Zitat von daze:Die eigentlichen Opfer dieser Beziehungskrisen sind die Borderliner selbst. Wir Ex- Partner müssen uns ja "nur" von ihnen lösen können, was sicher schwer genug ist.
Aber sie müssen permanent damit leben, hilflos der eigenen, wirren Gefühlswelt ausgesetzt und unfähig Beziehungen und Freundschaften eingehen zu können. Denn das wollte sie wirklich.
Aus dieser Erkenntnis heraus, solltest du nun aber nicht in Mitleid verfallen, und in ihr ein unschuldiges Wesen sehen.
Ja, diese Menschen müssen permanent damit leben, und ja, sie sind Opfer- hilflos der eigenen, wirren Gefühlswelt ausgesetzt/ausgeliefert...aber-wir haben alle unser Päckchen zu tragen. Es gibt keinen Grund das eigene Leben nach hinten zu stellen, um so einem Menschen das Leben zu erleichtern.
Es wird für diese Menschen nämlich nicht leichter, wenn man sich an sie hängt. Borderliner können mit Nähe nicht umgehen...sie stoßen den anderen sofort und energisch zurück. Nähe macht Angst....Angst zu verlieren....Angst verletzt zu werden....
Zitat von daze:Sie hat das Schlussmachen selbst als allergrößte Kränkung überhaupt empfunden und diese dann mit einer Art Abspaltung zu überwinden versucht. Eine Kontaktaufnahme mit mir wäre das letzte gewesen, was sie gewollt hätte.
Zurückweisung führt ja u.a. zu einer Borderline-Störung - klar ist Schlussmachen dann die allergrößte Kränkung. Da es alte Wunden aufreißt, ist die Reaktion sehr massiv. Nein, eine Kontaktaufnahme ist dann nicht mehr erwünscht - oder anders, man muss mit einer heftigen Zurückweisung rechnen, wenn man Kontakt aufnimmt....wie du mir, so ich dir.
Borderliner geben gerne zurück, was man ihnen gab/antat und das in einer extrem heftigen Form. So kann auch das Abbrechen einer Kuchenecke zu heftigen Reaktionen führen.
Ich denke, lieber TE, wenn du einige Zeit verstreichen lässt, wird sie auch wieder ansprechbar sein - NUR, willst du das noch?