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Eigene Situation, eigenes Thema, Wege aus Affären

E-Claire

E-Claire


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Zitat von LarsWilhelm:
Ungeduldig werde ich, wenn Zeit und Bandbreite verplempert wird, darzulegen, dass
- man selbst aufgrund eigener Grundsätze niemals das Problem wird haben
- keine eigenen Ideen aufzeigt
- und das die anderen Ideen doof sind
-Und die Macher eh scheitern werden
Mit dieser destruktiven Art ist doch nichts gewonnen.


Zitat von LarsWilhelm:
Und da kann und sollte man unterschiedliche Auffassungen einfach stehen lassen


Ein wenig widersprüchlich, findest Du nicht?
Ich glaube, daß nicht jeder unbedingt immer pragmatisch denkt, handelt oder eben fühlt und vor allem nicht zu allen Zeiten. Wenn der Betrug gerade erst entdeckt, begangen oder offen gelegt wurde, dann empfinde ich es als menschlich zunächst mit der gesamten Bandbreite der Emotionen zu re-agieren.

Ich kann nachvollziehen, daß Du die oben genannten Dinge als wenig hilfreich bewertest, nichtsdestotrotz ist auch dies eine Bewertung und damit eben vielleicht auch nicht immer gültig.

Es mag gut sein, daß die eigene Erfahrung gelehrt hat, daß man, obwohl man Gegenteiliges geglaubt hat, sich dann aller guter Vorsätze zum Trotz doch in der Situation befunden hat. Daraus aber ableiten zu wollen, daß es anderen, die solche Grundätze (noch) vertreten, genauso gehen wird, scheint mir aber nur gleiches von dir kritisiertes Spiel mit anderen Inhalten.

Inhaltlich: mir erscheint das Treffen zu Dritt ausgesprochen ungewöhnlich, das an der Hand halten geradezu märchenhaft, aber es gibt eben alles zwischen Himmel und Erde. Persönlich habe ich beim ab und zu Mitlesen Deiner Geschichte, diese als sehr unauthentisch empfunden, aber für den Moment kann ich nicht den Finger drauf legen, warum das so ist.

Was ich allerdings aufzeigen kann, ist, dass du mit dem gleichen Sendungsbewußtsein unterwegs bist, wie die, die von dir eher als nun ja nicht hilfreich empfundenen Teilnehmer.
Mi scheint das von dir so geforderte Stehenlassen, ist etwas, was Du selbst auch nicht immer im Einzelnen beherrscht.

Ich wünsch Dir und Deiner Frau einen guten weiteren Weg.

10.05.2019 10:55 • x 3 #31


Valeria


Lieber @larswilhelm, es ist sicher gut dass du jetzt deinen eigenen Thread hast. Vielleicht geraten dann bei der Kommentierung nicht mehr so oft die Fakten der einzelnen persönlichen Geschichten durcheinander - vielleicht. Auch Dein Appell, sich mit Häme und Hetze doch mal etwas zurückzuhalten, hilft vielleicht der Diskussion in Deinem Thread - vielleicht.

Du hast es richtig interpretiert, warum ich mich aus diesem Forum abgemeldet habe. Nachdem ich den Thread nach 1,5 Jahren (und glücklicher Ehe TROTZ! vorheriger LANGER! Affäre) wieder aufgenommen hatte, schlug mir hier unter dem Deckmäntelchen der *Wahrhaftigkeit* und *Gutmenschenmoral* soviel Verachtung entgegen, auch in PN, dass ich mir zeitweise vorkam wie im falschen Film. Inzwischen sehe ich es wie @hahawi einfach als schlecht getarnte Wut einiger User hier, dass ich aus einer nicht aufgeflogenen, von beiden AP auch nicht gebeichteten, wirklich langen und intensiven Affäre so *ungeschoren* davon gekommen bin. Weder ich, noch mein AM, noch unsere ja unwissenden Ehepartner leiden unter den hier so oft beschworenen *dunklen Schatten der Affäre*, wir sind weder depressiv noch unglücklich, noch irgendwie verkorkst. Und so ganz nebenbei leben zwei komplette Familien harmonisch-glücklich weiter. Bis jetzt hat auch weder bei meinem AM noch bei mir das ebenso oft beschworene *Karma* zurück geschlagen. Soweit ich weiß zumindest, denn AM und ich haben keinen Kontakt mehr. Ich habe festgestellt, dass mir diese ständig gleichen Unkenrufe aus der Ecke der überzeugten Affärenopfer hier inzwischen einfach nur noch auf die Nerven gehen und absolut nicht zu meinem Leben und meiner positiven Lebenseinstellung passen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg für das Ziel, das Du Dir vorgenommen hast! Es ist definitiv möglich, einen guten Weg zu finden, in seiner Ehe neu durchzustarten, nachdem eine Affäre beendet wurde. Man muss es wollen! Welcher Weg das konkret für Dich ist, entscheidest Du. Und wenn das für dich z.B. ein händchenhaltendes 3-er Gespräch ist, dann ist das so. Ich selbst gebe Dir sehr gute Chancen, dass deine Ehe 2.0 mit Deiner Frau gelingt. Stichwort: Dein Rollenverständnis! Alles alles Gute für Dich!

Liebe Grüße, Valeria

10.05.2019 10:59 • x 5 #32


OhneGlied


Zitat von BeastyWitch:
joaar, man kann auch einfach alles ins lächerliche ziehen...damit kann man eine Menge überspielen, aber eben nicht alles


Dabei war das bierernst.

10.05.2019 11:03 • #33


BeastyWitch

BeastyWitch


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Zitat von OhneGlied:

Dabei war das bierernst.


So kam es aber nicht rüber

10.05.2019 11:16 • x 1 #34


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von BeastyWitch:
1. Genau diesen Punkt habt ihr überschritten, 2. euch war es in dem Moment egal welche Konsequenzen sich daraus entwickeln.


1. ja, haben wir damals! 2. oh nein! das war es mitnichten!

Zitat von AllesGegeben30:
Sich fremd zu verlieben kann passieren, aber der Umgang damit ist nur in den seltensten Fällen gegenüber dem Stamm-Partner ehrlich.


stimmt. ich habe meinem "stamm-mann" zwar sofort das fremdverlieben gestanden - den anfang der on-off-zweitbeziehung allerdings nicht.

10.05.2019 12:12 • #35


LarsWilhelm

LarsWilhelm


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Zitat von E-Claire:
Ein wenig widersprüchlich, findest Du nicht?
Ich glaube, daß nicht jeder unbedingt immer pragmatisch denkt, handelt oder eben fühlt und vor allem nicht zu allen Zeiten. Wenn der Betrug gerade erst entdeckt, begangen oder offen gelegt wurde, dann empfinde ich es als menschlich zunächst mit der gesamten Bandbreite der Emotionen zu re-agieren.

Ich kann nachvollziehen, daß Du die oben genannten Dinge als wenig hilfreich bewertest, nichtsdestotrotz ist auch dies eine Bewertung und damit eben vielleicht auch nicht immer gültig.

Es mag gut sein, daß die eigene Erfahrung gelehrt hat, daß man, obwohl man Gegenteiliges geglaubt hat, sich dann aller guter Vorsätze zum Trotz doch in der Situation befunden hat. Daraus aber ableiten zu wollen, daß es anderen, die solche Grundätze (noch) vertreten, genauso gehen wird, scheint mir aber nur gleiches von dir kritisiertes Spiel mit anderen Inhalten.

Inhaltlich: mir erscheint das Treffen zu Dritt ausgesprochen ungewöhnlich, das an der Hand halten geradezu märchenhaft, aber es gibt eben alles zwischen Himmel und Erde. Persönlich habe ich beim ab und zu Mitlesen Deiner Geschichte, diese als sehr unauthentisch empfunden, aber für den Moment kann ich nicht den Finger drauf legen, warum das so ist.

Was ich allerdings aufzeigen kann, ist, dass du mit dem gleichen Sendungsbewußtsein unterwegs bist, wie die, die von dir eher als nun ja nicht hilfreich empfundenen Teilnehmer.
Mi scheint das von dir so geforderte Stehenlassen, ist etwas, was Du selbst auch nicht immer im Einzelnen beherrscht.

Ich wünsch Dir und Deiner Frau einen guten weiteren Weg.

Ich finde ersteinmal keinen Widerspruch- allenfalls darin, dass ich sehr wohl unterscheide zwischen den moralischen Aspekten und dem, wie man das Kind wieder rettet.
In einer Diskussion über die moralischen Aspekte gehören die Standpunkte rein und haben nebeneinander Existenzrecht. Dann ist es gut, zu beharren, dass man es sich nicht vorstellen kann, dass man jemals ausbricht. Und das schaffen ja auch 50% der menschen. mein standpunkt ist ja: ja, ich bin fest davon überzeugt, dass die treueverfechter das fühlen, vielleicht auch schon so gelebt haben. Ich bin immer nur vorsichtig mit der Behauptung, das ist immer und garantiert so. Weil wir einfach fehlbar sind ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehltritts >0%.
Hier aber ist es unpassend auf die ratsuchenden mit der Moralkeule um sich zu schlagen. Es bringt einfach niemanden weiter. Diese Leute verfehlen in solchen Threads schlicht und ergreifend das Thema.
falls es so rüber kommt, dass mein Wegs der Königsweg sei, tut es mir leid. Ist es nicht- im gegenteil- und da bin ich bei den skeptikern: Es ist super schwierig, schmerzhaft, wirr, unkonventionell und mit Sicherheit für andere nicht das Richtige. Und ja, von außen betrachtet in der Metaebene sind manche Schlussfolgerungen nicht von der hand zu weisen und überlegenswert.
Vielleicht muss ich noch ergänzen: gerade weil unser Weg so schräg ist, soll dass zweifelnde ermutigen ihren Weg anzugehennd ausgetretene Pfade zu verlassen. Scheitern kann man, aber dann wenigstens mit der Gewissheit, alles getan zu haben.

10.05.2019 12:50 • #36


LarsWilhelm

LarsWilhelm


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Zitat von Babs54:
Dazu kann ich dir nur gratulieren:)
Ich bekomme, gelindegesagt, einen Kot_zreiz wenn ich höre "es sind immer 2 Menschen "schuld" am Scheitern einer Ehe. Niemand ist i.d.R. "schuld".
Wenn sich der Partner, wie meiner, nach 30 (!) fremdverliebt ist das mehr als bitter und vielleicht nicht zu verhindern.
Aber BEVOR Tatsachen geschaffen weder, besteht die verdammte Verpflichtung, mit dem Partner (und nicht mit dem AF) darüber zu sprechen, was fehlt.
Das hat was mit Respekt und Anstand, und ja: auch mit Moral, zu tun!


Da machst Du es Dir aber einfach. Selbstverständlich gehören zu einem Scheitern immer 2. Jeder hat immer seine Anteile. Diese zu erkennen ist nicht immer einfach, aber das macht sie nicht Nichtexistent. Nicht ohne Grund wurde 1976 das Schuldprinzip abgeschafft.

10.05.2019 13:05 • x 1 #37


H-Moll


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Es ist so: wenn man eine Ehe eingeht, gab man ein Versprechen ab. Wenn man es nicht halten kann oder will, dann ist das so, und man bricht es.

Man brach also sein Wort. Dazu sollte man stehen. Auch dazu, dass das gegebene Wort nicht gilt. Und man sich überlegen sollte, dass man selbst besser keine Versprechen gibt. Denn sonst ist es so: Dein Wort gilt nichts. Gilt für alle Versprechen.

10.05.2019 13:19 • x 1 #38


Babs54

Babs54


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Zitat von LarsWilhelm:

Da machst Du es Dir aber einfach. Selbstverständlich gehören zu einem Scheitern immer 2. Jeder hat immer seine Anteile. Diese zu erkennen ist nicht immer einfach, aber das macht sie nicht Nichtexistent. Nicht ohne Grund wurde 1976 das Schuldprinzip abgeschafft.


Hä?
Ich und einfach machen.......
Warum wurde das Schuldprinzip denn abgeschafft?
Vllt. weil es schwierig ist, Schuld zu "bewerten"?
Irgendwie widersprüchlich, was du schreibst.
Eben um zu schauen, wo eigene Anteile sind, muss man reden. Genau das hab ich gesagt.
Wenn Tatsachen geschaffen werden ohne eine Chance auf Reflektion, wie soll man seine Anteile beleuchten können?
Ich sprach von der Verpflichtung mit dem PARTNER zu reden.
So, das wars dann auch, was ich an dieser Stelle zu sagen habe.

10.05.2019 14:30 • x 1 #39


Isely

Isely


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Mag Lars Wilhelm meinen was er will, ich komme mir beim lesen teilweise veruzt vor. Kann mir das so alles nicht vorstellen, er ist mir zu lasch mit allem, und ich finde er sagt viele Worte ohne was gesagt zu haben. Ist vielleicht nur mein Empfinden.

Wenn ein Paar das lange zusammen ist, Beziehungsprobleme hat, sollte man diese ansprechen, ganz klar, manche merken es aber gar nichts, oder zu spät.
Geht einer von beiden dann fremd, werden die Probleme noch grösser.
Mir ist das auch immerzu wenig, die These da gehören 2 dazu, sei denn, man meint den EM und seine AF.
Ich als Ehefrau hab da nicht aktiv mitgeholfen, ganz sicher nicht.
Und wenn eine AF auch noch weiss, dass es kriselt, sei es das sie das Paar selbst kennt, oder auch heraus hört, oder sich mal die Mühe macht heraus zu bekommen , was schief läuft. Dann kann man wirklich erwarten, dass sie die Finger davon lässt. Auch zu ihrem Eigenschutz, denn sie fliegt, glaubt man der Statistik, als erstes auf die Nase.

Ich stehe auch dazu, habe kein Mitleid mit derEX - AF, hatte sie auch nicht, ganz im Gegenteil.

Bei ihr knallt das Karma übrigens jetzt schon zum 3. mal heftig zu. Ging echt flott.
Meinen Mann nicht bekommen.
Letzten Monat Ihre Hypnose Schnickschnack Praxis aufgelöst ( lief halt nicht)
Und nun, zieht auch noch ihre andere beste Freundin ( die ihr mit Tricks und guten Ratschlägen während der Affäre zur Seite stand) mit ihrem neuen Lover sehr weit weg, wer weiss , vermutlich hat sie jetzt selbst Angst, dass sie sich an den ran macht.

Das kommt davon, Fehler macht jeder, aber hier war Vorsatz gegeben und bis heute keine Reue.

10.05.2019 15:56 • #40


gastfrau1005


Guten Tag,
jeder der hier seine Geschichte schreibt und allgemein um Meinung / Ratschläge bittet kann diese dann lesen, annehmen oder auch nicht.
Das Du es zu krass findest wie hier mache IHRE EIGENE Meinung schildern mag sein...Du musst es ja nicht lesen.
Jeder hat das Recht seine Meinung auszudrücken .... und *übergriffig* und *gefährlich* finde ich übertrieben ausgedrückt.Es liest sich gelegentlich sehr deutlich...das sehe ich auch so, aber ich gestehe auch jedem das Recht zu seine Meinung deutlich auszudrücken.
Das in einem Forum für TRENNUNGSSCHMERZEN potientiell mehr User auf der Seite der Betrogenen und Verlassenen stehen ist , denke ich, auch zu erwarten.
Wie heißt es so schön :... wer um Regen bittet muss auch mit dem Schlamm fertig werden.
Alles Gute Dir.

10.05.2019 16:26 • #41


darkenrahl

darkenrahl


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Zitat von Bones:
Shedia hatte hier doch anscheinend so viele Geschichten und Namen,da kann doch keiner mehr abschätzen, was davon wirklich stimmt.Also kein gutes Beispiel für einen Weg zurück in die Ehe.


Ich denke, was vor allem Isabella99 da geschrieben hat, kann einigen, ob Betrogene oder Betrüger, recht hilfsam sein. Es kann ganz sicher ein retour geben, wenn Beide gewillt sind etwas dafür zu tun und auch verzichten können. Und, vor allem Respekt zueinander haben und ehrlich sind.

10.05.2019 18:12 • #42


darkenrahl

darkenrahl


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Zitat von LarsWilhelm:
Das ist mit Verlaub dummes Zeug. Weil es schwarz weiß ist. Digital. Und die Welt ist nicht digital. Und damit schließt sich der Kreis.


Ja, wir haben schon verschiedene Ansichten, aber deswegen muss man andersmeinige nicht angreifen

10.05.2019 18:24 • x 1 #43


darkenrahl

darkenrahl


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Zitat von DieSeherin:

ist schmerz denn messbar? ist er nur groß und erlaubt, wenn "die/der betrogene" ist?


Nein, messbar ist er nicht, aber man spührt ihn, die einen mehr und die anderen weniger.

10.05.2019 18:30 • #44


darkenrahl

darkenrahl


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594
Zitat von Valeria:
Ich habe festgestellt, dass mir diese ständig gleichen Unkenrufe aus der Ecke der überzeugten Affärenopfer hier inzwischen einfach nur noch auf die Nerven gehen und absolut nicht zu meinem Leben und meiner positiven Lebenseinstellung passen.


Es sind nicht immer Unkenrufe aus dieser bösen Ecke, solche Erlebnisse können einem böse den Teppich unter den Füssen wegreissen und, das Erlebte kann halt einige lange verfolgen. Dir und anderen, die es geschafft haben gratuliere ich herzlich, aber verhöhnt die nicht, die das nicht begreifen können.

10.05.2019 18:42 • x 1 #45




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