Ich weiß ja was ihr meint und würde ich eine Freundin in meiner Situation haben, dann würde ich ihr die gleichen Ratschläge geben.
Ich weiß auch das die Kontrolle nicht richtig ist. Aber irgendwie ist es mein kleiner Zipfel an dem ich mich festhalte und der mich warnen kann etwas frühzeitig zu merken. Dass das Illusion ist, das merke ich selbst.
Nunmehr liege ich in meinem Bettchen und bin am weinen. Ich habe mit ihm das Gespräch gesucht und ihm gesagt das ich nach 1,5 Jahren doch durchaus den Anspruch erheben darf, das er sich in gewissen Dingen (zB wa) ein wenig einschränkt. Als Antwort bekam ich, das ich doch einfach weniger bei ihm gucken solle weil ich dann auch nicht die Gedanken hätte das er wieder mit ihr schreibt. Nach seiner langen Zeit des Betruges sehe ich hier eine rotzfreche Antwort die null empathisch ist.
Ich möchte auch nicht täglich mit ihm über diese Probleme reden. Ich möchte ebenfalls Ruhe reinbekommen. Es war heute beim Abendbrot so schön mit den Kindern am Tisch Kommando Pimperle zu spielen. Wir alle haben viel gelacht und es war so losgelöst. Dennoch bleibt die Situation bestehen. Ich wache morgens auf und mir ist schlecht. Die Nächte liege ich öfter wach, Träume schlecht, habe Angst was da auf mich zukommt. Angst die Kontrolle über das Leben von uns drei Mädels zu verlieren. ich habe das Gefühl das alles zur Zeit an einem so seidenen Faden hängt (was es ja auch tut, wenns nicht eh schon runtergefallen ist)...
Mir fehlt die Verlässlichkeit und jaaaaa nur ich selbst kann sie mir und meinen Kindern geben. Das spüre ich auch. Ich spüre eigentlich diese Sicherheit die nur in mir selbst ruht. Sie ist da. Aber einfach viel zu klein

ich muss lernen ihr mehr Bedeutung und Raum zu geben. Mein Gott, ich weiß so sehr wer ich bin und was ich kann. Und ich habe die ganzen letzten 1,5 Jahre das Ding hier zuhause geschmissen. Wäre mein Mann weg hätte ich weniger Wäsche, weniger kochen, weniger Gemoser, weniger Gelüge aber ich hätte auch nicht die Augen in die ich so gerne schaue, die Hände die hier so viel bewegt haben, die Worte und Taten die mich unterstützt haben als ich selbst schwach war und auch nicht mehr den Mann der mich beim weinen zum Lachen bringen kann.
Jaaaaa, all das hat er die letzten Jahre kaum bis gar nicht für mich getan. Aber all die 12 Jahre vorher. Die genannten Gründe sind die warum ich ihn geheiratet habe. Irgendwie sind die Eigenschaften noch nicht beerdigt, ich konnte mich noch nicht von ihnen verabschieden.
Aber ich bin auch zutiefst verletzt. Lügen, Betrügen, um die Wahrheit betteln, sie nicht erfahren, selbst die Wahrheit rausfinden, Erniedrigung, weinenden Kinder, alleinige Verantwortung. Er hat uns hier für die Frau alleine gelassen. Sie war bei Zeiten wichtiger als wir, als ich. An Silvester. Ich stand an Silvester alleine da und habe die Raketen beobachtet. Und ich dachte dennoch: Entchen, dein Jahr. Deins! Mach was draus.
Stark bin ich. Und auch taff. Gefühlt sind mir gerade beide Flügel und Beine gebrochen worden. Ihr mit euren Beiträgen signiert meinen Gips.
Ente mit Gips. Unter Tränen lache ich.
Das Leben geht weiter. Ganz sicher. Ich brauche nur Zeit und den Weg zu mir selbst!