Zitat von Kampfschnake: Stattdessen hängst Du Dich an Menschen, die auf dem letzten Loch pfeifen. Hart formuliert. Ich weiß. Und ich setze noch einen drauf. Für mich hat das wenig mit Güte zu tun. Eher mit dem Wunsch nach Macht.
Naja, für meinen Geschmack hat es viel mehr was mit der Haltung zu tun, einem armen suchtkranken Menschen, dem es nicht gut geht, zu helfen oder ihn sogar retten zu wollen. Natürlich kann sich das auch auf andere Problematiken beziehen, die Menschen in eine vermeintlich schwache und hilfsbedürftige Position bringen. Diese Art von funktionalem Altruismus bzw. Coabhängigkeit ist oft eine Strategie, um den eigenen schwachen Selbstwert zu stabilisieren.
Das würde für mein Dafürhalten auch die beständige Beratungsresistenz der TE erklären, da die Strategie sehr wichtig ist, wenn ansonsten keine anderen Möglichkeiten zur Selbstwertstabilisierung gegeben sind.
Darin liegt aber auch die Chance, aus dem Muster auszubrechen: Wenn ich mich erstmal um den eigenen Selbstwert kümmere, brauche ich mittel- bis längerfristig keine anderen Menschen mehr, die ich dazu benutzen kann, um meinen Selbstwert weiter ausreichend hoch zu halten.
Ergo: In dem Moment, in dem ich mein Helfersyndrom ablege, ziehe ich solche hochproblematischen Persönlichkeiten gar nicht mehr an und die Chance, eine gesunde Beziehung führen zu können, steigt erheblich.