Zitat von Huhu 12:Also, Azurblau, ich finde du philosophierst dir hier das blaue vom Himmel. Deine gewählten Worte in allen Ehren, aber du redest dir den Geliebtenstatus ziemlich blauäugig schön.
Und warum, wenn ich fragen darf? Azurblau muss nicht gleich blauäugig+naiv sein

Meine gewählten Worte sind meine Empfindungen und wie jede Empfindung sehr subjektiv.
Zitat von Huhu 12:Das hört sich eher nach der Jungfrau Maria an, die der Liebe selbst wegen liebt.
Wenn wir soweit ausgraben wollen, dann ja, Marias Liebe war eine reine Liebe......... geleitet jedoch von anderen Motiven.
Ansonsten ist Liebe (auch da meine subjektive Empfindung) ein Gefühl, was mir gehört........ mir und keinem anderem!
Zitat von Huhu 12:Wenn es doch aber wirklich so selbstlose Liebe wäre, würde man doch auf den Mann ganz verzichten und sagen, Schatz, ich möchte, dass du glücklich bist mit deiner Familie in der Ehe. Ich verzichte ganz auf dich und trage dich in meinem Herzen weiter. Du bist mir ein ehrendes Gedenken und ich wünsche uns allen Frieden. Somit gehen wir in den Weltfrieden über.
Liebe Huhu, vielleicht liegt unser "vorbeireden" in der Defination? Denn von selbstloser Liebe war nicht die Rede!
Gewisse Bedingungslosigkeit ist in Fällen einer glücklichen Geliebten vorhanden, aber keineswegs selbstlos.
Bedingungslos, weil man die Rahmen viel weiter steckt..... diese enden nicht vor dem Altar.
Das wäre dann zum Beispiel von Dir angesprochenes " Ich verzichte ganz auf dich und trage dich in meinem Herzen weiter."
Ich denke und weiß, dass man jemanden lieben kann, der nicht hier und jetzt bei mir ist (aus welchen Gründen auch immer) Denn die Liebe, die trägt man doch in sich, oder?
Ich denke, dass eine unglückliche Geliebte steckt so einer Liebe bestimmte Rahmen, fest verbunden an eigenen Vorstellungen und Wünschen, die anders als die des Gegenparts sind...... damit fängt ja das Unglück an. Sowie das Warten und Hoffen...... und Selbstverletzungen, die man nicht bei dem Anderen suchen sollte.
Kann es denn funktionieren, wenn die Taten ein bedingungsloses Verhalten aufzeigen, die dem eigenen Sein nicht entsprechen? Denn genau das ist dann selbstlos!
Zitat von Huhu 12:Ich war noch nie Geliebte, aber ich wäre da niemals so grosszügig und Würde meinen Geliebten einen amourösen Kontakt zu gestehen. Bei mir würde es nur das Exklusivitätsrecht geben, und das bevor ich mich auf irgendetwas einlassen würde.
Auch hier denke ich etwas anders, wenn Du nichts dagegen hast.
Warum meinst Du wäre in einer Geliebtenbeziehung das Exklusivrecht nicht möglich?
Weil die Gesellschaft so sehen will?
Außerdem, wer kann jemanden anderen die Exklusivität nachempfinden oder gar aberkennen?
Hat die Ehefrau diese, nur weil er abends immer den Weg nach Hause findet?
Zitat von Huhu 12: Da habe ich zu viel Eigenliebe und Egoismus, als dass ich in dem Punkt teilen würde. Und wie kann ein Mensch überhaupt zwei Menschen gleichzeitig Lieben und begehren? Da fängt doch die Lüge schon an. Einer, Ehepartner oder Geliebte/r wird von Anfang an belogen.
Ist nicht verkehrt, liebe Huhu

....... Selbstliebe und auch gesunder Egoismus!
Das mit dem zwei Menschen lieben würde ich jedoch nicht als Lüge bezeichnen, sondern als unterschiedliche Auffassung von Liebe, die so oder so viele Nuancen hat.
Wenn Du mich fragst, bin ich auch ein Einlieb

, kann aber durchaus vorstellen, dass es Menschen gibt, die das so können.
Und Lüge fängt ganz sicher nicht damit an, sondern weil einer dieser (geliebten) Menschen belogen und hintergangen wird. In dem Moment, wo der eine, der geliebt wird auch gleichzeitig betrogen wird (in den meisten Fällen die Ehefrau), frage ich mich auch, wo die Liebe da zu suchen wäre.
Vielleicht hat das aber auch was mit dem Gewissen zu tun? Die einen haben es, die anderen haben es versteckt?
Oder recht und unrecht ins sein oder nicht sein verwandelt?
Ich hoffe, ich konnte Dir nun meine Gedankengänge etwas näher bringen?
Lieben Gruß - azurblau