Zitat von Mr_J_18:Ich glaube, dass aktuell in unserer Beziehung jeder weiß woran er ist. Die Zukunft und wie es weitergehen soll ist das große Problem. Und dafür versuche ich hier aktuell den für mich akzeptabelsten weg zu finden. Und wenn es den nicht gibt, dann soll es eben so sein.
@Mr_J_18, eine Ehe sollte auf festen Füßen stehen, mit zueinander stehen, Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit,
nichts tun was den LP weh tut oder gar schadet, Loyalität, für einander einstehen, einen freundlichen liebevollen
Umgang miteinander und mit den Kindern und gleichzeitig auch der Verantwortung für Ehe und Familie gerecht
zu werden.
Meinen Respekt wie du bisher mit der nicht einfachen Situation bisher umgegangen bist. Niemand kann dir hier
sagen ob deine EF die Wahrheit sagt. Das kann sein - wie von ihr behauptet - , dass es in der ganzen, langen Zeit
keine körperliche Annäherung zwischen ihr und dem AK gegeben hat, wahrscheinlich ist das jedoch eher nicht.
Dazu gibt es zumindest Anhaltspunkte:
-warum war im Messenger bis auf die letzten Post´s alles gelöscht
-wenn es ganz harmlos war, warum hatte sie dir alles verschwiegen
-wer vom Seelenverwandten - ich halte eine solche Erhöhung für problematisch - spricht, verspürt zumindest
eine sehr starke Bindung zum AK
-sie hat sich aus der Ehe entfernt und Gefühle für den AK abgezogen
-sie riskiert ihre Ehe und Familie mit Kindern vor die Wand zu fahren (Verhalten)
-sie hat zumindest gefühlsmäßig ein Doppelleben über sehr viele Monate hinweg geführt
-ihr verschweigen ist eine Form der Unehrlichkeit
-sie hat dein Vertrauen missbraucht
-echte Reue und Entschuldigung hat es bislang nicht gegeben
-unabhängig davon ob körperlich oder nicht, ist sie ihrer Verantwortung für die Ehe und ihrer mit dir gegründeten
Familie nicht, oder nur bedingt, gerecht geworden.
Diese Anhaltspunkte sollten für dich bei der Gesamtbetrachtung, Einschätzung bei der Findung welchen Weg
du nun gehen möchtest zumindest bedacht werden. Natürlich ist es richtig, soweit möglich und sinnvoll, eine
Ehe mit Kindern als vollständige Familie unter einem Dach, möglichst wieder auf feste Füße zu stellen. Das
kann jedoch nur gelingen, wenn beide LP das wirklich wollen und kein 3. im Spiel ist.
Ein Endlieben, wenn sie mit dem AK weiter eng zusammen arbeitet, er ein Seelenverwandter ist und ihre
Gefühle auch nach rund 1,5 Jahren nicht abgeflacht sind, dürfte wohl - wird immer wieder neu befeuert - eher
kaum möglich sein. Und damit würde das auch zukünftig eine Gratwanderung sein. Das sind keine guten
Voraussetzungen, da du vermutlich ständig ein mulmiges Gefühl haben wirst, dadurch die Ehe zunehmend
toxisch werden kann und es dann nur eine Frage der Zeit ist bis die Ehe zerbricht.
Klar kann sich das auch anders, positiver, entwickeln. Deine EF hat ja benannt, warum sie dich und eure
Familie nicht aufgeben möchte. Mir wäre das auf die Zukunft gesehen zu wenig. Ohne dass einer von beiden,
sie oder AK, den Arbeitsplatz komplett wechselt und keinerlei Kontakt mehr - Offenheit wichtig - zukünftig
mehr besteht, ohne klares Bekenntnis zu dir und eurer Familie und ohne noch ausreichende Gefühle fürein-
ander, halte ich es für nicht wirklich sinnvoll an der Ehe mit ihr festzuhalten.
Vielleicht kann es helfen, da dann die Richtung klarer wird, mit ihr eine mögliche Trennung - da du in dieser
Schwebe nicht dauerhaft bleiben möchtest - und deren wahrscheinliche Auswirkungen, auch auf die Kinder,
das dann haben wird, anzusprechen. Das Signal an sie: Es wird jetzt ernst, die Ehe und Familie steht jetzt
auf dem Spiel. An ihrem Verhalten kannst du dann ablesen, was ihr tatsächlich wichtiger ist.
Es ist bei dir fraglos eine schwierige Situation. Welchen Weg du gehen möchtest, musst du selbst entscheiden.
Mein Rat ist, verbleibe nicht zu lange in dieser zermürbenden, unguten Situation. Ich wünsche dir alles Gute und
einen klaren, kühlen Kopf die Dinge zu sehen wie sie tatsächlich sind und für dich dann die richtigen Entschei-
dungen zu treffen.