.... ich bin mehr als überrascht, mit so vielen Antworten hatte ich gar nicht gerechnet.
Ich bin erfreut und glücklich, dass ihr euch meiner Sache annehmt.
Ich weiß es sehr zu schätzen und habe auch selbstverständlich vor Augen, dass es euch auch nicht gut geht. UND gerade deshalb zählen eure Antworten umso mehr. DANKE!
Liebe/r
2tePerspektive, nun möchte ich auch auf deine Antwort etwas näher eingehen. Geschrieben hast du Folgendes:
Zitat:Belüg Dich nicht selbst, Du hast ihm keinen Gefallen getan, im besten Falle evtl. Dir selbst, aber auch das glaube ich nicht. Eine melancholisch schön formulierte, pathetische Umschreibung für Angst.
Mich erschreckt es, wenn du schreibst, ich habe ihm keinen Gefallen getan, denn gerade für ihn wollte ich - alte und weise Frau

- endlich die Zügel selbst in die Hand nehmen. Bedenke, wir haben es wirklich 2 1/2 Jahre probiert, in einer Beziehung zu leben.
Das wir, nein, du hast recht, ich dann schlussendlich nur noch ständig ängstlich in seinem Beisein diversen Außenbeschäftigungen nachgegangen bin, könnte stimmen. Ja, du wirst recht haben, "Angst" (obwohl es diese Defination vielleicht nicht wirklich so trifft) hat mich im letzten Jahr doch sehr zermürbt.
Es ist ein Ansatzpunkt. an dem ich mit Sicherheit zu arbeiten habe und auch werde. Vielen Dank!
Lieber
Carsten75, da ich im Normalfall eher pragmatisch denkend veranlagt bin, helfen mir deine
Zitat:1. Er hat es nicht gewusst und wurde völlig überrumpelt und aus dem für ihn glücklichen Leben gerissen
2. Verteidigung gegenüber anderen und das Aushalten hämischer Sprüche waren für ihn kein Opfer, sondern logische Konsequenz seiner Liebe
3. Streit und Hoffnungslosigkeit der Vergangenheit sind kleine Stolpersteine auf dem gemeinsamen Lebensweg, die er gerne für Dich und mit Dir gemeinsam bewältigt hat/hätte
4. Deine Entscheidung war eine von Dir gewählte Flucht und dient nur Dir
Probleme löst man grundsätzlich nur gemeinsam. Alles Andere ist eine einsame Flucht auf Kosten des andren. Versuche Dir bitte nicht etwas anderes einzureden!
aufgezählten Punkte sehr.
Um näher darauf einzugehen: Du hast mit dem ersten Punkt vollkommen recht - ich habe ihn überrumpelt, er hat davon vorher nichts gewust. Vielleicht trifft auch der Punkt 2) zu, doch wären dies nur Mutmaßungen von meiner Seite her. Lediglich eine kleine Veränderung seinerseits, wenn ich von ihm vorgestellt wurde, könnte ich als Gegenargument bringen, indem er mich dann schlussendlich nicht mehr als SEINE, sondern als EINE Freundin vorstellte. Zu Punkt 3) kann ich mit Sicherheit sagen, dass jeder unserer Streits zur vollsten Zufriedenheit Beider gelöst werden konnte. Die Hoffnungslosigkeit hingegen war ein anderes Thema, eigentlich DER Schwerpunkt schlechthin. Die ersten 1 1/2 Jahre wagten wir uns jedes Mal nach einer "Niederlage" frischen Mutes erneut ins "Freie", nur irgendwann waren wir dessen müde und es wurde immer weniger und weniger. Zum Schluss unternahmen wir sogar sehr viel im Alleingang. Dass ich schlussendlich vielleicht geflüchtet bin, mag u.U. auch stimmen, nur kann ich das weder befürworten noch verneinen - ich weiß es schlichtweg nicht. Ich sah, wie gesagt, die Hoffnungslosigkeit, unser Kämpfen mit der Welt und sah handlungsbedarf. Ob richtig oder falsch, mein Gott, ich weiß es einfach nicht.
Vielleicht habe ich mir die falschen Dinge eingeredet und du hast mit deinem Cafesatzlesen recht. Ich fühle mich gerade unheimlich schlecht, wenn ich daran denke, was ich u.U. kaputt gemacht habe.
Danke, deine Denkanstöße haben "Hand und Fuß".
Liebe
Sorele,
als ich das
Zitat:Das Gefühl, stetig beobachtet zu sein, niemals so richtig in der Masse verschwinden zu können, um einfach nur unbeobachtet das Leben und vor allem das Glück genießen zu dürfen.
Immer diese Breitseiten aus allen Ecken und Enden. Es macht auf die Dauer die Seele krank und zermürbt.
Durch diese ständigen Konfrontationen läuft das "Kopfkino" und ein Fallenlassen ist ausschließlich in den eigenen 4 Wänden möglich.
Ständig wird dir vor Augen geführt, wie schlecht diese Verbindung ist, da es nicht dem Klischee entspricht ..... .
las, kam mir sofort der Gedanke, dass es dir zumindest ähnlich gegangen sein muss. Liege ich damit richtig? Eigentlich gibt es da nichts mehr hinzuzufügen, denn es trifft die Sache zu 100% auf den Kopf.
Deine Einfühlsamkeit hat mich sehr zu Tränen gerührt.
Diese kleine Diskussion
Zitat:Zitat:Fantaatapong hat Folgendes geschrieben:
Willst Du später einmal dieser Liebe nachtrauern und denken " Warum habe ich es nicht versucht, ich war doch glücklick".
Lebe dein Leben nicht nach der Meinung der Anderen, sonst lebst Du dein Leben im Käfig der Anderen.
Ich finde es traurig, daß Du Dir dein Leben und dein Glück zerstörst, (....)
Zitat:Sorele hat Folgendes geschrieben:
Ja, das finde ich auch sehr traurig.
Doch noch viel trauriger finde ich es, dass andere versuchen, in ihr Leben einzudringen und somit ihr Glück auf eine harte Probe stellen.
Zitat:Fantaatapong hat Folgendes geschrieben:
Lebe dein Leben nicht nach der Meinung der Anderen, sonst lebst Du dein Leben im Käfig der Anderen (...)
Zitat:Sorele hat Folgendes geschrieben:
Da hast du vollkommen recht, nur möchte ich in diesem Fall dagegenhalten und die Frage in den Raum werfen, ob sie nicht auch mit ihrer Liebe im Käfig der Anderen gelebt hat?
zwischen dir Sorele und dir liebe/r
Fantaatapong fand ich äußerst faszinierend, zeigt sie doch auf, wie unterschiedlich die Denkensweisen sind. Beides finde ich objektiv gesehen richtig, nur in einem Fall, so denke ich halt, spielt in der Argumentation Erfahrung mit. Erfahrung, die einen fürs spätere Leben vorsichtiger machen lässt.
.... und ja Fantaatapong, du hast recht, ich trauere sehr.
Liebe
Soraya, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es in deiner Gefühlswelt aussehen muss. Es tut mir sehr leid für dich, auch wenn ich jetzt gestehen muss, dass ich deine Geschichte, und nicht nur deine, sondern auch die der anderen, die mir geantwort haben, noch nicht kenne.
Zitat:Wie fühlst du dich heute?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass du dir selber im Weg stehst. Wieso kannst du euch keine Chance geben?
Ihr liebt euch doch?
Damals hast du mich gefragt, wie ich mich fühle und das fand ich unheimlich lieb von dir. Damals wäre ich nicht fähig gewesen, gerade mal irgendwie vernünftig zu reagieren. Doch heute, so hoffe ich, kann ich es. Heute fühle ich mich leer. Es ist komisch, doch brennt es immer noch in meiner Brust bei jedem Gedanken an ihn hüpft mein Herz.
In den letzten Tagen hörte ich schon mehrmals, dass ich mir selbst im Wege stehen würde und so wird dies wohl so stimmen?! Dass ich ihn immer noch liebe, ja, das kann ich jetzt aus dem Stegreif behaupten, ob er mich noch so liebt, nachdem ich ihn mit meiner Trennung wirklich schwer verletzt haben muss, kann ich nicht mehr beantworten.