@Sabrina30-
Ich kann schon nachvollziehen, dass du nach der Phase, in der er innerlich unerreichbar war, gerade so dünnhäutig bist. Dass Gedanken an Trennung oder Kontrollverlust hochkommen, ist verständlich – dein Nervensystem ist noch im Alarmmodus.
Allerdings frage ich mich doch auch:
🤔 Was genau lässt dich sofort ans Schlimmste denken?
Ist es die Angst vor Kontrollverlust, finanzielle Sorgen oder das Gefühl, die Kinder könnten dir "entgleiten"?
Denn wenn man aber genau hinschaut, was er aktuell möchte – Tischtennis, Papa-Kind-Tage, dass die Kinder sich auch von ihm beruhigen lassen – klingt das eher nach dem Versuch, Verantwortung zu übernehmen und Rollen neu auszubalancieren, nicht nach Rückzug oder Trennung.
Vielleicht hilft auch der Blick auf die vier Säulen:
Ich – deine persönliche Ebene
Du – seine persönliche Ebene
Wir – eure Paarebene
Uns – Familienebene
Wenn lange vor allem Wir und Uns gelebt wurden, ist es durchaus gesund, dass nun auch die persönlichen Säulen wieder Raum bekommen sollen. Wie bereits erwähnt, das wirkt positiv auf Paar- und Elternleben – und letztlich auch auf die Kinder.
Im Moment darf es vielleicht erstmal darum gehen, zu beobachten, wie sich die Schritte entwickeln, und dir bewusst zu machen, dass Alarmreaktionen normal sind, aber nicht automatisch reale Trennungsszenarien bedeuten.
