Urmel_
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Zitat von Engerling:ÄNDERN WOLLEN: und ob sich der Partner sich erfolgreich ändern lässt, hängt vor allem von seinem Charakter ab. Kompromissbereite Menschen sind Kritik gegenüber offener als Sturköpfe. Und der Ton macht die Musik, mit Vorwürfen kommst dann nicht weit.
Naja, gesetzt ist ja, dass man andere Menschen nicht verändern kann, sowas kann nur der jeweilige Mensch selber.
In diesem Kontext ist "einen Partner durch Konsequenz mit seinen Handlungen konfrontieren", ihn also auf eine gewisse Art und Weise zu erziehen, von mir als mentalen Ursprung für den TE gemeint. Seine Handlungen. Seiner Denkweise. Weil, wie oben geschrieben, Du kannst keinen anderen Menschen ändern.
Pradox?
Nicht so, wie ich es meine. Denn entscheidend ist doch nur die Handlunsgweise des TEs. Ob seine Frau dadurch an sich selber arbeiten kann und will, ist völlig offen. Aber durch die Konfrontation mit Kosequenzen durch den TE hat die Frau des TEs ja überhaupt erstmal die Chance, an sich zu arbeiten. Macht der TE nichts und belohnt schlechtes Verhalten mit positivem Invest, dann besteht ja gar keine Notwendigkeit für seine Frau, an sich arbeiten zu müssen.
Aber der TE will ja eine Änderung und die bekommt er nur, wenn er etwas macht, was Eltern mit Kindern machen, also den Menschen mit den Konsequenzen seiner Handlungen zu konfrontieren. Zu erziehen. Ob diese Erziehung fruchtet, steht auf einem ganz anderen Blatt. ABer er hat zumindest eine Chance. Weit mehr eine Chance, als einem verzogenen Kind mit einem Lutscher zu belohnen, weil es verzogen ist. Da wird sich nämlich gar nix ändern.
Und die Frau ist frei, für sich selber zu entscheiden. Und die basis ist die Konsequenz des TEs. Und angesichts der Respektlosigkeit, die Tatsache, dass seine Frau ihn nicht ernst nimmt, fehlt in seinem Handeln seit langer Zeit der Mut, die Frau mit Konsequenz zu konfrontieren. Er hat Angst und schiebt aus Angst vor Streit die erzieherischen Maßnahmen, wenn man es so nennen mag, vor sich her. Denn er weiß genau, wie auch bei einem Kind, dass das Geschrei sehr lange sehr laut sein wird, wenn man ganz spät anfängt, falsches Verhalten zu sanktionieren.
Und der Groschen, der noch fallen muss ist, dass es dazu keine Alternative gibt. Und warum der nicht fällt ist nicht rational, sondern emotional, weil er Angst vor seinen eigenen Taten hat, die Konsequenzen bedeuten. Und genau aus diesem Grund, weil er Angst vor seinen eigenen taten hat, findet ihn seine Frau auch nicht mehr anziehend und ist respektlos. Und das ist eine emotionale Geschichte. Und dann kommt der Klassiker, dass man Gefühle (Respektlosigkeit) verhandeln will, weil das Wissen fehlt, dass es auf der emotionalen Ebene in der Frau verankert ist und nicht durch Worte (rational) sondern durch Konsequenzen (emotional, weil der TE, der harte Linie fährt, in ihr Unsicherheit und Angst auslöst, vielleicht) angegangen werden muss.