234

Eine Frau sagte Warum bleibt kein Mann bei mir?

Selbstliebe

Selbstliebe

3812
1
3290
Zitat von kuddel7591:
Nur... wer sich verbiegt, um zu "gefallen", kann doch sein eigenes Leben gar nicht leben. Wer
einen Mensch "braucht", der sich zu verbiegen hat, damit es DEM Mensch gut geht, dass der
Mensch zufrieden und glücklich wird/ist....was wäre das für ein "Gebilde" an Partnerschaft? Das
"verbiegen" würde eher nach Unterwerfung klingen, um sich anzupassen.


Nach welcher Art Beziehungsmodell Leute ihr Partnerschafts-Leben leben, ist doch völlig schnuppe, solange beide glücklich und zufrieden sind. Für dich klingt das nach Unterwerfung, für sie selbst in dem Fall die reinste Erfüllung -->der Topf hat seinen Deckel gefunden.

09.08.2018 09:15 • x 1 #91


Sahnekirsche

Sahnekirsche

311
381
Kuddel möchtest du mal Kinder? Vermutlich nicht, oder?

09.08.2018 09:18 • #92


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
Zitat von Selbstliebe:

Nach welcher Art Beziehungsmodell Leute ihr Partnerschafts-Leben leben, ist doch völlig schnuppe, solange beide glücklich und zufrieden sind. Für dich klingt das nach Unterwerfung, für sie selbst in dem Fall die reinste Erfüllung -->der Topf hat seinen Deckel gefunden.


@ Selbstliebe

....so betrachtet - jeder/m das Seine.... ;-)

@ Sahnekirsche

....das Thema ist ein anderes.... sorry!

Und Kinder haben zu wollen - nicht, wenn Augenhöhe nicht gegeben ist...AUCH an die Zukunft
von Kindern denkend.

09.08.2018 09:23 • #93


Sahnekirsche

Sahnekirsche

311
381
Meine Frage ganz allgemein. Menschen die es anstreben alleine, sprich kinderlos zu sein haben eine eigene Denkweise und da sehe ich dich.

Weder gut noch schlecht, aber eben ICH und NICHT VERBIEGEN, FREIHEIT usw. ;)

Da sind auch gewisse Typen von Frau einfach fehl am Platz. Dafür andere wiederum, ähnlich tickende, der optimale Deckel.

09.08.2018 09:29 • #94


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
Zitat von Sahnekirsche:
Meine Frage ganz allgemein. Menschen die es anstreben alleine, sprich kinderlos zu sein haben eine eigene Denkweise und da sehe ich dich.

Weder gut noch schlecht, aber eben ICH und NICHT VERBIEGEN, FREIHEIT usw. ;)

Da sind auch gewisse Typen von Frau einfach fehl am Platz. Dafür andere wiederum, ähnlich tickende, der optimale Deckel.


@ Sahnekirsche

danke für deine Antwort.

Anstreben, eine Partnerschaft ohne Kind/er zu wollen - heute Gang und Gäbe.
Kind/er zu wollen - klar, nur mit einer/m Partner/in, die auch Kind/er wollen, was
für mich z. B. bedeuten würde - die Partner/in "passt". Nix mit "verbiegen" oder
"gefallen" wollen. sondern das "Original in Natura"!.

Eine eigene Denkweise - ich denke, die haben alle Menschen. das ist auch gut so.
Ob es erstrebenswert ist, dass "Rädchen in Rädchen" greift. auf jeden Fall. Und
dass Kommunikation (zu reden UND zuzuhören) gegeben ist, um über alles reden
zu können - die "kleinen Geheimnisse" exklusive - versteht sich für mich z. B. von
selbst.

Verbiegen - weder die Partnerin noch ich, um ein "wir" zu ermöglichen. Kürzlich
war hier zu lesen: "Ich - du - wir". Ich denke, dass das eine gute Basis ist, ohne
dem EGO eine Plattform zu geben. Für beide Partner gilt - jeder macht "seins",
wie es zu einer Partnerschaft gehört. um mit dem "du" ein "wir" zu leben. ;-)

Oder wäre das zu theoretisch? Es schreiben sehr viele in der Weise - vor allem
Frauen. oder wäre das "nur" ein Ideal, was nicht realisierbar ist? Ich kenne Paare,
die ihre Partnerschaft SO leben. über viele Jahre!

Und. es gibt hier einen Joke: "Wer seine Frau liebt, lässt sie daheim!" "Wer den
Mann liebt, lässt ihn daheim!" . um das jeweilige "ich" zu ermöglichen, um nicht
zu "kletten"?!

09.08.2018 10:18 • #95


Helli

Helli

924
3
1301
Zitat von kuddel7591:
Kontrolle mag nachrangig eine Rolle spielen - meist niemals vordergründig.


Nee, natürlich nicht vordergründig.
Niemand stellt sich hin und sagt: Ich kontrollier jetzt mal Dich und Dein Leben. Die Erweiterung des eigenen Einflusses wird natürlich subtiler versucht umzusetzen.

Aber Kuddel, ich check immer noch nicht, worum es für Dich hier geht, also, warum Dich diese Aussage einer Frau, ausgesprochen in einer Trennungssituation, so nachhaltig beschäftigt und was Du daraus als Vermutung ableitest.

Deswegen wünsch ich Dir viel Spaß:
Zitat von kuddel7591:
"Tanz, Trance & Transformation" - ein ekstatisches Tanzerlebnis"!



Zitat von kuddel7591:
Nein....nichts zwielichtiges,


Schade eigentlich :mrgreen:

10.08.2018 13:53 • #96


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
@ Helli

eine ganze Weile bin ich schon hier im Forum - da ich selbst eine Affäre hatte, galten die Threads "der Affären" meinem Interesse. Dort anfangs nur zu lesen, war sehr spannend,
zum Teil auch erschütternd. Es lief fast immer darauf hinaus, dass die Frauen, die als
"Geliebte" eine Affäre mit Fremdgängern hatten, die Männer für das Scheitern der Affären
verantwortlich machten.
So entstand ein für mich schiefes Bild - denn es KANN einfach nicht sein, dass für das
Ende von Beziehungen/Ehen/Affären stets die Männer verantwortlich sein sollen. Das ist
ein Ding der Unmöglichkeit, stellt das doch heraus, als wären Männer immer die alleinigen
Auslöser.
Die Aussage der Frau (Warum bleibt kein Mann bei mir?) wurde mit anderen Worten in den
jeweiligen Threads immer mal laut. Danach hatten Frauen immer wieder mal Affären, auch
mehrere nacheinander, die zuvor verheiratet waren und sich als "Geliebte" aufmachten,
durch Affären mit Verheirateten einen Mann zu ergattern. Dass Männer sich nicht "mal eben"
scheiden lassen, um einer Geliebten die "Treue" zu halten...klar oder?
Die Geliebten - keine einzige hat eingestanden, selbst einen Grund für das Scheitern einer
Affäre geliefert zu haben. Und mir erschien und erscheint das unheimlich, weil das nicht der
Realität entsprechen kann.

"Warum bleibt kein Mann bei mir?" Einige der "Geliebten" werden sich das auch fragen (können),
warum sie keinen "Fremdgänger" aus der Ehe rauslotsen konnten....denn es kam immer mal
wieder zur Sprache, was Geliebte nicht alles unternommen haben, um den Fremdgänger-"Götter-Gatten" zu bekommen.... AUCH geknüpft an ggf. (zu) hohe Erwartungshaltungen an die Männer,
die den Erwartungen nicht nachkommen wollten und die Affären haben platzen lassen.

Nein...."nachhaltig" beschäftigt mich die Frage nicht. Denn es wird diese Frage auch so gestellt
werden können: "Warum bleibt keine Frau bei mir?" Männer stellen diese Frage aber nicht öffentlich , um sich keinen "abzuholen".... u. A. Lacher. Frauen stellen die Frage öffentlich, warum kein Mann bei ihnen bleibt... !

Zitat:
"Tanz, Trance & Transformation" - ein ekstatisches Tanzerlebnis"!


Da bin ich in einem Kreis von Menschen, die mehr als nur ein Schicksal hinter sich haben. Es
geht vornehmlich um gesundheitliche Schicksale, aber auch um Menschen, die gleichzeitig partnerschaftlich gehörig etwas mitgemacht haben. Ich habe selbst im Rahmen einer Reha-
Maßnahme in diese Art Tanzen reingeschnuppert....und habe das für mich als GUT empfunden
und beteilige mich 2 mal im Jahr an entsprechenden Seminaren. ;-)

Und da bleibt kein Raum für "Zwielichtiges"..... ;-)

10.08.2018 14:24 • x 1 #97


Annalisa

Ich glaube, du vermischst hier ein paar Sachen:

1. hast du dich ja getrennt. Somit kann diese Frau sagen, was sie will und du musst dir ja auch keine Gedanken mehr machen.

2. Verstehe ich ihren Satz so, dass sie sich die Schuld gibt. Nicht den Männern.

3. Deine letzte Beziehung kann nicht mit einer Affärenbeziehung verglichen werden, da es ja keine war, oder? Das sind zwei verschiedene Dynamiken. Eine Beziehung ist nicht dasselbe wie eine Affäre. Hattest du schon mal eine Beziehung?

10.08.2018 14:40 • x 1 #98


Helli

Helli

924
3
1301
Ah, alles klar Kuddel, danke für Deine ausführliche Erläuterung!

Zitat von kuddel7591:
So entstand ein für mich schiefes Bild - denn es KANN einfach nicht sein, dass für das
Ende von Beziehungen/Ehen/Affären stets die Männer verantwortlich sein sollen. Das ist
ein Ding der Unmöglichkeit, stellt das doch heraus, als wären Männer immer die alleinigen
Auslöser.


Es sind m.M.n. immer beide oder auch alle Parteien am Scheitern einer wie auch immer genannten Beziehung verantwortlich.
Aber einerseits glaube ich entsteht dieses schiefe Bild durch das klare Übergewicht von Frauen hier, die berichten. Und diese Frauen berichten ja dann oft aus einem akuten Zustand der Verzweiflung, ausgelöst durch enttäuschte Hoffnungen. Andererseits wird das Etikett "Affäre" glaub ich insgesamt oft missgedeutet, denn:
Zitat von kuddel7591:
Dass Männer sich nicht "mal eben"
scheiden lassen, um einer Geliebten die "Treue" zu halten...klar oder?


Klar.

Zitat von kuddel7591:
Die Geliebten - keine einzige hat eingestanden, selbst einen Grund für das Scheitern einer
Affäre geliefert zu haben. Und mir erschien und erscheint das unheimlich, weil das nicht der
Realität entsprechen kann.


Ich glaube, Affären haben ein inharäntes Ablaufdatum.

Zitat von kuddel7591:
Nein...."nachhaltig" beschäftigt mich die Frage nicht. Denn es wird diese Frage auch so gestellt
werden können: "Warum bleibt keine Frau bei mir?" Männer stellen diese Frage aber nicht öffentlich , um sich keinen "abzuholen".... u. A. Lacher. Frauen stellen die Frage öffentlich, warum kein Mann bei ihnen bleibt... !


Ja genau!
Womit wir übrigens auch wieder bei Geschlechterrollen sind.


Zitat von kuddel7591:
Ich habe selbst im Rahmen einer Reha-
Maßnahme in diese Art Tanzen reingeschnuppert....und habe das für mich als GUT empfunden
und beteilige mich 2 mal im Jahr an entsprechenden Seminaren.


Ich hab mir da nur einen kleinen Scherz erlaubt, Kuddel, den musste ich machen :mrgreen:
Aber das ich Dir viel Spaß wünsche war ganz ernst gemeint :wink:

10.08.2018 14:41 • #99


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
Zitat von Annalisa:
Ich glaube, du vermischst hier ein paar Sachen:

1. hast du dich ja getrennt. Somit kann diese Frau sagen, was sie will und du musst dir ja auch keine Gedanken mehr machen.

2. Verstehe ich ihren Satz so, dass sie sich die Schuld gibt. Nicht den Männern.

3. Deine letzte Beziehung kann nicht mit einer Affärenbeziehung verglichen werden, da es ja keine war, oder? Das sind zwei verschiedene Dynamiken. Eine Beziehung ist nicht dasselbe wie eine Affäre. Hattest du schon mal eine Beziehung?


@ Annalisa

dass ich meine privaten "Animositäten" aus den Vergleichen rausgelassen habe - zumindest habe
ich es versucht. Dieser Thread ist nicht "vom Zaun" gebrochen, sondern fußt auf etwas, was ich durch viel Lesen in allen "Genres" des Forums, in denen es um Trennungen und Scheidungen usw. ging und viele reale Gespräche mit Betrogenen, Betrügerinnen und "Geliebten" glaube, erkannt zu haben. Ob ich richtig liege - es wird nicht alles stimmig sein...und wenn 10 Leute lesen, werden 10 verschiedene "Meinungen" und Ansichten aufkommen.

Eine Beziehung zu sezieren oder eine Affäre zu sezieren - die Bemühungen von Beziehungspartnern und Affärenpartnern um den jeweils anderen Partner sind sooooooooooo unterschiedlich nicht. Ich will es mal nicht als "Balz" bezeichnen, was die jeweiligen Bemühungen angeh! ;-) Womit ich konform gehe ... im Zusammenleben an sich gibt es - logo - gewaltige Unterschiede.

10.08.2018 18:41 • #100


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
@ Helli

"Ein Hund allein beißt sich nicht!"

Den Satz kennt jeder und der trifft auch auf sich trennende Partner zu - egal welche Verbindung zwischen 2 Menschen beendet wurde. Aktives Handeln eines Partners wie Passivität des Anderen können Auslöser sein....Unterlassung (von was auch immer) kann Auslöser sein - wobei Unterlassung von etwas den dennoch aktiven/auslösenden Part darstellen kann.

Ja...dass Frauen ein Übergewicht im Forum darstellen, ist klar zu erkennen. Das heißt aber nicht, dass Männer nicht zu Wort kommen... ;-) Und auch - wenn eine so große Anzahl Frauen die frauentypische Position darstellt, heißt das nicht, dass deren Position Allgemeingültigkeit hat. Und nein...es geht nicht darum, zu "gendern", sondern eher darum, eine Schieflage durch "Meinungen" und "Verurteilung" zu minimieren.
Zu dem stehen, was Frau wie Mann mitzuverantorten hat, wenn es um Trennungen aus Beziehungen, Ehen, Affären heraus geht, ist das mindeste, was erwartet werden kann. Auch dass die jeweiligen Positionen berücksichtigt werden müssen, steht außer Frage - will heißen... die Belange der mitbeteiligten Partner mit einzubeziehen. Affären betreffend sind es neben den Betrüger/innen und "Geliebten" auch die Betrogenen. Da wird leider immer wieder mal ausgeblendet, was z. B. "Geliebte" vs Betrogene angeht.

Der Aspekt "Affäre" wird sehr hoch gehängt....und vor allem "Geliebte" sind nach dem "Zustand Verzweiflung- Enttäuschung-Verletzung" diejenigen, die meist sehr mitgenommen sind. Ihnen muss Beachtung geschenkt werden ja... aber immer im Rahmen bleibend, denn sie haben aktiv am Betrug und der Lüge der Betrüger/innen mitgewirkt.
Heute kann niemand mehr sagen, von möglichen Auswirkungen durch Affären nichts gewusst zu haben. Die Betrüger/innen verschweigen zu einem geringen Teil, dass sie bereits vergeben sind. Geliebte wissen das meist rechtzeitig, um dann immer noch auszusteigen.

Aber... das soll nicht das Thema dieses Threads sein. Es geht mir darum, dass Frauen oft ein viel zu hohe Erwartungshaltung in Beziehungen einbringen....und dadurch ein unbewusstes "Paket" schnüren, um Männer unbedingt "halten" zu wollen. Männer wollen nicht "besessen" werden... ;-)

Noch mal zurück zu Affären - "Ablaufdaten" gehen damit einher...aber nicht immer. Es gibt sehr kurzfristige, aber auch mittel- und langfristige Affären. Klar gibt es auch "Mittelwerte"...Statistik sei Dank, die aber erst greift, wenn die Affäre beendet ist! ;-)

Manko: zu wenig, zu viel Kommunikation? Zu wenig, gar kein zuhören? Zu wenig, gar keine Wahrnehmung der/des Partner/in? ....

"Warum bleibt kein Mann bei mir!?"....als Frage gestellt, als Aussage getätigt....
Synonym: "Warum bleibt keine Frau bei mir!?" ....als Frage gestellt, als Aussage getätigt....

10.08.2018 19:09 • #101


Helli

Helli

924
3
1301
(Hinweis: In den folgenden Ausführungen werden die Begriffe "Männer" und "Frauen" nur der leichteren Lesbarkeit wegen verwendet. Ein Anspruch auf Allgemeingültigkeit besteht nicht.)

Zitat von kuddel7591:
Es geht mir darum, dass Frauen oft ein viel zu hohe Erwartungshaltung in Beziehungen einbringen....und dadurch ein unbewusstes "Paket" schnüren, um Männer unbedingt "halten" zu wollen. Männer wollen nicht "besessen" werden..


Frauen aber auch nicht.
Ich kannte mal einen Mann, der mit Kontrollanrufen angefangen hat und als Gipfel des Eisbergs der Meinung war, ich könnte eine Tabelle über meine täglichen Aktivitäten führen und ihm dann quasi abgeben, so wie die Hausaufgaben bei Mutti vorgelegt werden 8)

Abgesehen davon, dass ich ihm keinen Anlass dazu gegeben habe, hatte er wohl schlechte Erfahrungen gemacht, die er mir aber nicht mitgeteilt hat. Wegen "Herauslesen" und "Beobachtung" habe ich diese "Beziehung" als "Kennenlernenphase" betrachtet (finde ich bei mehreren Monaten ohnehin nicht ungewöhnlich).
Aber es wurden eben keine (klaren) Erwartungen formuliert, z.B. "Mir ist es immer wichtig, dass ich weiß, wo Du bist und was Du machst, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe" oder so. Dann hätte ich - klar und fair - entscheiden können, wie ich das finde. So hat er eher versucht, mir das unterzujubeln bzw. hat mich dann einfach, ohne mein Einverständnis, kontrolliert.

Zusammengefasst: Meinem Eindruck nach haben Männer sehr wohl selbst auch Erwartungen an Frauen, Kuddel, Du z.B. möchtest nicht vereinnahmt werden. Aber formulierst Du diesen für Dich wichtigen Punkt auch, wenn Erwartungen thematisiert werden?
Ich habe den Eindruck, Frauen sind in ihren Erwartungen viel klarer als Männer, da sie ausgiebig nachgedacht haben, was sie wollen und was sie nicht wollen. Als Grundlage für eine Partnerschaft sehe ich es als sehr wichtig an.
Besonders auch, was die Punkte Nähe und Distanz angeht. Jemand, der eine symbiotische Beziehung anstrebt hätte sich mit meinem Kontrollfreak ja vermutlich sehr wohl gefühlt.


Zitat von kuddel7591:
Manko: zu wenig, zu viel Kommunikation? Zu wenig, gar kein zuhören? Zu wenig, gar keine Wahrnehmung der/des Partner/in? ....


Ich denke, zu wenig Kommunikation. Seine Bedürfnisse, Erwartungen, Vorlieben kommunizieren, das erfordert evtl. auch Übung.
Die Wahrnehmung des Anderen kann auch dadurch gestört werden. Wenn ich z.B. bemerke, jemand will mich vereinnahmen, dann achte ich mehr auf mich und wie ich mich abgrenzen kann. Ich sehe den Anderen dann also nicht mehr in seinen Bedürfnissen. Das ist ganz natürlich denke ich. Aber dann läuft schon alles in eine falsche Richtung.
Wobei wir wieder am Anfang wären: Ich brauche einen passenden Partner. Da erürbigen sich nämlich diese ganzen Manöver.

11.08.2018 07:11 • #102


Feel

Wenn ich mich nochmal einklinken darf, dieses Nähe Distanz Thema finde ich sehr interessant.@ Kuddel,ich lese aus deinen Zeilen heraus,das du aber auch Schwierigkeiten hast, deine Bedürfnisse ,Vorstellungen und Wünsche was dieses Thema betrifft, klar deiner Partnerin zu kommunizieren.Was findest du so schwierig daran? Ab einem gewissen Alter kann man doch offen damit umgehen.Hast du eigentlich versucht das Problem durch ein Gespräch zu klären bevor du dich getrennt hast.
Und ab wann beginnt für dich das Vereinnahmen? Redest du von Extremen oder fängt das bei dir schon in Verhalten an, die für andere vielleicht noch ganz normal erscheinen.Was genau sollte deine Partnerin erfüllen, damit sie für dich passend erscheint.!?
Sorry, bin mal neugierig, da ich mich mit dem Thema auch immer wieder beschäftige.
Es sind übrigens nicht nur die Frauen , auch im umgekehrten Fall können sich Frauen von den Männern eingeengt fühlen.
Wann beginnt bei dir Vereinnahmen?
Und ohne dir zu Nahe treten zu wollen, in welcher Altersklasse befindest du dich, ungefähr?Denn Erfahrungen spielen zu diesem Thema ja auch eine große Rolle.
Junge Menschen sehen das ja nochmal anders.Ich frage, damit ich dich ungefähr einordnen kann.

11.08.2018 08:01 • x 1 #103


kuddel7591

kuddel7591


4460
2
4122
@ Helli
@ Feel

Erwartungen zu formulieren - ich denke, dass die "Anzahl" an Erwartungen mit den gemachten Erfahrungen wächst. Das mit dem Vereinnahmen kannte ich in der Qualität zuvor nicht - also sah
ich keinen Anlass, dass zu "formulieren".

Klar habe ich Erwartungen, die ich eher als "Selbstverständlichkeiten" angesehen habe, bzw.
ansehe. Es zeigt sich allerdings, dass auch diese formuliert werden müssen, um für eine "klare
Kante" zu sorgen. Oder gibt es "Anlaufphasen" - ein Entstehen einer Beziehung - wo sich das herauskristallisieren muss, um ggf. nachjustieren zu müssen?

Auf Affären beziehe ich das allerdings das gar keinem Fall....dort gibt es NULL "Anspruchsrechte"
auf Irgendwas. Dort gibt es "good will"....mehr nicht. Auch wenn sich Affärenpartner gegenseitige "Versprechen" geben, zählen diese nicht - es kann nichts eingefordert werden. Und
in diesen Situationen sind Männer rigoroser....was sie nicht umsetzen wollen, wird nicht gemacht.
Das zu kommunizieren - da wird es einem Angst und Bange, das im Forum zu lesen, wie hysterisch FRAU (als Geliebte) darauf reagiert, wenn ein Betrüger sich nicht an gemachte "Versprechen" hält.

Aber...ist in der Anbahnung einer Beziehung "Versprochenes" zwingend bindend? Ist Zugesagtes der Weisheit letzter Schluss? Gibt es da nicht auch das "good will"? Oder ist der Bezug zueinander schon wesentlich intensiver, weil kein/e Dritte/r (wie bei einer Affäre) "im Weg steht"?

Hier im Forum zu lesen...egal ob es um Affären oder Beziehungen geht....lässt kaum einen Trend unterschiedlicher Handhabung erkennen. Erwartungen zu haben....okay! Ein Mindest-Anspruch muss gegeben sein, sonst macht das alles von Beginn an keinen Sinn. Ein Tellerwäscher und eine Millionärin kommen nur im Film zusammen... ;-) Auf den Intellekt bezogen werden sich die wenigsten "verschlechtern" wollen....klingt arrogant - ich weiß!

Klar gibt es altersspezifische Unterschiede - auch auf Erfahrungen begründet. "Jüngere" sind ggf. pragmatischer..."Ältere" eher vorsichtiger. Wobei....wenn es kracht, eine Beziehung oder eine Affäre ins Leere geht, ist die Qualität der Leiden nahezu identisch....sowieso nach Frauen und Männern getrennt zu sehen.

Und nein.... bitte nicht "herauslesen", was ich schreibe, sondern das lesen, was ich schreibe. Interpretationen führen zu nichts, weil sie jemandem einen "mitgeben" können, was nicht Sinn
der Sache wäre. Klar können Interpretationen "helfen", bei sich selbst etwas Unentdecktem auf die spur zu kommen - nach dem Motto: "habe ich so noch nicht betrachtet!" Gewöhnlich sind Interpretationen nicht zielführend.

Klar hat "Vereinnahmen" Anfänge - denen gilt es "zu wehren"! Z. B. in den Tagesablauf des Anderen reinzureden, der nun mal bei vielen geregelt sein muss, egal worum es geht....beruflich verpflichtet, ehrenamtlich verpflichtet, privat verpflichtet (z. B. bei pflegerischer Versorgung in der Familie), Eingriffe in die Zeiten, die einem Hobby gelten, Freundeskreis, um nur ein paar zu nennen, die alle "auf einmal" nie zum Tragen kommen, aber Gründe darstellen können.
Was ist "extremes Vereinnahmen"....was ist "einfaches Vereinnahmen"? "Vereinnahmen" ist aus meiner Sicht generell ein NO GO. "Ansprüche" stellen ist schon etwas, was sachte formuliert werden muss. Ich setze darauf, dass die Partnerin "will", sich zu nichts gezwungen sieht, was sie einzubringen hätte.

Bingo.... auf sich selbst zu achten, wenn Vereinnahmung beginnt, um nicht in den "Besitz" des Anderen überzugehen. Das sehe ich als unbewusste "Schutzmaßnahme" an, die bei der Wahrnehmung von Vereinnahmung einsetzt.....und derer gilt es sich zu erwehren, damit sie sofort eingestellt wird. "Eindämmen" ist mir da zu wenig.... ;-)

Ja.... den passenden Partner/die passende Partnerin - das ist es! ;-)

11.08.2018 09:05 • #104


Helli

Helli

924
3
1301
Zitat von kuddel7591:
Und nein.... bitte nicht "herauslesen", was ich schreibe, sondern das lesen, was ich schreibe. Interpretationen führen zu nichts, weil sie jemandem einen "mitgeben" können, was nicht Sinn
der Sache wäre.


Ich glaub, das ist nicht richtig angekommen. Das Herauslesen bezog sich auf den von mir oben geschilderten Fall. Da er nicht klar formuliert hatte, auch nicht in einem "Gesprächsangebot" meinerseits, dass ihm das sehr wichtig ist, habe ich es aus dem Verhalten herausgelesen. Im Nachhinein denke ich, er wußte selbst nicht, dass das sein Bedürfnis war. Weil nicht nachgedacht.

Zitat von kuddel7591:
Erwartungen zu formulieren - ich denke, dass die "Anzahl" an Erwartungen mit den gemachten Erfahrungen wächst. Das mit dem Vereinnahmen kannte ich in der Qualität zuvor nicht - also sah
ich keinen Anlass, dass zu "formulieren".


Ja, man macht manchmal Erfahrungen, die eine neue Qualität zeigen. Aber wenn man auch dadurch weiß, wie wichtig einem selbst das ist, wird man zumindest in Zukunft wohl mehr darauf achten, diesem Bedürfnis Geltung zu verschaffen.

Zitat von kuddel7591:
Aber...ist in der Anbahnung einer Beziehung "Versprochenes" zwingend bindend? Ist Zugesagtes der Weisheit letzter Schluss?


Es geht m.M.n. nichtmal um Versprechen, sondern um eine Darstellung der eigenen Bedürfnisse. Versprechen hieße ja, ich sage etwas fest zu, was mir aber evtl. widerstrebt. Das macht ja keinen Sinn. Einen Kompromiss finden ist besser. Beide (!) stellen ihre Sicht oder Wünsche dar und dann einigt man sich. Ohne das geht es auch mit passendem Partner nicht.

Zitat von kuddel7591:
Bingo.... auf sich selbst zu achten, wenn Vereinnahmung beginnt, um nicht in den "Besitz" des Anderen überzugehen. Das sehe ich als unbewusste "Schutzmaßnahme" an, die bei der Wahrnehmung von Vereinnahmung einsetzt.....und derer gilt es sich zu erwehren, damit sie sofort eingestellt wird. "Eindämmen" ist mir da zu wenig....


Ja, aber genau das meine ich. Unausgesprochen beginnt hier ein Eiertanz. Einer grenzt sich ab, der andere, dadurch in Not oder Panik, rückt einem noch mehr auf die Pelle usw.
Es geht nicht ohne klare Sprache.


Zitat von kuddel7591:
Ja.... den passenden Partner/die passende Partnerin - das ist es!


Ja. Problem gelöst :mrgreen:

11.08.2018 09:21 • #105




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag