Zitat von MissLilly: Kurze Frage.. kann es sein, dass hier Beiträge gelöscht wurden ?
Den Eindruck habe ich auch, weiß aber nicht was dort stand.
Zitat von Wasabix: Wenn ich helfen kann, versuche ich es.
Diese Eigenschaft ist grundsätzlich sehr lobenswert, allerdings kann man nicht jedem helfen.
Ich brauche selbst oft mal länger bis ich diesen Umstand akzeptiere, wenn mir der hilfsbedürftige Mensch nahe steht.
Manche wollen keine Hilfe annehmen oder weigern sich regelrecht irgendetwas zu verändern.
Zitat von Wasabix: Ich bin schon immer so.
Wenn ich Not gesehen habe, und ich konnte helfen, habe ich das gemacht.
Wer hilft dir eigentlich?
Würdest du selbst um Hilfe bitten oder sie annehmen?
Zitat von Wasabix: Ich konnte nur nicht gleich loslassen, weil ich schon jahrelang alleine war.
Und weil ich 2 Jahre corona mehr oder weniger,alleine überstehen musste.
Es war also die Folge langwieriger Einsamkeit.
Das tut mir leid. Spielt diese Einsamkeit auch jetzt noch eine (unterbewusste) Rolle?
Ich verstehe schon warum du ihn nach so einer Diagnose und OP nicht fallen lassen möchtest.
Bloß abgesehen davon gibt es sicherlich weitere Gründe warum dir loslassen so schwer fällt, oder?
Brauchst du eine Aufgabe?
Zitat von Wasabix: Ich war der erste Mensch, dem er überhaupt von diesen Vorfällen erzählt hat.
Aus Scham und Angst hielt er jahrelang den Mund.
Hm,....kann sein....hört sich vermutlich gut an die einzige Auserwählte zu sein mit der er drüber reden kann. Ob das tatsächlich aus Scham war oder weil er bei anderen Menschen auf weniger Verständnis gestoßen wäre weiß nur er.
Solche Aussagen machen dennoch etwas mit dir vermute ich, zumindest weckt es deinen Beschützer-Instinkt.
Zitat von Sonnenblume53: Mag sein, dass er unglücklich war. Aber auch im Unglück kann man sich einrichten. Vor allem dann, wenn eine liebe, fürsorgliche Frau wie Du tröstend zur Seite steht! Da kann man sich dann erholen, um frohgestimmt und frisch aufgeladen wieder ins Gewohnte zurück zu gehen.
Joar, sehe ich ähnlich. Hinzu kommt noch, dass er daheim nicht allein ist und mindestens eine Person sich dort auf ihn freut. Sein Sohn auf jeden Fall.
Während Wasabix mit sich und ihren Gedanken über seine Situation vorerst allein zurück bleibt.
Zitat von Wasabix: Er wollte tatsächlich voerst keinen Termin mehr holen.
Da er sich fragte, was er bringen würde,wenn er stundenlang aus seiner Vergangenheit berichtet.
Er hätte doch auch über die aktuelle Lage sprechen können oder wie er sich die Zukunft vorstellt. Therapie bringt nicht viel wenn er den Status Quo behalten möchte.
Zitat von Sonnenblume53: Und jetzt kommt das, was ich nicht verstehe:
wenn er mit Dir zusammengelebt hätte, wäre er doch auch nicht ständig bei seinem Sohn?
Dann wäre das aber plötzlich gegangen? Wie kommt das?
Diese Logik verstehe ich auch absolut nicht. Es klang so als sei eine Wohnung perfekt gewesen was die Lage, die Größe und den Preis betraf und es sei ausschließlich daran gescheitert nicht allein einziehen zu wollen.
Mit dir, Wasabix wäre er dort eingezogen und hätte seinen Sohn bei der Mutter gelassen?
Zitat von VictoriaSiempre: Mich hat damals immer begleitet, wo es bleiben könnte, wenn mir und dem Vater was passieren würde;
Darüber sollte man sich schon Gedanken machen, es müssen nicht zwangsläufig die Paten sein.
Als ich noch relativ jung war wurde mir von meiner Mutter gezeigt wo das Testament meiner Eltern sich befindet und erklärt wer sich im schlimmsten Fall um mich kümmert. Keine Ahnung wie sinnvoll oder schädigend solche Dinge bewertet werden aus heutiger Sicht. Ich wusste zumindest wer für mich da wäre falls es nötig ist.
Zitat von Wasabix: Ja ich denke schon. ( ich glaube seine Schwester oder Nichte?)
Müsste nochmal nachfragen.
Die leben ca 3 Autostunden entfernt.
Vor Ort gibt es keine Paten
Das ist zwar nicht deine Baustelle, die Frage stellte sich mir beim Lesen. Warum wählen eigentlich so viele Eltern Paten aus, die nicht mal in der Nähe wohnen?
Ursprünglich geht es bei so einem Amt doch um viel mehr als um Geschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
Zitat von Abendrot: Wie wäre es , wenn er ab und zu zu seiner Tante und deren Familie könnte ?
Zitat von Wasabix: Geht nicht. 3 Autostunden entfernt.
Und der Junge muss ja zur Schule gehen
Vielleicht in den Herbstferien?
Oder umgekehrt? Die Tante könnte sich evtl. Urlaub nehmen und den Jungen in seinem gewohnten Umfeld unterstützen.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten wenn man will.
Leider gibt es auch viele Gründe warum alles nicht geht und keine Hilfe in Anspruch genommen wird.