den gleichen Zustand.
Denke mal nicht an einen Elefanten. Das geht einfach nicht.. Gedanken erzeugen Gegengedanken und das ist eines meiner großen Probleme

Zitat von Femira:
Ein Jahr Christian. Ein Jahr! Dann ist es vielleicht nicht vorrüber, aber es wird dir sehr deutlich besser gehen. Aber das Jahr musst du einfach aushalten. Niemand kann dir den Schmerz nehmen. Aber weißt du was? Du bist stark genug, ihn auszuhalten. Ich traue ihn dir zu!
Ich sitze nur daneben und begleite dich. Gehen, anpacken und heilen musst du selbst.


Sowas heitert mich immer ein wenig auf, gibt mir die paar Sekunden Zuversicht und Hoffnung.. das ist immer so lieb, dass Du so zur Seite stehst..

Zitat von Femira:
Ich glaube ja, dass du dich in die Trauer reinschmeißen musst. Du versuchst so sehr nicht zu versinken, dass die Trauer schlimmer wird.


Hmm.. ich trauer glaube ich wahnsinnig viel. Deine Geschichte mit dem Student ist auch super toll und da ist viel wahres dran.. ja.
Meine Trauer begleitet mich aber seit August sekündlich.. ich kann sie garnicht abwehren, sie ist einfach da. Abends weine ich sehr viel und schenke der Sache die volle Aufmerksamkeit aber es wird nicht besser.. vielleicht ein wenig. Da denke ich immer an Deine Worte: Ein Jahr! Ich würde es gerne akzeptieren können.. aber das will mein Kopf nicht. Und mein Körper spielt verrückt.. Stromgefühl, Getriebenheit.. Traurigkeit. Ein Cocktail aus negativen Emotionen und Gefühlen der am Herz nagt. Bin aber sehr froh, dass Du da bist und immer einen Rat weißt, immer richtige Worte findest. Da bin ich sehr sehr sehr dankbar.

Mal sehen wie es heute wird.. gestern hatte ich ein Telefonat mit meiner Psychiaterin aus der Praxis. Ihr habe ich gemailt, dass es mir zunehmend schlechter geht. Nun gehe ich von der Medikation nach oben und hoffe, dass das ein wenig unterstützt im Kopf fertig zu werden.. sie möchte mich am Ende des Monats dann nochmal sehen.. da habe ich dann einen Termin bei ihr. Ich bin jetzt bei der Arbeit und hoffe, dass ich mal wenigstens ein paar Sekunden die Gedanken an die alte Zeit und meine Ex verliere.

Ganz liebe Grüße...
Christian

20.11.2020 08:12 • x 1 #79


Femira

Femira


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Zitat von Christiaan:
Fühle mich einfach nur wie ein anderer Mensch..

Du bist der gleiche Mensch, der aber nun in einer sehr extremen Situation steckt. Du lernst dich kennen, wie du darauf reagierst und lernst, was du brauchst und was geht. Das ist gut.

Zitat von Christiaan:
aber ich probiere es immer wieder mal mit einer Pause

Naja, ne richtige echte Pause wird noch dauern. Aber einen Moment, in dem es erträglich ist. Nur das.


Zitat von Christiaan:
Habe ich schon probiert

Nicht aufgeben. das ist ein Prozess
Dann krampfst du halt. Und? Dann kommt es raus. Ich bin fast ein Jahr losgejoggt und dann in Tränen ausgebrochen. Schnappatmung. Nichts ging. Dann bin ich gegangen und habe geweint. So war das. Und wenn ich wieder Luft hatte, hab ichs wieder versucht. Vertraue dem Prozess. Es wird dauern.


Zitat von Christiaan:
Sowas heitert mich immer ein wenig auf, gibt mir die paar Sekunden Zuversicht und Hoffnung..

Das freut mich sehr, lieber Christian, dass ich es etwas erträglicher für dich machen kann.


Zitat von Christiaan:
vielleicht ein wenig.

mehr ist es nicht. Man geht in solchen Tippel-Mini-Schritten vorwärts, dass man gar nciht merkt, dass man vorwärts kommt. Das ist ja das Fiese. Deswegen sage ich dir von außen, dass du schon weiter gekommen bist, weil du es nicht sehen kannst. Und glaube mir, ich habe hier auch schon Usern gesagt, dass sie nicht so vorwärts kommen.

Du sollst die Trauer nicht abwehren, sondern den trauernden Student in deine Mitte holen. Da stört er zwar auch, aber du bekommst wenigstens ein bisschen von der Vorlesung mit. Wenn du ihn in den Arm nehmen könntest, würde er auch zuerst noch lauter werden, aber sich dann nach einer Zeit etwas beruhigen.


Zitat von Christiaan:
hr habe ich gemailt, dass es mir zunehmend schlechter geht. Nun gehe ich von der Medikation nach oben und hoffe, dass das ein wenig unterstützt im Kopf fertig zu werden.. sie möchte mich am Ende des Monats dann nochmal sehen.. da habe ich dann einen Termin bei ihr.

Ich bin sehr stolz auf dich, dass du um Hilfe bittest. Das schaffen nicht viele! Das wird dir oft helfen.

Christian, fang vielleicht an, dir jeden Tag die Frage zu stellen: Was geht heute? Was kann ich mir Gutes tun? Ein Spaziergang, eine Gesichtsmaske, ein Kuscheltier kaufen, ein Bad, dich eincremen, ein bisschen joggen üben....
Und schau, ob du das umsetzen kannst.
Ich muss zugeben, ich hatte Tage, an denen die Antwort war: es geht nichts außer liegen und im Forum schreiben. Aber mit anderen schreiben, anderen zur Seite zu stehen...das ist gar nicht so wenig...

20.11.2020 16:26 • x 3 #80


Emma14

Emma14


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Ich habe mir in der schlimmsten Zeit bewußt Comedy- und Kabarett-Sendungen angeschaut, was einen automatisch in einen besseren Bewußtseinszustand bringt. Ausdrücklich keine keine Psycho-Videos, die können noch mehr runterziehen. Aber da ist jeder anders. Einfach probieren, was die Stimmung heben kann.

20.11.2020 17:25 • x 1 #81


Christiaan

Christiaan


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Zitat von fe16:
Liebe Fidschi , was isch immer wusste ..

Sieh mal hier ,


Und dir liebe Femira . Die Worte sind Klasse ,
Der Hörsaal , ich nehm ihn mit , weil der Kleine ist immer der Student

Danke TE dafür das ich mal eben das erwähnen durfte

Liebe Fe16,
das ist doch kein Problem.. jeder ist bei mir Willkommen..


Zitat von Femira:
Nicht aufgeben. das ist ein Prozess
Dann krampfst du halt. Und? Dann kommt es raus. Ich bin fast ein Jahr losgejoggt und dann in Tränen ausgebrochen. Schnappatmung. Nichts ging. Dann bin ich gegangen und habe geweint. So war das. Und wenn ich wieder Luft hatte, hab ichs wieder versucht. Vertraue dem Prozess. Es wird dauern.

Hmhm.. so ähnlich ging es mir, habe aber nicht an das Vertrauen und den Prozess gedacht In dem Moment (ich hab das tatsächlich nur ein Mal versucht) wurde ich einfach so runtergerissen emotional, dass ich den Ort verlassen musste. Mich einfach in mein Auto setzen und loszufahren Dann werde ich das aber vielleicht mal als Option sehen und es nochmal probieren?


Zitat von Femira:
Deswegen sage ich dir von außen, dass du schon weiter gekommen bist, weil du es nicht sehen kannst. Und glaube mir, ich habe hier auch schon Usern gesagt, dass sie nicht so vorwärts kommen.

Tatsächlich spürt man das Weiterkommen gar nicht, oder nur sehr sehr selten.. ständig die gleichen Gedanken, ständig die gleichen Symptome, ständig die gleiche Folter im Kopf & Körper. Einfach alles unerträglich und die Welt drumherum dreht sich weiter und weiter. Zwar habe ich mich in ganz wenigen Punkten seit der Trennung "geändert", aber es ist noch keine Linderung.. vielleicht ist es das, was mich so zerreißt Umso schöner ist es aber, dass Du mir die Augen öffnest mit so lieben und vor allem ehrlichen Worten.. DANKE


Zitat von Femira:
Du sollst die Trauer nicht abwehren, sondern den trauernden Student in deine Mitte holen. Da stört er zwar auch, aber du bekommst wenigstens ein bisschen von der Vorlesung mit. Wenn du ihn in den Arm nehmen könntest, würde er auch zuerst noch lauter werden, aber sich dann nach einer Zeit etwas beruhigen.

Tja, damit ist das so eine Sache Ich habe ihm schon die Tür geöffnet.. habe ich schön in den Hörsaal geholt. Aber er ist so laut, dass... Tinitusgefahr Nein, ganz im ernst. Ich stoße mir die Gefühle nicht (mehr) ab und lass sie zu.. es fällt nur so schwer, dass es gefühlt keine Besserung gibt. Vielleicht verkrampfe ich zu sehr, erwarte zu viel von der Trauer. Wenn ich weinen möchte jedenfalls, dann weine ich..


Zitat von Femira:
Ich bin sehr stolz auf dich, dass du um Hilfe bittest. Das schaffen nicht viele! Das wird dir oft helfen.

Danke.. Es ist doch aber auch meine letzte Hoffnung..
Seit gestern habe ich meine Medikation um 50% gesteigert, ab kommender Woche Mittwoch auf 100%.. und dann habe ich meinen Termin bei ihr...


Zitat von Femira:
Christian, fang vielleicht an, dir jeden Tag die Frage zu stellen: Was geht heute? Was kann ich mir Gutes tun? Ein Spaziergang, eine Gesichtsmaske, ein Kuscheltier kaufen, ein Bad, dich eincremen, ein bisschen joggen üben....
Und schau, ob du das umsetzen kannst.
Ich muss zugeben, ich hatte Tage, an denen die Antwort war: es geht nichts außer liegen und im Forum schreiben. Aber mit anderen schreiben, anderen zur Seite zu stehen...das ist gar nicht so wenig...

Im innersten mache ich das eigentlich immer.. lasse meinen Tag einmal in Gedanken durchlaufen. Aber vielleicht habe ich mir die Fragen nie konkret gestellt.. habe ich jedenfalls heute getan. Das erste war die warme Dusche am Morgen. Das war schon wieder so ein Act Die ständigen Gedanken "Hör doch auf! Gleich bist Du wieder so down, dass alles eh nichts bringt", "Sie wird Dich immer beschäftigen", "Ohne sie wird Dein Leben nicht mehr schön", "Warum... warum... warum... warum...". Dazu kommt ja noch, dass wir auch noch unsere gemeinsame Wohnung haben und ich tatsächlich immer noch mein Aquarium dort versorgen muss (täglich) - zum Glück wohne ich derzeit im Elternhaus. Zu Corona-Zeiten ist das echt schwierig mit dem Auflösen des Aquariums etc. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein, denn das wird Januar bis es weg kommt..

Aber dennoch, ich mag mir heute ein Fussballspiel anschauen und ein wenig am Computer spielen, vielleicht Videos schauen und ein wenig hier im Forum schreiben. Einen Spaziergang will ich versuchen (so lange oder so kurz wie ich kann) Vielleicht leg' ich mich auch später noch in die Badewanne und versuch dort ein wenig Gutes zu tun.. ich hoffe nur, dass ich das so hinbekomme. Ich weiß, dass Du mir sicherlich den Rat geben möchtest Dinge wegzulassen wenn ich's mir dann doch nicht zumute, oder? Oder soll ich daran festhalten? So verzweifelt im Kopf..


Zitat von Emma14:
Ich habe mir in der schlimmsten Zeit bewußt Comedy- und Kabarett-Sendungen angeschaut, was einen automatisch in einen besseren Bewußtseinszustand bringt. Ausdrücklich keine keine Psycho-Videos, die können noch mehr runterziehen. Aber da ist jeder anders. Einfach probieren, was die Stimmung heben kann.

Danke Emma14 für Deine Antwort..
Ja, ich schaue auch sehr viel Videos, Dokus, Comedy.. und und und. Bei mir wird dadurch nur viel getriggert an die Beziehung, da wir das oft zusammen gemacht haben. Da kann ich mich oft wenig auf den Inhalt konzentrieren weil vieles mit Erinnerungen verknüpft ist an unsere gemeinsame Zeit. Aber ich schaue viele Dinge zu meinem Thema.. @Femira hat mir da für ganz für Imput gesorgt.. und einmal angefangen macht YT den Rest mit den Empfehlungen..

21.11.2020 09:22 • x 1 #82


Christiaan

Christiaan


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Ich muss schreiben ich kann momentan nicht anders. Ich sitze eben mit einem Heulkrampf vor dem PC, so wie ich ihn selten in den letzten Wochen hatte. Ich komme eben aus der Wohnung und habe das Aquarium versorgt. Ja, es muss weg. Ich kann diesen Ballast im Rucksack nicht länger rumtragen dieses täglich hinfahren, mit ihr schreiben wann es zeitlich passt. Am Samstag, kommende Woche (28.11.) werde ich meinen Mut zusammenpacken und den Tieren und mir zu Liebe die Auflösung angehen. Den Tieren geht es auch nicht sehr gut, habe die Verpflegung auf ein Minimum reduziert seit August. Und sie habe es verdient gut behandelt zu werden und nicht unter meinem Schicksal zu leiden Kann mich jemand erinnern mit Samstag? Sonst werde ich wieder schwach, lehne es ab oder verdränge das Vorhaben vor Traurigkeit Es ist so schwer alles. Warum ist das Leben nur wie es ist.

Ich dachte, vielleicht tut's mir gut, wenn ich mir jetzt einfach die Gedanken ein wenig herunter schreibe. Habe jetzt alles das sein gelassen, was ich mir erstmal vorgenommen habe. Okay, Fußball das mag ich mir ansehen. Aber auch das passiert mit einem unwohlen Gefühl, kann es nicht in Worte fassen. Immer dieses dumpfe Gefühl in mir... das Stromgefühl im Körper. Ich weiß es einfach nicht. Die Ratschläge habe ich mir für heute so zu Herzen genommen. Frage Dich, was kannst Du Dir Gutes tun... Ich würde so gerne. Aber es geht einfach nicht. Ich weiß einfach momentan nicht weiter.

Meiner Familie fällt das Ganze auch schwer da ich ja momentan im Elternhaus lebe, merken sie es umso mehr. Der Umgang mit mir, ich verschließe mich total, lasse niemanden an mich heran, weil ich alles als tröstlich empfinde und das triggert im Umkehrschluss wieder Dinge, die mir dann hochkommen. Weil alles einfach anders ist, weil es endgültig vorbei ist, weil nichts auf der Welt ein Trost spenden kann. Das einzige wäre nur sie. All das empfinde ich als so anstrengend, kraft- und energieraubend. Und schon wieder geistern die Gedanken im Kopf, was sie wohl gerade tut. Was mir heute vielleicht hätten machen können... ich wüsste, dass es ihr dann gut geht und und und. Aber nein - ich probiere die Gedanken auch wie Wolken im Kopf vorbeiziehen zu lassen, irgendwie. Aber sie schweben über mir und wollen nicht gehen, schon seit August. Naja, zurück zur Familie. Meine Zurückgezogenheit ist so krass, dass mir selbst die Kraft fehlt "Hallo" und "Tschüss" zu sagen... den Versuch es zu erklären, als ich gefragt wurde, scheiterte. Das kann man einfach nicht erklären! Und ich verstehe, dass das anstrengend ist für das Umfeld. Aber Akzeptanz ist das, was mir am besten tut. Schlussendlich war es vor wenigen Tagen so, dass ich bei dem gleichen Thema zu hören bekam: "es ist einfach, sich auf seiner Krankheit auszuruhen.." das hat mir sehr sehr weh getan. Und das hat mich auch wieder in ein tieferes Loch gerissen. Ja, das hallt mir noch immer ein wenig nach. Auch wenn ich weiß, dass das sicherlich nicht so gemeint war und eher aus Hilflosigkeit rausgerutscht ist. Aber in der absoluten Tiefphase ist das für einen einfach totales Gift für Körper und Geist.

Ich merke gerade, dass mir das Schreiben ein wenig gut tut... war es vielleicht das Richtige? Ja war es ich denke oft an Dich, @femira. Das Weinen hat sich eingestellt und hier und da empfinde ich beim Schreiben sogar etwas Euphorie. Egal wie, in den letzten Wochen und Monaten habe ich gelernt auf die gute Welle aufzusteigen und zu hoffen, dass die Welle nicht so schnell bricht. Aber ich weiß, dass der nächste Tiefschlag kommt so wie er gegangen ist, so kommt er wieder. Ein Auf- und Ab...

Wobei... wenn ich von Euphorie spreche, ist das nicht die Euphorie die man vielleicht so kennt. Das sind winzige Hoffnungsschimmer, die kurz aufblitzen und einen Bruchteil des Leidens nehmen. Aber dankbar bin ich für die Momente. Wenn ich nur mit meinem Umfeld spreche, wird sehr schnell, sehr viel fehlinterpretiert, kennt das jemand? Es ist so schwer jemanden zu finden, der einen versteht. Deswegen bin ich vielleicht hier im Forum einfach an der richtigen Stelle. Weil einfach fast jeder weiß, was in einem los ist welches Gedanken- und Gefühlsfeuerwerk ständig abgefeuert wird. Und ja, genau in dem Moment kommt wieder die Traurigkeit nach oben, die Hoffnungslosigkeit und dieser "Sitzplatz" in dieser lästigen negativen Spirale Und wisst ihr? Ich spreche doch immer von den Triggerpunkten etc. So wie ich eben "Sitzplatz" geschrieben habe, denke ich an unseren Besuch im Disneyland in Paris, als wir ein Selfie in irgendeinem Fahrgeschäft gemacht haben und zack sind diese Erinnerungen da und zack kommen die Gedanken zurück. Ist das normal? Ist das bei anderen auch so? Mich triggern die kleinsten Dinge, Wörter.. Gerüche.. Orte.. einfach alles! Ich weiß auch, dass ich ein hochsensibler Mensch bin, das ist Fakt. Und diese Kombi macht's dann eben nochmal doppelt so schwer Ich würde mir einfach in den Momenten einen Schalter wünschen in dem ich einfach in die krasseste Achtsamkeit verfalle, in das Hier und Jetzt, wo Gedanken eliminiert werden und weder bewusst noch (vor allem) unterbewusst existieren.

Herje, manchmal glaube ich, dass ich mich falsch ausdrücke, ich vielleicht gar nicht verstanden werde mit dem was ich so schreibe Nunja, wie dem auch sei. Wir haben jetzt kurz vor 12 Uhr und ich spiele jetzt irgendein Spiel auf dem PC, lass nebenbei irgendwas über auf YT laufen und probiere mal, mich mit meinen Gedanken zu unterhalten. Danke an alle, die es bis zum Schluss gelesen haben. Ich könnte sicherlich noch viel mehr schreiben, das soll aber jetzt nicht sein. Und schon kullert mir wieder eine Träne über die Wange, die Welle ist gebrochen und bin wieder da, wo ich am Anfang des Beitrags war Liebe Grüße an alle.

21.11.2020 11:47 • x 5 #83


Trauriger43


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Du sprichst von Triggern.... Ich heule, wenn ich deinen Text lese.... Paris? War unser Traum... Ich denke an Orte wo wir waren... Sie sind jetzt unbegehbar für mich... Alle Träume, alle Ziele... Mich triggert alles... Worte, Geräusche, Lieder.... FARBEN... Ich kann doch gar nicht alles aufzählen... Ich habe Pläne, will mich ablenken... Kann nichts machen... Ein Freund kommt zum Fußball schauen... Ablenkung... Ich fürchte mich vor dem Abend... Denke nur an sie und unsere Zweisamkeit... Mir fehlt die Nähe... Heute ist es kalt... Wir hätten es uns auf der Couch vor dem Kamin gemütlich gemacht... Mit Tee und jeder mit einem Buch... Füße, die sich berühren... Ich quäle mich selbst, weil ich diese Gedanken zulasse... Wie dumm.... Wie dumm

21.11.2020 12:03 • x 2 #84


Femira

Femira


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Zitat von Christiaan:
ann werde ich das aber vielleicht mal als Option sehen und es nochmal probieren?

Also ich würde mich freuen, wenn du versuchen kannst, etwas Sport zu machen. Der hilft einem nämlich sehr als Bewältigungsstrategie. Stresshormone sind einfach zu großen Teilen wasserlöslich...sprich: du kannst sie ausschwitzen. Auf lange Sicht würde es dir helfen. Der Anfang ist natürlich sehr sehr sehr schwer.


Zitat von Christiaan:
Aber er ist so laut, dass... Tinitusgefahr

Du hast einen Witz gemacht


Zitat von Christiaan:
ie ständigen Gedanken "Hör doch auf! Gleich bist Du wieder so down, dass alles eh nichts bringt"

Eine Antwort wäre, dass es natürlich dazu gehört, down zu sein nach einer Trennung. Was denn sonst? Du bist ein Mensch, du fühlst, du verarbeitest. Trotzdem kann man schön duschen.

Ich mochte diese Geschichte...ich glaube, es war eine chinesische Weisheit:
Ein Mann rennt vor einem Tiger weg. Dabei stürzt er einen ABgrund hinunter und kann sich gerade so noch festhalten. Was soll er tun? Lässt er los, fällt er in die Tiefe und zerschellt. Klettert er hoch, wird er vom Tiger gefressen. Vor ihm ist eine kleine Erdbeerpflanze. Er greift nach einer reifen Erdbeere und isst sie genüsslich.

Weißt du, die Erdbeere hat seine Situation ganz kurz ein bisschen besser gemacht. Sie hat natürlich seine Probleme nicht gelöst. Aber was hätte es verändert, hätte er nicht die Beere genossen?

Zitat von Christiaan:
"Ohne sie wird Dein Leben nicht mehr schön"

Warum sollte es nicht? Du hattest ein Leben vor ihr. Es wird eins nach ihr geben. Du warst vor ihr auch froh. Und bedenke, dass du deine Schattenthemen durchkaust. Du wirst freier sein, wenn du durchhälst.

Zitat von Christiaan:
Aber dennoch, ich mag mir heute ein Fussballspiel anschauen und ein wenig am Computer spielen, vielleicht Videos schauen und ein wenig hier im Forum schreiben. Einen Spaziergang will ich versuchen (so lange oder so kurz wie ich kann) Vielleicht leg' ich mich auch später noch in die Badewanne und versuch dort ein wenig Gutes zu tun.. ich hoffe nur, dass ich das so hinbekomme. Ich weiß, dass Du mir sicherlich den Rat geben möchtest Dinge wegzulassen wenn ich's mir dann doch nicht zumute, oder? Oder soll ich daran festhalten?

Das kann ich nicht beurteilen, lieber Christian. Für mich wäre es damals ganz frisch zu viel gewesen. Aber später ging das. Schau einfach, was geht und versuche, realistische Ziele zu setzen. Das ist alles.


Zitat von Christiaan:
ch kann diesen Ballast im Rucksack nicht länger rumtragen dieses täglich hinfahren, mit ihr schreiben wann es zeitlich passt. Am Samstag, kommende Woche (28.11.) werde ich meinen Mut zusammenpacken und den Tieren und mir zu Liebe die Auflösung angehen. Den Tieren geht es auch nicht sehr gut, habe die Verpflegung auf ein Minimum reduziert seit August. Und sie habe es verdient gut behandelt zu werden und nicht unter meinem Schicksal zu leiden

Das ist ein wunderbarer Plan. Du hast Recht! Ich weiß nicht, ob ich dich erinnern kann, aber vielleicht schafft es ein anderer lieber Begleiter?

Zitat von Christiaan:
Okay, Fußball das mag ich mir ansehen.

Wunderbar. Das langt doch. Sei nicht so streng zu dir. Du machst gerade ganz schön was durch!


Zitat von Christiaan:
Das Weinen hat sich eingestellt und hier und da empfinde ich beim Schreiben sogar etwas Euphorie. Egal wie, in den letzten Wochen und Monaten habe ich gelernt auf die gute Welle aufzusteigen und zu hoffen, dass die Welle nicht so schnell bricht

Siehst du, wie gut du bist?


Zitat von Christiaan:
wenn ich von Euphorie spreche, ist das nicht die Euphorie die man vielleicht so kennt. Das sind winzige Hoffnungsschimmer, die kurz aufblitzen und einen Bruchteil des Leidens nehmen. Aber dankbar bin ich für die Momente.

Am ANfang sind sie so so kurz, man kann sie nicht festhalten. Aber ich weiß, was du meinst. DIe ganz kurzen kleinen hellen lichter.


Zitat von Christiaan:
Ich spreche doch immer von den Triggerpunkten etc. So wie ich eben "Sitzplatz" geschrieben habe, denke ich an unseren Besuch im Disneyland in Paris, als wir ein Selfie in irgendeinem Fahrgeschäft gemacht haben und zack sind diese Erinnerungen da und zack kommen die Gedanken zurück. Ist das normal? Ist das bei anderen auch so?

Das ist ganz normal. Anschauen, betrauern, weitermachen.

Es waren 9 Jahre. Natürlich erinnert dich viel. Versuche dein Umfeld so triggerfrei wie möglich zu halten. Aber das ist natürlich schwierig.


Zitat von Christiaan:
Ich würde mir einfach in den Momenten einen Schalter wünschen in dem ich einfach in die krasseste Achtsamkeit verfalle, in das Hier und Jetzt, wo Gedanken eliminiert werden und weder bewusst noch (vor allem) unterbewusst existieren.

Das haben wir uns alle gewünscht. Die Pille gegen Liebeskummer. Die gibt es nur nciht. Wenn du sie erfindest, wärst du reich


Zitat von Christiaan:
Wir haben jetzt kurz vor 12 Uhr und ich spiele jetzt irgendein Spiel auf dem PC,

Ich mochte Flashgames sehr.

21.11.2020 16:08 • x 2 #85


Femira

Femira


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Guten Morgen Christian,

hast du das Wochenende gut überstanden?

Schau mal, ich dachte dabei an dich:
https://mymodernmet.com/hector-janse-va...at-comics/

Vielleicht lässt es dich sogar lächeln.

Zitat von Christiaan:
Ich merke gerade, dass mir das Schreiben ein wenig gut tut...

Das tut es. Deswegen hatte ich dir ein Trennungstagebuch empfohlen. Vom Kopf in die Hand aufs Papier und weg. Du kannst auch hier schreiben. Einige nutzen es dafür. Du bekommst dann nicht immer Antwort, aber du kannst sicher sein, dass es jemand liest.

Zitat von Christiaan:
Wenn ich nur mit meinem Umfeld spreche, wird sehr schnell, sehr viel fehlinterpretiert, kennt das jemand?

Wenn ich richtig traurig bin, fühle ich mich auch von der Welt unverstanden. Ich war sehr empfindlich gegenüber von Kommentaren. Wirklich sehr. In der akuten Trauerphase habe ich nur sehr wenig Menschen an mich heran gelassen. Diese Menschen haben nicht kommentiert, sondern mich in den Arm genommen und haben geschwiegen. Ich habe mich auch mit Menschen aus dem Forum getroffen und bin zumindest mit einer davon noch sehr eng befreundet. Mir tat es gut, nicht allein traurig zu sein.
Das Forum unterstützt wirklich auf zahlreiche Art und Weise.

Zitat von Christiaan:
Ich weiß auch, dass ich ein hochsensibler Mensch bin, das ist Fakt.

Ach keine Ahnung...weißt du, mir haben Leute gesagt, dass ich unsensibel sei und nicht richtig fühle und mir haben Menschen gesagt, dass ich hochsensibel sei. Ich hab mich so ein bisschen damit beschäftgit und entschieden, dass mir zu viel BEwertung darin ist. Hochsensibel hab ich gebraucht, um vor anderen zu rechtfertigen, dass ich traurig bin und ich nicht aufhören kann, traurig zu sein. Aber weißt du was? Die Mesnchen, vor denen ich mich dazu rechtfertigen muss, dass ich traurig bin, gehören nciht eng an meine Seite. Ich fühle nunmal, wie ich fühle und wie andere Menschen fühlen, entzieht sich schlichtweg unserer Kenntnis. Vielleicht bist du schlichtweg normal?

Ich finde, du empfindest normal und hast nur Angst davor, zu akzeptieren, dass es dir nun eine zeitlang wirklich sehr sehr schlecht gehen wird.
Und auch das kann ich sehr nachvollziehen. Mir hat es so Angst gemacht, dasss ich eine zeitlang nciht aufgestanden bin. Es fiel mir unendlich schwer.
Ich hab halt so Liebeskummerbücher gelesen und da stand drin, dass das normal ist. Das hat mir geholfen.

Nicht aufstehen können, innere Unruhe, nichts essen und kein Schlaf sind wahnsinnig anstrengend. Aber es wird irgendwann aufhören. Es gibt ncihts in der Natur, das Bestand hat. Nichts.

23.11.2020 10:04 • x 1 #86



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