Alena-52
Gast
Zitat von Westi:westi, oft sind das masken, du kannst zu ca. 90 % davon ausgehen, dass menschen, die sich so verhalten im innen ganz anders sind. sie haben oft den zugang zu sich selbst verloren oder eine mauer um sich. sind zu egoistisch - also in der angst und zeigen es nur nicht so. natürlich gibt es wenige menschen, die über alles erhaben sind und über den dingen wirklich stehen können.Hoi Alena,
prinzipiell deutet es aber doch irgendwo auf fehlendes Selbstbewusstsein hin, wenn man andere braucht, um sich selbst erkennen zu können, oder? Ich meine, Menschen, die mit hoch erhobenem Kopf durch die Welt gehen und davon überzeugt sind, dass nichts und niemand sie stoppen kann....Niederschläge als Lapalie abtun und einfach weitermachen: Ich glaube diese Menschen brauchen keinen Spiegel. Die sind so von sich selbst überzeugt, dass es ihnen ohnehin egal ist, was andere von ihnen halten.
was uns allen an erster stelle fehlt ist unser - ur-vertrauen - haben was das - haben wir alles in uns, selbstbewusstsein, eigenliebe, selbstwertgefühl. unser urvertrauen wurde als erstes ge- oder zerstört. wie kann ein mensch, der schon früh diese erfahrung gemacht hat überhaupt erst selbstwertgefühl etc. entwickeln ? das ist es, was ich meiner erfahrung nach erst wieder selbst aufbauen kann in mir. lerne ich mir selbst wieder zu vertrauen, meinem bauchgefühl, kann ich auch wieder der welt mehr vertrauen und fühle mich in ihr sicher - meine angst löst sich auf.
Zitat:sie brauchen ihre "opfer" wenn sie die nicht haben sind sie tot-ängstlich - sie brauchen sie um überleben zu können und ihr ego aufrechterhalten zu können. diese menschen sind zu bedauern und die, die ihnen zum "opfer" fallen auch.Ich glaube, dass es die arroganten Narzissten da besser im Leben haben. Ein wenig mehr davon wäre in meinen Augen gar nicht mal so schlecht.
Zitat:das geht mir auch so westi - das ist doch das schöne - dieses gegenseitige teilen und stützen - ich bin auch nicht gern auf dauer allein. ich fühle mich auch in einer partnerschaft sehr wohl - wenn ich meine freiheiten habe - die gestehe ich natürlich auch meinem partner zu. das war bei mir nicht immer so - ich habe zu oft meinem partner zuliebe etwas gemacht, was mir im grunde nicht so gefiel weil es nicht in meinem interesse lag oder nicht gut für mich war - das lebe ich jetzt anderes - vieles mache ich gemeinsam mit meinem partner und dennoch lasse ich mir und ihm zeit für eigenes. das macht uns auf dauer viel zufriedener.Ich habe aber für mich über die Jahre hinweg herausgefunden, dass ich in einer Beziehung immer glücklicher gewesen bin. Als Team durchs Leben gehen, Probleme gemeinsam anpacken...sich aufbauen in schlechten Zeiten. Einfach für einander da sein.
Zitat:Eigenliebe: Nuja, wer hat die heutzutage schon in dem Maß, wie es vielleicht mal gewesen ist? Ich glaube, wir neigen in der heutigen Zeit dazu uns sehr schnell selbst zu kritisieren. Der eine ist unzufrieden im Job, der andere hat finanzielle Sorgen, etc. Man wird immer Probleme oder vielleicht mangelndes Selbstbewusstsein oder fehlende Eigenliebe mit in eine Beziehung schleppen.
ja, genau das habe ich erkannt und bin da ausgestiegen - natürlich ist es auch wichtig sich immer wieder selbst kritisch zu betrachten und auch das kann - aus meiner sicht viel verständnissvoller geschehen. warum leiden denn heute immer mehr menschen? warum gibt es denn immer mehr psychische, psychosomatisch erkrankungen ? warum gibt es bei uns immer mehr single-haushalte ? die erwartungen sind viel zu hoch geschraubt bei vielen! ich brauche nicht viel um glücklich zu sein. klar sollten mein leben in der form gesichert sein, dass es mir damit gut gehen kann.
diese 100 % bedingungslose liebe - die ich weitgehend anzustreben versuche - kennt wohl kaum jemand. ich selbst sehe es aber als meine aufgabe alles zu tun um angehend dahin zu kommen und seit ich diesen weg eingeschlagen bin - kann ich überwiegend glücklich sein - und glücklichsein ist mein ziel auf dieser welt. dafür brauche ich keinen mommon, sonderen mich, mein vertrauen und meinen glauben an diese welt, dass das möglich ist. ein partner, der zu mir passt ist nur das sahnehäubchen dafür.
Zitat:meine beziehung ist ja mein spiegel - also wie es selbst um mich steht - läuft die beziehung gut - ist das super - läuft sie nicht gut kann ich versuchen etwas zu verändern.Wenn sich Menschen über eine Beziehung definieren und erst da ihr fehlendes Stück im Leben finden um glücklich sein zu können...dann kann das so falsch ja auch nicht sein, oder?
Einen Menschen, der so von sich überzeugt ist, dass alles an ihm abprallt, der keine Probleme hat und kein bisschen an sich selbst zweifelt: So einen Menschen würde ich persönlich nicht an meiner Seite haben wollen.
ich glaube so einen menschen gibt es auch nicht - wir alle haben unsere licht- und schattenseiten - das macht uns alle doch einzeln so besonders. die kunst ist es doch uns selbst und den anderen so annehmen und lieben zu können wir er ist. auch wenn er mal den jahrestag vergisst oder mal schlechte laune hat und ich deshalb vielleicht enttäuscht oder ärgerlich bin - ich kann ihn trotzdem lieben und erkennen, dass er eben -genau wie ich- ein mensch ist, der sich liebe wünscht. und ich kann, eben weil ich jetzt mehr eigenliebe empfinde für mich, auch ihn viel liebevoller betrachten, habe viel mehr verständnis und breche nicht gleich in angst aus - oje, der macht das jetzt nicht - jetzt liebt er mich nicht mehr und verläßt mich vielleicht ... etc ... ich stehe heute viel mehr über diesen dingen, mein leben ist leichter geworden weil ich vieles nicht mehr persönlich nehme und gelernt habe mir selbst wieder mehr zu vertrauen. auch bei mir gibt es ab und an noch schwankungen - aber ich weiss wie ich schnell wieder in meine mitte finde und meine arbeit an mir selbst ist auch noch lange nicht zu ende. ich bemühe mich weiter zu lernen - vielleicht bis zum letzten atemzug - das ist meine option.

, muss zu meiner Schande gestehen, das mein gestriger Abend leider alles andere als Leber freundlich war.