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Ehekrise und zwei Kinder

Fenjal
@ElGatoRojo so ist es, weitaus problematischer ist es, jemandem, der geschäftlich verreist, eine Affäre zu unterstellen, ich persönlich glaube daher, dass man mit dieser Vorhersage eher sein eigenes Ich beleuchtet.

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S
Kann es sein, dass da gerade Dinge auf mich übertragen werden?
In der Zusammenhang mit dem, was bei uns passiert, ist es finde ich keine surreale Unterstellung.

#62


A


Ehekrise und zwei Kinder

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S
Hallo. Ich nochmal.
Es ist so viel passiert mittlerweile!
Ich habe meinem Partner mehr Zeit gegeben für sich und ihn auch mal allein machen lassen ( was er bis zu jetzt der Phase übrigens nie wollte)... Mein Mann war trotzdem super unzufrieden und fing an immer mehr an unserem Leben ändern zu wollen. Z.B. hat er sich jetzt für ein berufsbegleitenden Studium eingeschrieben, will noch mehr Fortbildungen, Urlaub usw.
Die Liste war teilweise echt lang und immer, wenn ich nicht direkt zu allem ja gesagt habe, war er direkt beleidigt und nicht wirklich bereit von irgendwas abzuweichen / zu warten.
4 Wochen war er emotional eiskalt. Ich habe gelitten und sehr viel geweint.
An sich könnte man da ja sagen: Er "schei." auf mich 🙈.
Aber eine Sache gibt mir sehr zu denken: ihm geht es wirklich schlecht. Er isst nur hypergesund oder zu zig Mahlzeiten nichts. Nachts hat er unkontrollierte Essanfälle, die immer schlimmer werden. Mittlerweile sogar schon vor den Kindern gehabt. Er sagt er wird das alleine hinbekommen.
Seit so 2 Wochen ist er emotional wieder mehr da und nimmt wieder mehr Rücksicht.
Ich hatte wahnsinnige Angst, dass er Schluss macht. Er bestritt immer, dass er da überhaupt nur dran denkt und sagt, dass er mit sich selbst so unzufrieden ist und ich aufhören soll das auf mich zu beziehen.

#63


S
Das alles verwirrt mich. Teilweise bin ich froh, wenn ich alleine bin.

#64


N
Oh weh.
Wenn er sich jetzt in eine Bulimie hineinmanövriert hat und "das alleine hinbekommen" will, hast Du im Grunde wieder die Situation einer vermeidenden Suchterkrankung beim Partner, der sich nicht helfen lässt.

Da hilft nur eins: Dir selbst Hilfe suchen,um über die Angst vor einem (offiziellen) Ende der Beziehung nicht Co-abhängig zu werden. Denn damit würdest Du heute ja Dich und die Kinder mit in den Abgrund seiner Krankheit reißen.

Überleg Dir ganz genau, wo Deine Grenzen liegen und wie Du am besten die Kinder schützt. Und dann wahre diese Grenzen. Geh auf keinen Fall darüber hinweg, weil es ihm gerade so schlecht geht oder er letzte Woche noch emotional zugänglich war oder versprochen hat, zum Arzt zu gehen, oder ein Geburtstag ansteht. Du musst bereit sein, Deine Grenzen durch "Gehen" zu verteidigen, sonst bist Du mit ihm in der Suchterkrankung drin.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Unterstützung, dass Du es schaffst, die Kinder und Dich selbst nicht mit in den Abgrund ziehen zu lassen.

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Waris07
@Sabrina30-

Hallo Liebes,

nachdem ich dein letztes Update gelesen habe, merke ich, dass meine Einschätzung von vor ein paar Wochen so nicht mehr richtig passt. Damals klang es für mich eher nach dem Wunsch nach mehr Freiraum oder Papa‑Kind‑Zeit – jetzt zeigt sich, dass da offenbar etwas viel Tiefgründigeres passiert, fast wie eine Sinnkrise oder eine innere Abkopplung bei ihm.

Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie erschütternd es für dich ist, das mitzuerleben. Vier Wochen emotionale Kälte, das viele Planen und Ändern, das starke Auf und Ab – das ist eine Menge für dich, und natürlich auch für die Kinder. Es ist völlig nachvollziehbar, dass dich das sehr belastet und verunsichert.

Gleichzeitig finde ich es wichtig zu betonen. Es ist gut, dass du auf dich achtest, deine Grenzen wahrnimmst und dir bewusst machst, was du brauchst. Du bist mit dieser Situation nicht allein, und es ist völlig legitim, dass du darüber sprichst und Unterstützung suchst.

Wenn es für dich passt, würde mich interessieren, wie es auf der Paarebene gerade läuft.
Wie ist die Kommunikation zwischen euch? Sind die Kanäle offen, oder schottet sich einer – oder sogar ihr beide – ab?
Das kann ja nochmal ganz unterschiedlich wirken und beeinflusst, wie belastend die Situation für dich ist.

Überraschenderweise hörst du dich in deinem Update jetzt auch viel ruhiger und gefasster an als vor ein paar Wochen. Es wirkt, als hättest du trotz allem ein kleines Stückchen Boden unter den Füßen zurückgewonnen – und das finde ich richtig gut.

#66