PetraLustig
Gast
Der Tenor ist:
In Affären gibt es keine Liebe.
Leider doch, aber nicht immer.
Das ist Hormonnebel.
Zuerst vielleicht. Leider gibt es lange Affären. Da wissen beide genau was sie tun, wenn sie sich füreinander trennen. So war es bei mir. Da findet Entlieben und Beziehungsstart während der Ehe statt. Unfair, aber machbar
Prozentuale Berechnung der Gefühle. Ich weiß von mir selber nicht mal wie viel Prozent ich heute Morgen von was fühle. Wie berechnet man das?
Er liebt immer noch EF trotz Affäre. Es sind die Gefühle die auch beim Verlassenden also bei mir am Ende übrig sind, Gewohnheit, fast mein halbes Leben hatte ich mit ihm verbracht. Und die Trauer über das Scheitern unserer Ehe, die natürlich auch etwas mit mir zu tun hatte, die Angst vor dem Alleinsein, diese Gefühle lassen einen noch positiv an den Partner denken und selbst diese Gefühle vergehen, es ist der point of no return. Ich kenne zwei lange Ehen, die nach einer Affäre zusammenblieben. Zuerst fanden das alle genau richtig, das macht man eben. Einige Jahre und Scheidungen weiter, glaubt unser Freudeskreis, dass es besser gewesen wäre, man hätte sich getrennt. In der einen Ehe betrügt er weiter allerdings diskreter, wissen tun es trotzdem alle. In der zweiten Ehe ist die Frau mittlerweile völlig verändert, kein Wochenende zu Hause, es muss mal schnell nach Sylt oder Norderney oder Hamburg, gejagt werden, sie wirkt wie auf der Flucht vor allem. Alle sind genervt von ihrem aufgesetzten Verhalten, die Fassade aufrechtzuerhalten. Um eine Affäre glücklich zu überleben, braucht es bei sich selber, beim anderen und miteinander persönliche Dispositionen, die über Liebe hinaus gehen. Meine Meinung ohne jeden Geltungsanspruch. Es ist ja auch noch zu 100 Protent dunkel, ich muss nur arbeiten.