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Ehekrise und zwei Kinder

B
@Sabrina30-

Ahh, da kommen wir der Sache näher. Das, was Du schreibst klingt sehr positiv. Er bekennt sich zu Euch und will da sein. Und er hat auch klar kommununiziert, was er möchte. Das ist etwas sehr Gutes. Im Grundastz. Der Weg dahin ist vielleicht nicht ideal und verängstigt Dich. Und daraufhin würde ich Dir vorschlagen, statt mit Deinem Mann sich mit Dir zu beschäftigen, warum Dich jeglicher Emazipationsbemühungen seinerseits als Bedrohung empfindest.

x 2 #46


E
Hallo,

So sehr ich Mitgefühl für deine Ängste habe, kommt mir aber dich deine Geschichte merkwürdig vor.

Dass ein Vater als Verbesserungswunsch Zeit alleine mit den Kindern äußert, lässt bei mir die Vermutung aufkommen, dass du keine Beziehung zwischen ihm und die Kinder zulässt. Kann es sein? Hast du Angst, ihn mit den Kids alleine zu lassen?

#47


A


Ehekrise und zwei Kinder

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S
Er hat den Wunsch nie geäußert mit beiden alleine was zu tun. Ich meine er war mal vormittags oder so allein aber nie so groß angekündigt.
Mit einem Kind hat er immermal was alleine gemacht. Fast immer mit der Großen und dann auch oft besondere Sachen. Die Kleine ist ja erst 1 Jahr.
Es erschien es mir auch normal Ausflüge am Wochenende zusammen zu tun.

#48


S
Er hat auch zu beiden Kindern eine gute Beziehung. Durch das home Office ist er ja trotzdem sehr präsent und viel da.

#49


Waris07
@Sabrina30-

Ich kann schon nachvollziehen, dass du nach der Phase, in der er innerlich unerreichbar war, gerade so dünnhäutig bist. Dass Gedanken an Trennung oder Kontrollverlust hochkommen, ist verständlich – dein Nervensystem ist noch im Alarmmodus.

Allerdings frage ich mich doch auch: 🤔
Was genau lässt dich sofort ans Schlimmste denken?
Ist es die Angst vor Kontrollverlust, finanzielle Sorgen oder das Gefühl, die Kinder könnten dir "entgleiten"?


Denn wenn man aber genau hinschaut, was er aktuell möchte – Tischtennis, Papa-Kind-Tage, dass die Kinder sich auch von ihm beruhigen lassen – klingt das eher nach dem Versuch, Verantwortung zu übernehmen und Rollen neu auszubalancieren, nicht nach Rückzug oder Trennung.

Vielleicht hilft auch der Blick auf die vier Säulen:
Ich – deine persönliche Ebene
Du – seine persönliche Ebene
Wir – eure Paarebene
Uns – Familienebene

Wenn lange vor allem Wir und Uns gelebt wurden, ist es durchaus gesund, dass nun auch die persönlichen Säulen wieder Raum bekommen sollen. Wie bereits erwähnt, das wirkt positiv auf Paar- und Elternleben – und letztlich auch auf die Kinder.

Im Moment darf es vielleicht erstmal darum gehen, zu beobachten, wie sich die Schritte entwickeln, und dir bewusst zu machen, dass Alarmreaktionen normal sind, aber nicht automatisch reale Trennungsszenarien bedeuten. knuddeln

x 2 #50


S
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich merke auch, dass meine Reaktionen zu panisch / ängstlich sind.
Ich war schonmal verlobt. Mein Ex war spielsüchtig kam raus als er mir Geld geklaut hatte. Ab der Trennung kannte er mir gegenüber nichts mehr... Er hatte auch lange bestritten, dass etwas nicht stimmt.
Natürlich ist das jetzt was anderes, aber dieses - ich merke was, spreche es immer wieder an, bekomme meine Beobachtung abgesprochen und dann kommt plötzlich so viel... puh!
Das hat mich komplett zurückgeworfen.
Und da ich meine Familie und ihn so liebe habe ich (jetzt) irrsinnige Angst !

Natürlich ist das auch meine Baustelle, wo ich (wohl wieder) dran arbeiten muss...

#51


S
Und es ist manches halt wirklich komisch... Er muss in 2 Wochen in ein anderes Land für vier Tage von der Arbeit aus.
In 6 Jahren Beziehung musste er nie für den Job auch nur in eine andere Stadt.
Ich wünsche und hoffe das stimmt.

#52


Waris07
@Sabrina30-

Ich kann gut verstehen, dass gerade sehr viel auf einmal in dir hochkommt – alte Erfahrungen, Unsicherheit in eurer Dynamik, und jetzt berufliche Abwesenheiten.

Es ist völlig okay, dass die Angst da ist – sie darf sein, ohne dass sie dein Handeln bestimmt.
Atme tief durch. Du bist noch hier, es ist nicht alles außer Kontrolle, und bisher gibt es keine Anzeichen für Rückzug oder Trennung.

Gefühle dürfen da sein, aber sie müssen nicht die Regie übernehmen. Dass du das bemerkst und reflektierst, ist schon ein großer Schritt.

Fühl dich mal lieb virtuell von mir gedrückt. trost spenden

x 3 #53


S
@Waris07 vielen dank

#54


Stella31
Zitat von Sabrina30-:
ich merke was, spreche es immer wieder an, bekomme meine Beobachtung abgesprochen und dann kommt plötzlich so viel... puh!

Und genau das solltest du ihm unbedingt nochmal klar sagen. Was das in dir ausgelöst hat.
Welche Panik er damit in die verursacht hat

x 1 #55


ElGatoRojo
Zitat von Sabrina30-:
Mich hat das oft gewundert, dass er nichts für sich wollte.

Tja - und du hast nie mit ihm darüber geredet? Vielleicht hätte er ein wenig Paar-Initiative von dir gern erwartet?
Zitat von Sabrina30-:
Alles wo es mit 2 Kindern ja eigentlich sehr stressig ist...

Väter können durchaus locker und entspannt mit zwei kleinen Kindern in der Welt aktiv sein. Nicht direkt mit kleinen Babies, aber wenn sie laufen und sprechen können, dann kann es losgehen. Und für Kinder ist es nicht verkehrt, wenn sie mehrere Bezugspersonen haben, nicht nur die Mutter.

#56


S
Doch, das habe ich.
Und er meinte er braucht es nicht.

x 1 #57


B
Weißt du,
Irgendwas hat sich in ihm geändert. Das glaube ich schon. Allerdings sehe ich es ähnlich wie @Waris07
Im Ergebnis klingt es erstmal gesund, weil er sich emanzipieren will und Verantwortung übernehmen will.
Nach meiner Erfahrung neigen Vater schon eher dazu, Abenteuer mit den Kindern zu erleben. Schnodes Alltagsleben steht nicht ganz so auf der Agenda.
Mit deiner Historie verstehe ich auch ein wenig deine Angst. Nur dein Mann ist nicht dein Ex.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, allgemein in eine bessere Kommunikation zu kommen. Denn es soll sich für dich unerwartet einiges grundlegendes ändern.

#58


Fenjal
Ich denke, dass ihr euch mehr Freiheiten einräumen solltet.
Einmal kann dein Mann auf die Kinder aufpassen, du gehst ins Gym, oder schwimmen, oder joggen und umgedreht.
Ständig aufeinanderzuhocken ist frustran, die Kinder können fremdbetreut werden, Kita, und ihr lebt eure Individualität aus, das mindert Monotonie.
Jeder braucht auch Zeit für sich und kann sie sich nehmen, alles eine Frage der Organisation.
Sich ängstlich zurückzuziehen oder sich auf stattgefundene Schwangerschaften zu berufen, Arbeit etc., ist der falsche Weg 👉 Sackgasse, besser ist es nach vorne zu blicken, nichts zu unterstellen, sondern Ausgleich zu schaffen, auf den man sich freut.
Eine geschäftliche Auslandsreise ist kein Grund mißtrauisch zu werden, soetwas gehört zum Job.
Na, vielleicht gehst du eher von dir aus 🤫 , wenn du ihm auswärtige Verkostung andichtest, soetwas solltest du sein lassen, wäre mein Rat.

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ElGatoRojo
Zitat von Fenjal:
Eine geschäftliche Auslandsreise ist kein Grund mißtrauisch zu werden, soetwas gehört zum Job.

Tja - das Geld, das er heimbringt, ist gern willkommen. Aber von Nichts kommt eben Nichts, irgendwas tun dafür muss er schon. Und wenn es Ausland ist .............

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A


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