Zitat von klene: Da schließe ich ihn aber gerade rigoros aus, ich merke, dass ich so viel besser klar komme
Deine Psyche ist kein Sozialamt und kein Daunenbettchen, von dem er profitieren kann. Ja, die Neue glänzt und glitzert so verführerisch und das zieht ihn magisch an.
Du aber bist die Frau, mit der er gelebt hat und die für ihn da war und (hoffentlich ) auch er für sie.
Das Gewohnte gibt ihm so was wie Sicherheit und Geborgenheit und das findet er bei der Neuen noch nicht.
Und dann kommt es zu solchen Hilfskonstrukten. Man will das Neue nicht aufgeben, aber sich auch nicht vom Eiapoppeia-Heim lösen.
In vielen Männer steckt ein kleiner Bub, der die Welt entdeckt. Das kann auch eine neue Frau sein, denn Entdeckungen sind spannend und machen ihn lebendig. Aber jeder Bub hat auch eine Mama, die immer für ihn da ist und ihm Sicherheit gibt. Vielleicht bist Du zu sehr eine "Mama" für ihn geworden?
Jedenfalls hängt fast jeder Mann mehr am Gewohnten als er selbst es weiß. Daher warten ja auch so viele meist weibliche Geliebte, dass sich der gebundene Mann endlich aus seinem gewohnten Heim, seiner gewohnten Beziehung rausschälen möge. Das passiert selten, denn im Zweifelsfall gibt er dann doch die Geliebte auf. Die hat dann ausgedient, denn sie ist auch nicht mehr so spannend mit ihrem Genöle, ihrem Frust und dem Druck, den sie ausübt.
Sollte er die Ehefrau dann doch verlassen, dann wählt er oft doch nicht die Geliebte, sondern hat auf einmal eine neue Frau an der Seite.
Mir scheint, er möchte sich beides sichern und außerdem überdeckt es sein mögliches schlechtes Gewissen. Ich bin ja nach wie vor für sie da, kümmere mich um sie und bemühe mich um ein gutes Verhältnis. Da kommen dann die edlen Vorzüge zum Vorschein.
Das Beste was Du tun kannst, ist das, was gut für Dich ist. Du musst nicht bösartig ihm gegenüber sein, aber Du darfst ihn auf kühler Distanz halten, wenn es Dir gut tut.
Er wollte weg, also muss er auch Konsequenzen tragen. Und beides gibt es nicht. Die Neue und die gewohnte Frau als eine Art Freundin und Anlaufstelle. Das ist Egoismus.