Shaadii2550
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Nach einiger Zeit der Aufarbeitung, bin ich zu der Affäre gefahren und habe ihn zur Rede gestellt. Zufällig hat meine Frau zeitgleich angerufen und war am Telefon, als ich mit der Affäre sprach. Das heißt meine Frau konnte alles mithören.
Ihre Affäre sagte mir, dass er sie nicht liebt und dass sie auch sieben Jahre zu alt für ihn sei. Außerdem sei er verheiratet und habe Kinder. Er möchte nicht gefährden, dass er seine Familie verliert. Er möchte von ihr in Ruhe gelassen werden. Er könne nichts dafür, dass meine Frau sich in ihn verliebt hat. Er jedenfalls liebt sie nicht.
Das alles konnte meine Frau mithören.
Obwohl ihre Affäre klartext gesprochen hat, vergleiche ich mich dennoch mit ihm.
Es tut so weh. Ich habe meine Frau als Jungfrau geheiratet. Ich war ihr erster Mann. Und jetzt hat sie eine Erfahrung mit einem anderen Mann gemacht. Das hätte ich niemals gedacht, dass sie das tut.
Ich stelle mir oft die Frage, wie es soweit kommen konnte. Dabei musste ich mir eingestehen, dass ich kein vorzeige Ehemann war. Ich habe viel gearbeitet und sie nicht mehr als Frau gesehen. Ich habe sie vernachlässigt. Dabei muss man auch noch sagen, dass sie nicht viel im Leben hatte außer den Haushalt und zwei drei Freunde. Sie ist nicht wirklich integriert und hat auch keine Hobbys. Eine Lebensperspektive ist auch nicht vorhanden. Und dann hatte sie auch noch mich, der nach Hause kam und gemeckert hat, weil der Haushalt nicht gemacht wurde.
Worauf ich hinaus will? Ich erkenne, dass ich eine Teilschuld daran habe dass sie sich von mir emotional distanziert hat. Sie hat sich bei ihrer Affäre ausgeheult und er hat ihr zugehört. Sie wird gespürt haben, dass er sie als Frau wahr nimmt und er hat ihr auch viel Aufmerksamkeit gegeben die sie leider von mir nicht bekommen hat.
Ich bin sehr enttäuscht von mir selbst, dass ich das alles nicht gesehen habe und dass ich in dieser Zeit nicht für meine Frau da war. Ich habe leider als Ehemann versagt. Ich hätte das alles sehen müssen und mehr für meine Frau da sein müssen.
Ich vergleiche mich mit der Affäre und denke jetzt, dass ich die zweite Wahl bin, und sie nur mit mir lebt, weil ich ihr Sicherheit biete. Mein Selbstwertgefühl leidet deshalb sehr unter dieser Situation.
Sie behauptet, sie liebt mich. Trotzdem könne sie mir jetzt keine Nähe geben.
Sie sagt, dass ich ihr wichtiger sei als die Affäre. Aber ich habe den Glauben an ihre Liebe verloren und fühle mich derzeit nicht wirklich wertgeschätzt.
Vielleicht vergleicht sie mich mit ihrer Affäre. Das wäre nicht fair, wenn sie das täte. Eine Affäre hat nämlich immer mit Aufregung / Spannung zu tun.
Vielleicht kann sie nicht auseinanderhalten, dass eine Affäre nun mal mehr Lebendigkeit bedeutet als eine langjährige Liebesbeziehung es bieten kann.
Wir schlafen derzeit in getrennten Zimmern, aber, obwohl sie mir gegenüber auf Abstand ist, behauptet sie, dass sie mich liebt.
Ich denke, dass sie mir gegenüber Schuldgefühle verspürt. Ich gehe auch stark davon aus, dass Sie sich selbst dafür verurteilt, dass sie fremdgegangen ist, weil sie entgegen ihre eigenen Wertvorstellungen gehandelt hat. Meine Frau kommt aus einem kleinen christlichen Dorf und ist auch gläubig; ich glaube sie kann sich selbst nicht verzeihen, dass sie Ehebruch begangen hat.
Ich leide unter der Situation, weil ich derzeit, seit ca 8 Monaten, immer wieder Kopfkino habe und sie immer wieder mit der unangenehmen Vergangenheit konfrontiere. Dabei kommt es immer wieder zu Streitereien. Sie hatte bis heute keine Gelegenheit sich von den ganzen Streitereien zu erholen. Ich habe es maximal vier Tage geschafft mich zurück zu halten. Ansonsten wird sie immer wieder von mir verbal emotional attackiert und ich verlange von ihr Antworten auf meine Fragen.
Gesundheitlich ist sie aber nicht mehr in der Lage auf meine Fragen zu antworten; zu schnell bekommt sie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen manchmal auch Übelkeit. Ihre beiden Hände tun ihr inzwischen auch weh und nachts kommt es immer wieder vor dass sie im Schlaf zuckt. Ich denke, dass ist nervlich bedingt.
Meine Baustellen sind, die Vergangenheit, die immer wieder Erinnerungen in mir hervorruft, folgend mit schmerzhaften Gefühlen (Enttäuschung, Trauer, Wut, Kränkung und und und). Ich suche immer wieder nach Bestätigung / Liebesbeweise, weil ich nicht mehr an ihre Liebe glaube. Außerdem ist kein Vertrauen mehr gegeben. Ich bin mit zu viel Misstrauen in mir behaftet und kann schlecht loslassen. Sobald meine Frau die Wohnung verlässt werde ich unruhig und fange an nachzudenken.
Wir haben 3 Kinder. 18, 15 und 12 Jahre.
Ich bin seit über acht Monaten krankgeschrieben und habe eine depressive Episode wegen dieses Ereignisses. Die meiste Zeit halte ich mich in Gegenwart meiner Frau auf, weil ich Angst habe dass sie mir noch mal weh tun könnte. Sie sagt, dass sie das nicht nochmal macht und hat sogar auf ihren verstorbenen Vater geschworen.
Ich denke, dass auch meine Frau sehr unter der Situation leidet. Sie wünscht sich einen Neuanfang, aber ich kann nicht aufhören sie immer wieder mit der Vergangenheit zu konfrontieren. Sie ist verzweifelt und auch seelisch gesehen sehr belastet wegen mir. Und das tut mir auch leid.
Ich möchte loslassen können und sie nicht mehr mit der Vergangenheit konfrontieren, weil ich mir Sorgen um meine Frau mache. Aber es gelingt mir leider nicht, denn ich habe mir oft vorgenommen damit aufzuhören und es leider nicht geschafft.
Mir geht es nicht gut, weil ich mich nicht mehr geliebt fühle. Wir leben zwar noch zusammen, aber ich fühle mich einsam in unserer Beziehung. Mir fehlt ihre Nähe und das Gefühl wertgeschätzt zu werden. Es geht mir dabei nicht allein um Sex sondern vielmehr möchte ich sie in meinen Armen nehmen wenn sie neben mir liegt, ihren Kopf auf meine Brust spüren und von ihr umarmt werden. Das alles ist leider nicht mehr von ihrer Seite möglich. Sie fehlt mir extrem, obwohl wir zusammen wohnen.
Sie sagt mir, sie könne mir keine Nähe geben, weil ich nicht von der Vergangenheit ablasse und sie immer wieder emotional verletze. Die Vergangenheit stehe zwischen uns und deshalb kann sie nicht zärtlich zu mir sein. Ihre Beziehung zu mir ist derzeit so angespannt, dass sie sogar Angst hat mit mir allein rauszugehen, weil sie befürchte, dass ich sie dann wieder mit der Vergangenheit konfrontiere. Deshalb gehen wir immer in Begleitung mit Freunde raus.
Sie möchte einen Neuanfang, bittet mich aber um Geduld, was die körperliche Nähe betrifft.
Ich möchte 21 Jahre und drei gemeinsame Kinder nicht aufgeben und versuche mich zurückzuhalten. Doch ihre Nähe fehlt mir sehr. Tagsüber ist sie mir gegenüber kommunikativ präsent, schaut mir auch in die Augen und ist mir gegenüber aufmerksam, doch es gibt kein Hände halten keine Umarmung und ganz selten mal einen Kuss.
Ich denke, weil ich einen Krankenschein habe und seit über 8 Monaten Zuhause bin, dass sie mich satt gesehen hat und deshalb das Gefühl des Vermissen, meiner Person gegenüber, nicht in sich spürt. Ich stelle auch fest, dass ich mein Leben voll und ganz nach ihr ausrichte und mich selbst verlernt habe zu lieben. Sie ist für mich körperlich in weiter Ferne gerückt, sagt aber dass sie die Zukunft mit mir leben möchte und dass sie mich liebt. Aber ehrlich gesagt fühle ich mich derzeit nicht wirklich geliebt. Was kann ich tun?
Ich sehe sie täglich und trotzdem kann ich nicht nach ihr greifen. Ich wünsche mir so sehr, dass sie mich von sich aus umarmt, ohne von mir aufgefordert zu werden. Wenn es zu einer Umarmung kommt, dann meistens, wenn ich sie von mir aus umarme oder sie bitte mich zu umarmen.
Sie erklärt mir, dass Liebe nicht nur körperliche Nähe bedeutet, sondern Liebe ist noch viel mehr. Tatsächlich bekomme ich viel Aufmerksamkeit von ihr. Sie ist auch sehr fürsorglich. Als ich letztens auf der Couch lag und sie dachte dass ich schlafe, hat sie eine Decke genommen und mich zugedeckt. Das gab mir ein gutes Gefühl weil ich vom Herzen her gespürt habe, dass ich ihr anscheinend doch nicht egal bin.
Dennoch fehlt mir ihre körperliche Nähe.
In den letzten Monaten habe ich nach ihrer Nähe gebettelt. Wir begegnen uns schon lange nicht mehr auf Augenhöhe. Mein Selbstwertgefühl ist extrem gesunken. Vielleicht ist sie auch durch meine ständige Bettelei abgeturnt und deshalb so auf Abstand. Ich weiß nicht wirklich was gerade in meiner Frau vorgeht. Aber ich glaube schon, dass sie mich liebt aber ich glaube auch, dass sie mit sich selbst beschäftigt ist und womöglich sich selbst nicht verzeihen kann, dass sie entgegen ihrer Werte verstoßen hat. Sie kommt aus einem kleinen christlichen Dorf, ist gläubig. Vermutlich ist sie selbst geschockt von sich, dass sie so weit gegangen ist. Ich sehe auch dass sie mit sich zu kämpfen hat und auch leidet. Zudem war ihre Affäre auch nicht ehrlich zu ihr und vielleicht schämt sie sich auch, dass sie auf so einen Menschen reingefallen ist.
Meine Frau möchte mit mir zusammen bleiben. Aber ich fühle mich nicht wirklich geliebt, noch wertgeschätzt. Warum kann sie mich nicht mal in den Arm nehmen und mir ihre Liebe zeigen.
Sie sagt, dass ich fast täglich mit ihr streite. Sie könne mir deshalb gegenüber nicht zärtlich sein. Weiter erklärt sie, dass, solange ich in der Vergangenheit lebe und zeige, dass ich ihr nicht verzeihen kann, solange können sie sich nicht in meinen Armen fallen lassen. Sie spüre den Groll in mir und glaubt sogar, dass ich mich rächen wolle, weshalb ich immer wieder mit scharfen Worten schieße.
Und ich gebe zu, das stimmt auch, ich verletze sie fast täglich, weil ich immer wieder eine Wut in mir spüre und es ihr dann auch spüren lasse, indem ich sie mit der Vergangenheit emotional verletzte.
Ich verurteile mich selbst dafür, dass ich mich nicht zurückhalten kann und sie immer wieder auf dieses Ereignis anspreche. Ich möchte das nicht mehr, weil ich sehe dass ich sie krank mache damit. Sie leidet schon gesundheitlich unter meinem Verhalten.
Eine Freundin sagte mir, dass meine Frau das alles versucht zu ertragen, weil sie mir gegenüber sicherlich Schuldgefühle hat.
Sie liebt mich und will mich nicht verlieren. Aber mir fehlt ihre Nähe.
Was kann ich tun.
Ich möchte nicht, dass sie mir Nähe gibt, nur weil ich Sie darum bitte. Ich wünsche mir, dass sie von sich aus mir ihre Liebe zeigt.
Es fühlt sich nämlich so an, als würden wir in einer Zweckgemeinschaft leben und nicht in einer Liebesbeziehung.
Sie sagt mir jedoch, ich solle Geduld mit ihr haben. Emotional würde sie schon wieder auf mich zukommen; nur derzeit ist das nicht möglich.
Ich sehe, dass Sie ehrlich ist und mir nichts vorspielt.
Aber, was kann ich tun um ihr Herz zurück zu erobern?
Ich würde mich über eure Anregungen / Empfehlungen / Tipps sehr freuen.
Liebe Grüße
Shaadii