Prisonheart
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seit Wochen schon lese ich in deinem Thread mit und baue mich an deiner starken Haltung auf. Man spürt deinen Schmerz, du zeigst dich ganz ehrlich auch in den schlechteren Phasen, schaffst es aber immer wieder eine stabile Haltung zu dem allen zu finden. Dafür mein Respekt und Anerkennung.
Ich selbst befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation, nur das bei uns tatsächlich die Geschlechter vertauscht sind. Meine Frau hat sich von mir getrennt weil sie komplett verliebt ist und bastelt seit dem fleißig an ihrer Legende was die Gründe angeht. Wir waren 15 Jahre sehr harmonisch und glücklich zusammen, haben zwei wundervolle Kinder, Hund und Katze und in ganz viel eigenarbeit ein altes Haus schön hergerichtet. Es gab in den letzten Jahren nie einen ernsthaften Versuch von ihr über irgendwelche Unzufriedenheiten zu sprechen, sie zeigte sich immer glücklich, wir hatten viel Intimität, Zeiten für uns eingerichtet und galten im Freundeskreis als Traumpaar.
Plötzlich war alles ein großes Missverständnis. Sie spricht davon mich wohl seit Jahren nicht mehr richtig zu lieben (vor dem gemeinsamen Hauskauf), sie hätte sich nur angepasst um den Traum Familie nicht zu zerstören und sie hätte sich im Bett öfters vor mir sogar geekelt. Aber nie ein Wort von ihr habe ich vorher dazu gehört!
Dann hat sie diesen Mann gefunden, hat sich getrennt und lebt nun diese neue Beziehung während ich mit den Kindern versuche so gut es geht alles hinzubekommen. Vor sechs Monaten hat sie sich jetzt getrennt, lebt aber weiterhin im Haus, ist dort nur kaum präsent, da sie nachts auswärts schläft und die Wochenenden weg ist. Sie dachte lange das könnte grundsätzlich so bleiben, es war mühsam sie in ihrer hormonellen Verblendung immer wieder daran zu erinnern was ihre Verantwortung jetzt ist.
Zum März zieht sie jetzt endlich aus, der Sohn bleibt komplett bei mir und die kleine Schwester wollen wir im Wechselmodell aufteilen.
Tatsächlich hat sie über ihr "nicht da sein" in den letzten Monaten schon wahnsinnig viel zwischen ihr und den Kindern kaputt gemacht. Der Große ist sauer auf sie und ignoriert sie meistens und die kleine isr zu einem absoluten PapaKind geworden. Ganz manchmal merkt sie das und es tut ihr weh, aber ihr Hormonrausch ist immer noch stärker und zack ist sie dann wieder weg. Ihr Neuer ist freiheitsliebend, will keine Kinder und hatte noch nie eine Beziehung die länger wie zwei Jahre ging. Zusammen wohnen ist deswegen auch nicht gewollt.
Ja, in der sch. stecke ich jetzt schon eine Weile, habe sehr viel gelitten da ich sie immer noch über alles liebe. Aber mittlerweile freue ich mich nur noch wenn sie endlich raus ist und ich nur noch die Dinge die die Kinder betrifft mit ihr klären muss. Sie war immer eine sehr liebende Mutter und es ist mir unbegreiflich wie sie selbst die Bindung zu ihren Kindern einfach so aufgeben kann.
Man muss das wahrscheinlich mal selbst erlebt haben um diesen Move von Ehepartnern die sich fremd verlieben zu verstehen. Mein Kopf ist ständig voll mit fragen, da ihr derzeitiges Verhalten nichts mehr mit dem Menschen zu tun hat den ich dachte so gut zu kennen.
Gruß