Zitat von BernhardQXY:@BernhardQXY Kurz OT Wenn Umfragen ergeben, dass ca. 50% der Beziehungen mit einer Affäre belastt werden, frage ich mich nach der realen Zahl, da ich fürchte, dass nicht jeder seine Ausflüge zugibt, nicht jeder von Ausflügen weiß. Das würde den Anteil noch weiter hochtreiben. Und ich glaube nicht, dass das ...
Die Häufigkeit von Fremdgehen und Affären wird hier in dem Forum wie ich finde massiv überschätzt. Ist vielleicht der Bubble Effekt.
Lt. Statisktika sind es gerade mal um die 30%, die fremdgehen. Anderswo wird eine Dunkelziffer angenommen und die tatsächliche Zahl auf um die 40% geschätzt.
Wobei Frauen entgegen früherer Annahmen etwas häufiger fremdgehen als Männer.
Affären kommen lt. Presseportal 27.10.2020 nur selten vor, also nur in 6% der Fälle.
Etwa gleichauf liegen die Geschlechter dagegen bei Affären, also wiederholtem Fremdgehen mit derselben Person (jeweils 6 Prozent) und bei mehrfachem Fremdgehen mit verschiedenen Personen (Frauen: 7 Prozent, Männer: 10 Prozent).
Das deckt sich auch mit meiner persönlichen Wahrnehmung. In meinem engeren Freundeskreis (ca. 10 Personen) gibt es keine einzige Scheidung. Mir ist auch kein Fall bekannt, dass einer meiner Freunde fremdgegangen ist (ok, das würde man vielleicht auch nicht rumerzählen).
Im "Freundeskreis" meiner Frau sieht es anders aus, aber da haben sich eben auch die richtigen bewußt zusammengefunden.
Aber auch im Familien- oder erweiterten Freundeskreis hört man wenig von Fremdgehen.
Man muss sich ja auch vor Augen halten, dass über die Fremdgeher (ja wir wohnen in einer Vorstadt, quasi auf dem Dorf in Großstadtnähe wo man sich noch kennt) gerne getratscht wird, aber die 15 andere, bei denen nichts passiert, redet man eben nicht.
Es gibt auch "nur" ca. 30% Scheidungen, und es gibt ja auch viele Scheidungen, wo es kein Fremdgehen gab (einfach zu schnell geheiretet und gemerkt, das passt doch nicht / Suchterkrankungen (Alk., Spielsucht) / Gewalt in der Ehe / Kinderlosigkeit oder andere Dinge, die sich eben nicht so entwickelt haben wie erhofft).
Andererseits gibt es natürlich auch, wo verziehen wird (wobei ich allerdings glaube, dass die 16%, wo widerholtes Fremdgehen oder Affären passiert sind, in 95% der Fälle (aber nicht 100%!) zu Scheidungen führen. (davon vielleicht 1%, die es schaffen auch langfristige Affären geheim zu halten (halte ich aber kaum für möglich) und 4% verzeihen).
Summa Summarum könnte man jetzt rechnen (rein fiktiv):
16% Wiederholtes Fremdgehen oder Affären, davon in 95% der Fälle Scheidung: 15%
Dazu noch 15% Seitensprünge, die in der Hälfte der Fälle verziehen oder gar nicht gebeichtet/aufgedeckt werden: 7,5%
Dann noch ca. 10%, bei denen es zu Scheidungen ohne Fremdgehen kommt 10%
Macht insgesamt 32,5% Scheidungen, was ziemlich genau mit der realen Zahl hinkommt.