BieneMaja1593
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ich bin nicht sicher ob dies ein guter Weg ist, jedoch suche ich verzweifelt nach Möglichkeiten irgendwie wieder klar denken zu können.
Ich bin 35 Jahre alt und bereits seit 20 Jahren in einer festen Partnerschaft. In dieser Zeit haben wir natürlich viel gemeinsam erlebt, sind erwachsen geworden, haben uns ein Leben aufgebaut. So ziemlich alles was man sich nur denken kann. Ausbildung, Job, Karriere, Hausbau. vor 3 Jahren haben wir uns einen Hund angeschafft. Heute denke ich, dies war ein verzweifelter Versuch wieder etwas gemeinsames zu finden. Wir haben uns verloren, gemeinsame Interessen wichen immer mehr dem Alltag.
Vor knapp 4 Jahren traff ich einen ehemaligen Arbeitskollegen wieder. Es dauerte nicht lange bis wir uns ineinander verliebten und uns dann auch wir uns ein gemeinsames Leben aufbauten. Nicht so einfach wie ich es kannte, sondern wirklich sehr mühseelig, langsam. Stück für Stück.
Neben meinem eigentlichen Partner.
Seit knapp 3 Jahren habe ich nicht ein Wochenende in meinem eigentlich Zuhause verbracht, keinen einzigen freien Tag, kein Weihnachten, kein Geburtstag. Meine Ausrede "ich bin bei Freundinnen".
Sonntag war es dann soweit, dass die beiden aufeinander trafen. Keiner von beiden wusste etwas von dem anderen.
Der Schock und das Drama war / ist auf allen Seiten groß.
Ich fühle mich wie ein Stück Dreck und kann einfach keinen einzigen klaren Gedanken finden. Am liebsten würde ich einfach verschwinden und es so für alle leichter machen.
Mein Ursprungspartner gehört zu den wenigen wirklich wichtigen Menschen in meinem Leben. Er ist nicht einfach nur mein Partner, er ist Familie. Meiner Affäre gehört mein Herz. Wir hatten es nicht immer leicht, haben viele Päckchen unterschiedlicher Natur mitgebracht, aber es war schön zu sehen wie wir aneinander wachsen.
Meine "Affäre" hasst mich - verständlicher weise. Er will nie wieder auch nur ein Wort mit mir wechseln. Und ich verstehe ihn.
Mein Partner möchte uns nicht aufgeben. An der Beziehung arbeiten. Alles wieder hinkriegen.
Und ich? Ich kann einfach nicht mehr und fühle mich zu Recht so widerlich, schäbig, ekelhaft.
Wie konnte ich das tun? So lange? Warum habe ich mich einfach nicht getraut eine Entscheidung zu treffen? Und was tue ich nun?
Wie geschildert, haben wir ein gemeinsames Haus. Einen Hund. Heute früh schrie er mich an, dass ich ihm nicht auch noch sein Zuhause nehmen kann, denn er alleine kann das Haus nicht behalten. Einen Verkauf möchte er natürlich nicht.
Ich kann einfach nicht mehr.
Verzeih meine wirren Worte.