Um was es hier geht? Um meine eigene Geschichte und meine eigenen Entscheidungen. Natürlich bin ich verletzt, ich bin zutiefst in meinem Grundvertrauen gestort und muss erstmal wieder zu mir selbst finden.
Und ich möchte meinem Mann und mir die Möglichkeit geben das ganze zu bewältigen und zu verarbeiten. Ich möchte gerne im Rahmen einer Therapie herausfinden wie es dazu kam und was wir beide dazu beigetragen haben. Dabei geht es mir nicht um schuld sondern darum was wir für die Zukunft anders machen können, wie wir daraus lernen können. Der Betrug ist ein Produkt aus etwas was wir gemeinsam gebacken haben. Und dies soll keine. Entschuldigung sein. Betrug geht für mich gar nicht... aber dieser Mann ist total verändert und ich möchte ihm die Möglichkeit geben wieder zu sich zu finden. Völlig egal ob wir dabei wieder zueinander finden. Er ist der Vater meiner Kinder und ich weiss das er sie liebt. Mehr als alles andere was ihm wichtig ist. Und auch wenn er das in der Vergangenheit nun nicht mehr gezeigt hat, so zeigt mir das Verhalten der Kinder das auch sie sich erinnern wie herzlich er mal war. Er war ein großartiger Papa, mit vielen bunten facetten. Sie haben unheimlich viel von ihm gelernt. Dieser Mensch kann nicht gänzlich verschwunden sein. Vielleicht ist das naiv; aber hoffen darf ich glaube ich noch.
Die Affäre ist seit Samstag beendet und es besteht aktuell auch kein Kontakt. Und: nein ich habe es nicht kontrolliert. Ich dürfte sein Handy nehmen, tue es aber nicht.
Ich bleibe bei mir und schaue was mir gut tut.
Morgen geht es raus in den Garten. Die Blumen wollen gepflegt und der Rasen gemäht werden. Meine Mädels bauen unheimlich gerne Zelte aus Ästen. Die dekorieren wir dann zum ersten Mai mit blumen. Das wird ihr Projekt

Da ich mit dem Handy das Zitieren nicht hinbekomme ist es schwierig auf alle fragen zu antworten. Entschuldige. Welche genau ist noch offen?
Der Psychologe sagt das die Kinder nicht auffällig reagieren und im Rahmen einer normalen Traurigkeit wie ein Kind es zeigt reagieren. Sie zeigen keine Wut, Aggression, ziehen sich nicht zurück, lieben Gesellschaft, Schule klappt und einnässen tun sie auch nicht.
Das einzige was mir als Mama auffällt (und ich beobachte viel und gerne) das sie öfter meine Nähe suchen. Kuscheln, erzählen und wenn Besuch kommt, fragen sie mich oft ob ich bleibe oder auch wie Papa noch gehe. Sie sind sehr auf mich fixiert. Das ist ja aber auch kein Wunder.
Ich habe Ihnen in den letzten 3 Jahren verschiedene Bezugspersonen geschaffen, die jede einzelne sehr individuell ist und den Kindern zur Seite steht. Auf diese Menschen können sie sich sehr gut verlassen und ich mich auch. Das tut Ihnen und mir gut. Wir merken alle drei das wir nie alleine sind.