Überrascht
Gast
Ich weiß, dass du kaum Zeit oder Energie hast, dir deine Anteile der Trennung anzuschauen geschweige denn zu verarbeiten.
Also gehst du jetzt erstmal ganz kleine Schritte.
1. Du musst ihm nicht immer entgegenkommen, es sorgt nur weiche und unklare Grenzen.
2. Du bist auch dann eine gute Mutter, wenn du auch deinen Kindern klare und nachvollziehbare Grenzen setzt.
Ich verstehe, dass du traurig bist, dass Papa heute nicht dabei ist, leider kann ich das gerade nicht ändern. Ich weiß aber, er hat dich sehr lieb und ist stolz auf dich. Sicher findest du mit Papa eine Möglichkeit, dass nachzuholen. Punkt. Nicht ihm hinterherrufen. Du musst dann aber auch den Kummer deiner Tochter aushalten. Du bist die Erwachsene.
3. Keine Kommunikation vor den Kindern auf der Paarebene. Fängt er damit an, nicht zu Verfügung stellen, nicht reagieren. Nicht jede Aktion braucht eine Reaktion. Rede auch nicht schlecht über ihn. Die Kinder geraten so in einen Loyalitätskonflikt.
4. Mache dich unabhängig und entlaste dich. Nimm dir bewusste Auszeiten. Wer könnte dich da unterstützen? Gibt es da jemanden? Bitte ihn so wenig wie möglich um Hilfe. Erwarte nichts.
5. Die Teilnahme an der Taufe wirst du ihm nicht verbieten können und solltest du auch nicht. Wie willst du das deinem Sohn mal später erklären. Alles, was danach geschieht, entscheidet ihr gemeinsam oder auch nicht. Auch hier, stelle dich nicht zu Verfügung für weiteren Unmut.
6. Warum kann dich die Next auf WhatsApp erreichen? Völliger Unfug. Blockieren und weg. Tut dir nicht gut.
7. Hast du das Gefühl, dass er nicht den korrekten Unterhalt zahlt? Wenn ja, lass es überprüfen. Zahlt er ihn aber, kann er mit seinem Geld machen, was immer er möchte, ob er der Next nun ein Schloss oder ein Auto kauft.
Mehr fällt mir gerade nicht ein.