Zitat von Ente:Er fehlt mir. Weiterhin. Mein alter Mann. Nicht der jetzige. Von meinem alten Mann will ich nicht loslassen. Und doch muss ich es.
Gibt es Rituale die man machen kann? Um Abschied zu nehmen?
@Ente
du hast vorher nur eine Seite deines Mannes zu sehen bekommen - er ist aber beide Seiten, die machen ihn zum Gesamtpaket, so wirst du ihn jetzt immer sehen können. Mal überwiegt die helle, mal die dunkle Seite - im Wechsel.
Solange du den Mann deiner Erinnerung nicht wirklich loslassen willst kannst du 1000 Loslass-Rituale machen, die werden dir nichts bringen. Deine Kontrollsucht und Verlustangst verhindert jegliche Annäherung und beide sind schon für sich allein völlig selbstzerstörerisch und Beziehungskiller.
Beide kontrolliert ihr euch, kein Vertrauen auf beiden Seiten und das kann auch nicht wieder entstehen solange ihr euch gegenseitig so zerfleischt.
Dein Mann wird nicht reden wollen weil er sich vor deiner "Zerstückelung" fürchtet, da schweigt er lieber aus Selbstschutz, denn er weiss, dass du jedes Wort zerpflückst und ihm eh nichts mehr glauben kannst, jetzt erst recht nicht mehr, denn Vertrauen war schon eh nur sehr spärlich vorhanden. Solange ihr euch aus verletzter Kinderstube heraus begegnet wird es keinerlei Veränderung geben, diese ist erst möglich wenn ihr euch auf die Erwachsenen-Ebene begeben könnt und von da aus nach konstruktiven Lösungen sucht.
Männer wollen handeln, Frauen wollen reden - d.h. du musst ihm die (mögliche) Lösung schon anbieten, vorschlagen wie ihr vorgehen und was ihr beide machen, ändern wollt/müsst-ganz konkrete Angaben machen.
Meiner Ansicht nach ist das euch aber überhaupt noch nicht möglich.
Der geplante Urlaub ist sinnvoll, damit ihr erstmal richtigen räumlichen Abstand bekommt
und ihr aus der "Tretmühle" herauskommt.
Wenn das so weitergeht wie bisher macht ihr das bischen Respekt, was vom Anderen vielleicht noch vorhanden ist, endgültig kaputt. Dann gibt es nichts mehr zu kitten weil die Risse zu groß geworden sind. Du machst es ihm leicht sich für die Andere zu entscheiden, zeigst ihm voll immer wieder deine "Schattenseiten" , die aus Angst bestehen. Er ist jetzt nicht in der Lage dich zu retten aus dieser Angst, dass ist auch unmöglich. Nur du selbst kannst das für dich tun.
Wie du hier schon selbst dein Mantra benannt hast : Der Weg geht durch die Angst hindurch !
Bedeutet : Gehe über deine kindlichen Ängste hinaus, nutze deine Erfahrungen, die du als Erwachsene schon gemacht hast, und lebe selbst das, was du deinen Kindern mit auf ihren Lebensweg mitgeben willst. Sei ihnen auch real Vorbild, nicht nur mit Worten, erst Taten werden ihnen den Weg zeigen und sie überzeugen.