Ente
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Und ja es hat sich etwas geändert. Er lungert nicht auf der Couch, er schmeißt den Haushalt, mäht den Rasen, kümmert sich um anfallenden Reparaturen und geht mehr als respektvoll und rücksichtsvoll mit mir um. Möchte ich Abstand, nimmt er den ein. Möchte ich reden, steht er parat. Morgens stellt er mir einen Kaffee ans Bett. Wenn ich die letzten 1,5 Jahre wegstreichen würde, dann wäre er genauso wie früher.
Nur streiche ich eben nichts weg, rudere nicht zurück. Mein Statement von Sonntag habe ich Montagabend sogar nochmal verschärft.
Er kommt mit zur Therapie und sucht sich aktuell auch einen eigenen Platz. Er öffnet sich und erklärt im Detail wie er sich fühlt. Er spricht, interessiert sich für all das was hier am Tag ohne ihn stattfindet. Daran glauben das es so bleibt? Das kann ich nicht. Es wäre fahrlässig anzunehmen das es so bleibt.
Und natürlich habe ich auch Angst das er wieder zu ihr fährt. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht bei einem zukünftigen Streit.
Das Vertrauen ist dahin.
Vorwürfe von seiner Seite gibt es überhaupt keine mehr. Im Gegenteil er hat sich selbst ziemlich kritisiert und mal auf den Tisch gebracht was er falsch gemacht hat.
Daran glauben dass das ehrlich war? Tue ich auch nicht.
Letzten Endes müssen wir unseren Termin bei der ehetherapie abwarten. Wir müssen gemeinsam aufdröseln warum es dazu gekommen ist und was wir BEIDE dazu beigetragen haben. Bis dahin versuche ich für mich, bei mir zu bleiben. Mir Gutes zu tun, Abstand gewinnen und schauen was dem Küken in der Seele der kleinen Ente fehlt.
Glaubt mir bitte wenn ich euch sage das ich ganz nah bei mir bin. Nicht bei ihm. Ich kümmere mich nicht um ihn. Ich renne ihm nicht hinterher oder buhle um seine Anerkennung. Das hat die Ente letzte Woche noch gemacht. Gemacht, bevor ihr mir den Schnabel gestutzt habt. Und doch bleibt da eben die Liebe in mir und diese verdammte schei.ss Hoffnung die ich selbst gerne im Keim ersticken möchte.

