Zitat von hahawi:ein partner verliebt sich fremd und gibt die Verantwortung für das Scheitern an den anderen ab.
Hier muss ich widersprechen. In einer wirklich guten Beziehung, in der beide sich emotional nahe sind, verliebt sich keiner fremd. Wenn das passiert, hat in der Beziehung was gefehlt oder nicht gestimmt. Und daran hat der andere einen Anteil. Für den Zustand der Beziehung sind beide verantwortlich.
Was ich sogar tröstlich finde, denn es gibt dem Paar immerhin die Möglichkeit, zu identifizieren, was da fehlte und daran zu arbeiten.
Die EF meines AM ist ja der Meinung, ihre Ehe war immer toll und ich sei alleine Schuld, weil ich ihren Mann verführt habe. Mag ihr ja kurzfristig helfen, aber was, wenn die nächste kommt und ihren Mann verführen will, der offenbar trotz toller Ehe dazu ja sagt? Wäre es nicht hilfreicher, herauszufinden, was ihm gefehlt hat (oder auch ihr), das, wenn möglich, zu beheben, und eine Ehe zu führen, in der sich beide wohl fühlen?
Allerdings ist dieses Identifizieren, was nicht stimmt, gar nicht so einfach. Manches mag offensichtlich sein, anderes schlummert tiefer. Und wenn da ein anderer kommt, vergleicht frau. Das, was bei diesem Vergleich im Verliebtheitszustand als Makel am eigenen Partner erscheint, kann, muss aber nicht, das sein, was tatsächlich fehlt. Und in dem Moment, da hast du recht, schaut man nicht wirklich auf die eigenen Anteile.
Ich frage mich gerade, was Carli tun könnte. Wenn sie tatsächlich verliebt ist. Um eine körperliche Affäre zu verhindern. Ich weiß es nicht. Vielleicht die Folgen aufzeigen?