Zitat von Gerda82: Ich beleuchte die andere Seite und falle nicht auf ihre Entschuldigungen rein. "Ich stecke schon zu tief drin". Ähm ja. Vielleicht hilft es ihr, sich mit sich zu befassen und der Frau und dem Jungen in Ruhe gelassen zu werden.
Let me fix this for you:
Du möchtest ungefragt den Schmerz, den Du erfahren hast, gerne hier auf die TE projizieren und unter dem Deckmantel der Moral, der TE Vorschriften machen, wie sie ihr Leben zu leben hat.
Beleuchtet wird hier nichts außer Deiner persönlichen Verletzung.
Wasabix: Mir würde, wenn ich in Deiner Situation wäre, meine Funktionalität Sorgen machen. Es ist die eine Sache jemanden in schweren Zeiten zu stützen (auch wenn ich das in der Kennlernphase, ihr seid ja erst seit Oktober zusammen und nein das vorher zähle ich nicht dazu, für schwierig halte), es ist eine völlig andere Sache tragender Balken eines maroden Hauses zu werden.
Bei Suchterkrankungen oder anderen dysfunktionalen Situationen wird immer von Enabler oder Co-Abhängigkeit gesprochen, da würde ich noch genauer hinschauen. Ich hab gesehen, daß Du dazu schon ein paar Ansagen gemacht hast und ja finde ich erst einmal so weit auch gut. Aber ein kleiner Einwand, da findet extrem viel Beschäftigung mit ihm, ihr und dem Sohn statt und wenig mit Dir.
Ich würde also mal folgende Frage in den Raum werfen: Was macht, daß Du Dich für einen Mann interessierst, der nicht nur vergeben ist, sondern Dich so sehr braucht, um etwas aufrecht zu erhalten, was ja langfristig nicht im Sinne eurer Zweisamkeit sein kann.
Kennst mich, daß der vergeben ist, ja nicht cool, aber jetzt isses halt so, aber eigentlich fällt dann die Wahl auf einen besonders schönen, attraktiven, was auch immer jedenfalls habenswerten Mann und nicht auf den angeschossenen Problembären.
Und ich sehe eine Gefahr: Was macht man, wenn man mit einer solchen Situation nicht mehr zufrieden ist oder sich etwas anderes wünscht, genau man trennt sich und zieht sich zurück. Wenn Dein Rückzug aber an seine Möglichkeit für seine Familie da zu sein gekoppelt ist, dann macht das auch etwas mit Dir. Denn dann stehst Du nicht mehr vor der "normalen" Wahl jeder Affäre, sich eben für sich zu entscheiden, sondern Du trägst, ob Du willst oder nicht jetzt einen Teil des Konstrukts mit. Erinnert so ein bissl an die Situationen im Forum, ich kann mich nicht trennen, sonst tut er sich etwas an. Da werden Verantwortungen ganz, ganz seltsam verschoben und es geht so gut wie nie gut aus.
Und irgendwo da, hast Du einen Anteil.
Es ist natürlich immer leicht zu sagen, ich hätte mich auf so eine Situation nie eingelassen, aber ich bin wirklich der Auffassung, daß ein gesunder Mensch da Freundschaft angeboten hätte, aber sich nicht auf eine romantische Beziehung eingelassen hätte, weil die Gefahr der ohnehin schon tragischen Situation weitere Verstrickungen hinzuzufügen so massiv hoch ist.
Wie immer, ich bin kein grundsätzlicher Affärengegner, aber mein Selbsterhaltungstrieb wäre in der Situation einfach viel zu groß gewesen, da mehr als Freundschaft (auch emotional verbundene) anzubieten.