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wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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Ehekrise und zwei Kinder

N
Zitat von Sabrina30-:
Mir graut es! Die Kleine klebt an mir. Sie wird ja erst 2

Das ist doch völlig klar, dass bei Dir Panik die Trauer ablöst und Trauer die Panik.

Du hast in den letzten 6 Jahren mit 2 Schwangerschaften und 2 Geburten und 2 Babyzeiten und 50% arbeiten und 70%? Haushalt und 75%? Kinder und ohne Großeltern den Laden gerade so am Laufen gehalten und dabei ganz sicher auch nicht jeden Tag wie die Ramamutter gelächelt.

Er war 80% im Home Office und hatte das Gefühl, ja ständig für die Familie da und auch gefangen zu sein, aber war eben doch nicht verfügbar aber eben auch nicht "frei".

In der Phase gehen ganz viele Männer fremd oder schmeißen das Handtuch, weil alles irgendwie doof ist. Die hatten von den Baby- und Kleinkindzeit andere Vorstellungen. Bei ihren Müttern sah das doch alles so easy aus.

Die Trauer lass zu. Aber für Panik gibt es keinen Grund. Das klärst Du ab Januar mit Deiner Freundin oder hier im Forum. Du kannst von ihm entweder das Wechselmodell verlangen und dann selbst wieder mehr arbeiten. Oder Du hältst an eurer Abmachung fest, dass Du in Teilzeit bist und er in Vollzeit und Du dafür die Hauptsorge für die Kinder trägst, bis sie mit 12 selbständiger sind und bei Krankheit allein zu Hause bleiben müssen/können.
Beides funktioniert in der Praxis sehr gut, wenn beide Eltern hinter dem Modell stehen. Was sich wie finanzieren lässt, rechnest Du ganz in Ruhe ab Januar aus. Wenn ihr verheiratet seid, hast Du ohnehin erstmal das Trennungsjahr Ruhe, Dich neu aufzustellen.

Und was die Trauer angeht: Ich vermute, Du trauerst um den Mann, den Du seinerzeit geheiratet hast. Ist Dein Mann, so wie er sich gerade Dir gegenüber benimmt, wirklich noch dieser Mann? Vermisst Du also nicht auch dann, wenn er da ist, den "alten" Partner und der Weggang des "neuen, abweisenden" wäre nur der Endpunkt von Leid, das Du schon eine ganze Weile verspürst? Gib Dich bitte nicht der Illusion hin, dass Dein Mann wieder "der alte" werden würde, wenn Du ab heute perfekt wärst. Er wird nur dann wieder der Mann, den Du geheiratet hast, wenn er das selbst will. Und aktuell sieht es nicht so aus, als ob er will.

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G
Zitat von Sabrina30-:
@Sonnenschein85 Vor allem ist das Unfassbare für mich: Wir waren glücklich. Wir haben viel gemeinsam gelacht, lieben unsere Kinder, haben ähnliche Ansichten zu vielem. Es gab halt immer nur ein Wir in unserer Beziehung. Wir haben es gut gemacht. Trotz unterschiedlichen Temperament. Das mit (fast) alles zusammen ...

Sabrina30, erst einmal willkommen im Forum. Hier wirst du immer jemanden finden, der dir zuhört
und versucht zu helfen.

Wichtig ist jetzt, auch wenn es schwer fällt, die Ruhe zu bewahren und deinem EM zu signalisieren,
dass du dir Sorgen machst und Offenheit, Ehrlichkeit, nichts verschweigen, für einander da sein,
immer zu euch im wir immer wichtig und unverrückbar war. Biete ihm an, egal was passiert ist,
dass er mit dir darüber sprechen kann. Versuche daheim soviel Normalität wie möglich hin zu
bekommen. Gebe ihm die von ihm gewünschte Zeit für sich (mit den Kindern). Lasse dich bitte
nicht hängen. Kinder haben sensible Antennen und bekommen mehr mit, als Erwachsene denken.

Leider gibt es Anzeichen/Hinweise - mehr nicht - das da etwas bei deinem EM ist, was so nicht
sein sollte. @sabrina30, Kopf hoch. Versuche auch im realen Leben soviel Unterstützung zu
bekommen wie möglich. Ich wünsche dir, dass sich alles aufklärt und geklärt wird, ohne das eure
Ehe und Familie Schaden nimmt. Alles Gute.

x 4 #32


A


Ehekrise und zwei Kinder

x 3


S
@Nalf
Autsch.
Ja, ich vermisse ihn wahnsinnig.
Es ist gut zu hören, dass ich nicht alleine dran arbeiten muss.
Aber ich denke, wenn bis jetzt alles so gut lief und jetzt das ist ja neu.
Da haben wir eine Chamce. Ich hoffe er ergreift sie auch.

#33


N
Zitat von Sabrina30-:
Ich hoffe er ergreift sie auch.

Das finde ich eine gute Einstellung.

Du brauchst nicht zu bohren oder den roten Teppich auszurollen.
Männer, die sich mitteilen wollen, reden.
Und die, die es mit sich ausmachen wollen, schweigen oder lügen.

Was kannst Du heute und morgen tun, um Dich zu pflegen, Dich zu trösten, Dich aufzubauen?

x 1 #34


K
@Sabrina30-

du hattest ja eingangs selbst vermutet, da wäre eine Affäre.

Wenn ein Mann Intimität ablehnt und sich distanziert, wird Stress oft vorgeschoben. IdR gibt es nach meiner Beobachtung eine andere Person. Oder die Anziehung ist verlorengegangen und der Mann will lieber sein Singleleben zurück. Der Vorschlag von ge_trennten Aktivitäten am WE ist eine Trennung auf Raten.

Du bist ja extrem verständnisvoll, fast bis zum Punkt der Selbstaufgabe. Alles verständlich, du hast Gefühle für ihn. Aber wie meinst du wirkt das auf ihn?

#35


S
Mittlerweile ist viel passiert:
Mein Mann sagt er braucht auch mal Zeit für sich und würde gerne 1 - 2 mal die Woche zum Tischtennis gehen (früheres Hobby). Jetzt muss man dazu sagen, dass er während unserer gesamten Beziehung nichts regelmäßig für sich hatte. (Erst Corona, dann Kinder.) Er hat es aber nie gesagt. Ich habe wenigstens alle 1 bis 2 Monate mal ne Freundin allein getroffen zwischenzeitlich mal nen Zumbakurs, Rückbildung...)
Soweit wäre das voll Ok für mich. Mich hat das oft gewundert, dass er nichts für sich wollte.

x 1 #36


S
So. Dann möchte er so einmal im Monat einen Tag mit den Kids allein.
Das kommt bei mir in jetzt dem Zusammenhang nach wie vor richtig doof.
Natürlich ist er der Vater und darf, aber es macht mir Angst (wegen der Situation). Das was er macht soll dann natürlich immer was besonderes sein. Da fühle ich mich auch ein bisschen veräppelt. Er will mit ihnen in den Zoo, Schlittschuh fahren, Indoorspielplatz, usw.
Alles wo es mit 2 Kindern ja eigentlich sehr stressig ist...

#37


S
Er möchte weniger Alltag und mehr mit uns allen verreisen/erleben. Er findet den Alltag oft öde. Zu Weihnachten bekam ich ein Wochenende mit uns 4 in einem Hotel.

Er sagt das mit dem Abstand war eine Momentaufnahme und dass er sich nicht trennen will.
Er wolle nur wieder Raum für sich und unser derzeitiges Leben ist ihm zu lahm ( hat er netter formuliert ).

x 1 #38


S
Ich bin von allem sehr verwirrt und immernoch traurig. Mein großes Problem ist, dass er sich so unwohl fühlt und nichts von ihm aus kam bis ich ihn zum Reden "genötigt " habe.
Ich habe zum ersten Mal das Gefühl irgendwie für mich vorsorgen zu müssen.

#39


Stella31
Zitat von Sabrina30-:
Er will mit ihnen in den Zoo, Schlittschuh fahren, Indoorspielplatz, usw.

Grundsätzlich ist das doch etwas Schönes.
Warum sollte er nicht tolle Dinge mit seinen Kindern unternehmen?
Wenn er ebenfalls im Alltag auch alles mit dir teilt, was Kindererziehung, Haushalt usw angeht.
Und am besten wäre es, wenn ihr auch zusammen als Familie Schönes unternehmt sowie du und er auch Zeiten miteinander verabredet, wo nur ihr Dates miteinander verbringt

#40


S
Unser Plan:
Es mit den Veränderungen versuchen.
Und was ich gerne möchte ist eine Paarberatung.
Er möchte das nicht so gern. Er sagt wir haben doch jetzt unsere Lösung. Und ich habe ihm gesagt, aber ich habe jetzt ein Vertrauensproblem und ich möchte gerne, dass wir besser mit Problemen umgehen können als bei jetzt dem.
Er würde mitmachen.

x 1 #41


Stella31
Zitat von Sabrina30-:
Ich habe zum ersten Mal das Gefühl irgendwie für mich vorsorgen zu müssen.

Ich kann deine Sorgen verstehen.
Du musst ihm klar machen, dass es für dich wichtig ist, solche Dinge frühzeitig zu kommunizieren, bevor es zu so einer Krise kommt.
Nicht alles anstauen lassen.
Zb regelmäßig vereinbaren, sich gegenseitig upzudaten.
Wie geht's mir gerade,was ist mir wichtig, was fehlt?

#42


Waris07
@Sabrina30-

Ich lese bei dir viel Verunsicherung und Angst – obwohl das, was dein Mann konkret äußert, auf der Sachebene eigentlich nachvollziehbar ist.

Vielleicht magst du für dich einmal reinhorchen:
Was genau macht dir daran Angst ?
Und wie fühlt sich das für dich im Moment emotional an?

Gleichzeitig kann man auch sehen, dass er offenbar erkannt hat, dass ihm ein eigenes Hobby guttut würde. Das wieder aufzugreifen, kann etwas sehr Stabilisierendes sein.
Auch der Wunsch nach einem regelmäßigen Papa-Kinder-Tag klingt nach dem Bedürfnis, Verantwortung zu übernehmen und Beziehung zu gestalten.
Du darfst ihn dabei ruhig seine eigenen Erfahrungen machen lassen – auch wie anstrengend es sein kann, allein mit zwei kleinen Zwergen unterwegs zu sein. Das gehört dazu.

Vielleicht entsteht dabei sogar etwas Neues für dich. Freiraum, den du für dich nutzen kannst.

Erfahrungsgemäß wirkt sich Ausgeglichenheit auf beiden Seiten oft positiv auf die Paar- und Elternebene aus.
Und zufriedene Eltern schaffen meist auch mehr Sicherheit für die Kinder. 😉

x 2 #43


S
Angst macht mir wie es gelaufen ist. Seine fehlende Aufrichtigkeit mir gegenüber.
Dass er sich so hart von mir distanziert hat und ca 2 Wochen innerlich unerreichbar für mich schien.
Da bin ich aus Wolke 7 direkt in die innere Hölle gefallen und dachte jetzt ist alles vorbei. Ich werde ihn verlieren und einen Großteil der Kindheit verpassen und obendrein komme ich aufgrund unserer Rollenteilung allein nicht zurecht finanziell.
Er sagte in Zusammenhang auf die Tage mit den Kindern, dass sie ja auch lernen müssen sich von ihm beruhigen zu lassen. Da denke ich schon gleich: oh gott. Er will sich doch trennen...

#44


S
Bin also super dünnhäurig im Moment. Würde ich die Hälfte davon spüren wäre es definitiv auch genug.
Wäre mein Mann nicht im home Office würde ich mich nächste Woche krankschreiben lassen.
(Bin Sozialarbeiterin und brauche für den Job starke Nerven)

#45


A


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