Liebe @BieneMaja1593, jetzt mal abgesehen von der krassen Situation, die du heraufbeschworen hast. Mir wird schwindelig, wie sehr du innerlich -aus Schuldgefühlen, aus Angst vor dem Alleinsein, Bequemlichkeit?- mit dir kämpfst, dich wieder in eine Beziehung einzufinden, die dich nicht glücklich macht. Wenn aus Liebe Freundschaft wird -was in diesen vom Kindergarten ins Bett Beziehungen nicht so selten ist- kann auch kein Paartherapeut die Liebe wie durch Zauberhand wieder anknipsen. Schau dir selbst an, wie klar du geschrieben hast:
Zitat von BieneMaja1593: Mein Ursprungspartner gehört zu den wenigen wirklich wichtigen Menschen in meinem Leben. Er ist nicht einfach nur mein Partner, er ist Familie. Meiner Affäre gehört mein Herz.
Ihr habt 20 Jahre miteinander verbracht. Kennt jeden Winkel eurer sonst gut versteckten Macken, könnt Reaktionen voraussehen, kennt euch in- und auswendig. Aber die Liebe ist weg. Und war wohl auch schon ein paar Jahre nicht mehr sonderlich aufregend, eher seicht. Sonst wären deine Abwesenheiten bei deinen angeblichen Freundinnen schon sehr lange zur Sprache gekommen. Weil du gefehlt hättest. Hast du aber nicht. Dir hat die gemeinsame Zeit offensichtlich auch nicht gefehlt.
Zitat von BieneMaja1593: Mein Herz sagte mir "geh", mein Kopf sagt "du kannst jetzt nicht auch noch das Leben von Mann 1 zerstören und gehen."
Zitat von BieneMaja1593: Und ja, ich habe Angst. Ich war nie "alleine", ich weiß einfach nicht wie es ist aber ich weiß wie man sich einsam fühlt.
Das sind keine guten Motive, um in einer Beziehung zu bleiben. Dein Ursprungspartner ist traurig. Verständlicherweise. Verletzt. Wütend. Und hat auch, genau wie du, sicher Angst vor dem Alleinsein. Vielleicht ist jetzt für euch beide der Zeitpunkt gekommen, erwachsen zu sein und so zu handeln. Jeder für sich. Zwei ertrinkende, die sich aneinander klammern, konnten sich noch nie gegenseitig retten. Die ziehen sich runter und ertrinken. Beide. Schau, dass du den Kopf wieder über Wasser bekommst. Allein. Für dich.