Heartbroken88
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ich brauche bitte Anregungen und einen Perspektivenwechsel. Meine Gedanken ziehen mich hinunter.
Ich habe gerade ziemlichen Liebeskummer, ich wurde vor 7 Wochen zum 2. Mal verlassen. Das braucht noch Zeit, bis ich das ganze verarbeite. Mal geht es besser, mal schlechter. Ist eben so in dieser extrem unangenehmen Phase
Ich bin schon 34. Meine Beziehung ging 1,5 Jahre. Ich habe in diese Beziehung (leider) zu große Hoffnungen und wahrscheinlich auch zu viele Erwartungen gesetzt, jetzt ist es endgültig beendet. Ich fand ihn als Mann sehr toll, haben uns super duper toll verstanden (so wie best friends), hatten gleiche Lebensziele (Familie, Kinder) und ich war einfach nur glücklich so einen Menschen kennengelernt zu haben. Ich kann mich noch erinnern, als ich mit einer Freundin im Frühling letzten Jahres auf einer Wiese gesessen bin und von ihm erzählt habe. Ich war so glücklich und dankbar einen Menschen wie ihn gefunden zu haben, dass ich damals sogar angefangen habe zu weinen vor Glück. Natürlich lernt man sich nach einer Zeit besser kennen und ich habe auch seine Schattenseiten entdeckt, die mich jedoch nicht so sonderlich gestört haben, ich bin damit ganz gut klargekommen. Er hat letzten Sommer nach einer Diskussion Schluss gemacht. Sind dann wieder zusammengekommen, nachdem ich ihm nachgelaufen bin (mache ich nie wieder. hat so viel Energie gekostet. oh Gott. ). Und jetzt vor 7 Wochen hat er wieder Schluss gemacht nach einer Diskussion. Soviel zum "tollen" Mann. man kann sich auch mal ziemlich täuschen, wenn man in einer Wolke schwebt. Letztendlich hatte er zu wenig Gefühle für mich, war respektlos und nicht wertschätzend. Das sehe ich bereits alles. War auch ein Prozess.
Womit ich gerade gedanklich ziemlich kämpfe ist folgendes:
Ich habe ein gewisses Alter. Mit 34 geht das Kennenlernen nicht mehr so einfach wie mit 25. Let's face it.
Ich würde gerne - mit dem richtigen Partner - eine Familie gründen. Das ist ein großer Wunsch von mir. Der Partner ist aber weit und breit nicht zu sehen. Vor allem "dauert" das jetzt wieder, bis ich den Liebeskummer überwunden habe und offen bin für was neues. Sorry, aber es nervt alles
Zusätzlich dazu wollte ich einfach auch beruflich mal eine "Pause" einlegen und mich mit Familienplanung auseinandersetzen. Und der großartige Plan war es, dass ich und mein Ex mit Ende des Jahres ein Baby kriegen. Zugegeben, den Plan habe ich mehr gepusht als er, so ehrlich muss ich zu mir selbst auch sein. Aber er wollte es grundsätzlich auch. Tja, der Plan ist dann mal mehr als passé. Ich habe auch richtig genug derzeit von beruflichen Herausforderungen und dem Hamsterrad. Ich habe studiert, habe eine gewisse Karriere hingelegt und habe mir in den letzten Jahren einfach sehnlichst einen Partner gewünscht, mit dem ich eine Familie gründen kann und mich auf eine neue Lebensphase begeben kann. Mir reichts einfach so
Eine Jammerei noch: Online-Dating ist extremst mühsam und macht mir auch keinen Spaß mehr. Heutzutage jemanden anders kennenzulernen ist eher die Seltenheit. Ich versuche bald neue Wege zu gehen (Speeddating, bin einem Verein beigetreten), vielleicht lernt man ja so noch jemanden auf "normalen" Weg kennen.
Alles in allem finde ich ist das Leben mit 34 als Frau mit Liebeskummer alles andere als lustig. Klar gibt es noch viel schlimmeres, aber für mich persönlich ist das gerade echt echt mies und ich weiß nicht, wie ich aus diesen Gedanken rauskomme und sie anders bewerten kann.
Vielen Dank für eure Ratschläge