Zitat von Nankel:@Brightness2 natürlich. Ich hatte es zuvor schon erwähnt. Er ist jemand, der gerne die Schuld bei anderen sucht. Er wartet praktisch auf eine Reaktion, um dann einen Schuldigen zu haben, für das was er danach tut. Ich möchte ihm nicht die Plattform geben, mir die Schuld zuzuweisen weil er irgendwas tut, nachdem ...
Das klingt für mich total verquer. Du wartest doch auch auf seine Reaktion. Auf diese Art und Weise könnt ihr die offensichtlich eingeübten Spiele jahrelang fortsetzen. Und nicht nur euch sondern auch eure Kinder nachhaltig kaputt spielen. Wo siehst du deine Verantwortung? Für dich. Dein Leben. Eure Kinder.
Wann willst du anfangen deine Zukunft zu planen? Aktuell bist du so sehr in das Kräftemessen mit deinem Mann eigebunden, dass diese Frage irgendwie nicht präsent zu sein scheint.
Zitat von Nankel: Ich bin nicht autonom. Durch unseren Jüngsten musste ich, bei seiner Einschulung, meine Jobs aufgeben, da er in der Schule (nach wie vor) Probleme hat. Das genauer auszuführen würde den Rahmen sprengen. Aber es ist so heftig, dass an einen regelmäßigen Job immer noch nicht zu denken ist.
Mein Mann bezahlt Miete, Strom, Internet und sein Auto.
Ich kümmere mich um die Gelder für Schulen, Kleidung, Lebensmittel und was man sonst so im Haushalt benötigt. Ein eigenes Auto habe ich nicht und vor ein paar Tagen teilte er mir mit, dass ich gar nicht mehr nach dem Schlüssel für seinen Wagen fragen brauche, weil ich "zu blöd zum fahren bin". Eine liebe Bekannte leiht mir ihr Fahrzeug wöchentlich von Donnerstag bis Sonntag, damit ich ein paar Einkäufe erledigen, Arzttermine wahrnehmen und Unternehmungen mit den Kindern machen kann.
Was passiert bei der Trennung, könnt ihr euch die Betreuung des Kleinen im Wechselmodell vorstellen? Die Großen werden für sich entscheiden, wo sie leben wollen. Denn auch du musst ja irgendwie über kurz oder lang deine wirtschaftliche Situation in den Griff bekommen. Selbst wenn dir dein Mann noch für ein paar Jahre Unterhalt bezahlen muss, wirst du irgendwann auf eigenen Füßen stehen müssen. Stichwort Altersarmut. Wie willst du das gestalten? Kannst du dir aus dem Familieneinkommen einen Gebrauchtwagen zulegen, um wenigstens mobil zu sein? Das klingt alles so verfahren bei euch, du solltest jetzt aus dem Klein-Klein rauskommen und anfangen Pläne zu schmieden.
Zitat von Scheol: Das Kind kommt in die parentifizierung , das Kind nimmt die Rolle eines Elternteils , eines Erwachsenen ein , um den Versorger ( Elternteil) wieder mit seinen Ressourcen ( Möglichkeiten) zu stabilisieren, damit die Versorgung des Kinder gesichert ist.
Der Kleine wird als Zeuge gegen den abwesenden Papa aufgerufen, schützt Mama vor der bösen Freundin. Die Tochter räumt die Klamotten, die Mama in ihrer Wut aus dem Schlafzimmer geschmissen hat, auf das Sofa, der Große muss Oma zu Hilfe rufen, weil er total mit Mamas Zusammenbruch überfordert ist. Da kommt kein Kind in die Parentifizierung, die sind schon alle voll im Muster drin.
Zitat von Scheol: Was vermitteln Eltern , hier in dem Fall , der Vater das er ohne sich abzumelden dünne macht. Der Verlust ist da.
Die Trennung muss jetzt konsumiert werden, das ist doch klar. Dieser ganzen Geschichte fehlen ganz offensichtlich wichtige Teile aus der Vergangenheit. Der Vater hat einen Betreuungsplan vorgelegt, den gilt es jetzt zu diskutieren, modifizieren und zu verabschieden. Dazu muss Mama allerdings loslassen.