@ Hangover
Zitat:Du bist nicht authentisch, wenn Dir die Bedürfnisse anderer ständig wichtiger als die eigenen sind. Wie willst Du Dein Leben leben, wenn Du nicht auf Dich hörst? Wenn Du nicht in Dich hinein horchst und ergründest, wohin Du willst?
Ja, eines meiner größten Probleme. Wie ich weiter hinten schon geschrieben hatte, haben wir während einer beruflichen Weiterbildung auch das Modul "Selbstmarketing" und "Selbstfindung" gehabt. Ist mit eine Grundvoraussetzung für wohl jede Berufsform und Führungsposition - denn nur wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen. (Und nur wer in der Lage ist sich selbst zu lieben, kann von anderen geliebt werden...aber das steht auf einem anderen Blatt).
In diesem Rahmen haben wir Tests über sogenannte Antreiber gemacht. Also Verhaltensmuster, die uns unbewusst leiten und die uns in der Kindheit mitgegeben wurden. Bei mir hat mit 90% "gewonnen": Mach es allen recht!
Ich kann mich sehr gut in Menschen hineinversetzen, erkenne Bedürfnisse, sehe Gefühle oder Wünsche. Vielleicht war ich daher auch in meinen Vertriebs- und Promotionjobs während des Studiums so erfolgreich. Aber es ist nicht nur ein Segen, sondern eben auch ein Fluch. Bei meiner Partnerin war es mir wichtig, dass sie sich wohl fühlt. Jetzt mache ich mir Gedanken, was sie derzeit fühlt und über uns denkt. Ich müsste mich jetzt (wie du richtig sagst) voll und ganz auf mich konzentrieren. Eine "LMAA"-Einstellung entwickeln und meines Weges ziehen. Dazu fehlt mir aber der von dir angesprochene Egoismus.
Ja, es ist vielleicht eines der Kernprobleme. Vielleicht war es auch der Auslöser für ihre Unsicherheit - ich weiss es nicht. Vielleicht hat sie gemerkt, dass ich meine eigenen Ziele durch sie zu sehr aus den Augen verloren habe (weil ich eben schon Hemmungen hatte, mich ins Ausland oder in andere Teile Deutschlands zu bewerben...aus Angst vor einer Fernbeziehung). Ich habe mich selbst an Ketten gelegt - und sie hat nach einer Weile gleiches getan und auch sich mit ihrer Suche auf die nähere Umgebung konzentriert.
Das mag alles mit ein Grund für ihre plötzliche Distanz sein. Sie zwingt sich aus der Beziehung raus, um uns beiden eine jobtechnisch erfolgreiche Zukunft nicht zu verbauen. Das bringt mich wieder zu der Annahme, dass grundsätzlich die Gefühle noch da sind - dass sie aber befürchtet, dass uns ein zu enger Kontakt wieder in unser altes Muster zurückfallen lassen könnte. Weil ein Job hat bei ihr (nach rund einem Jahr Suche) jetzt absolute Priorität. Ist der Job bei beiden da, steht eine Sache weniger zwischen uns.
Zitat:Finde mal heraus, was da in Dir schiefläuft (und es läuft etwas schief, wenn die Befürfnisse anderer Menschen ständig im Vordergrund stehen!), und schau auch mal auf Dich. Zum [Über]leben gehört eine gesunde(!) Portion Egoismus, Wissen um die eigenen Bedürfnisse und auch der Ar. in der Hose, selbige durch Abgrenzung durchzusetzen.
Abgrenzung ist eh ein ganz wichtiger Aspekt dabei.
Konzentrier Dich mehr auf Dein Leben, auf das, was Du erreichen möchtest. Dann brauchst Du auch nicht Frauen nachzurennen, die keine Beziehung zu Dir wünschen.
Ja, es läuft etwas nicht so, wie es eigentlich laufen sollte. Vor allem sind ja Männer in der Regel in solchen Sachen eher egoistisch veranlagt...Job geht vor...und Fußball...und B.. Warum ich da anders denke und reagiere weiss ich nicht. Verlustangst mag ein Grund sein.
Mit "Abgrenzung" meinst du die Distanz zur Partnerin? Praktisch den Abschluss der Sache im Kopf?
@B-17
Zitat:herzlichen dank für den Geburtstags Gruß, nachdem ich mich bis weit nach Mitternacht einsam und allein wach gehalten habe fühle ich mich gar nicht so schlecht im Augenblick, aber der Tag ist noch lang! Es ist schon bitter was wir Menschen uns alles antun und dafür braucht es noch nichtmals einen Krieg!
Das kann ich mir vorstellen. Schlafen ist nur schwer möglich in der ersten Zeit. Nein, einen Krieg braucht es dafür nicht - obwohl Krieg und Trennungen ja schon irgendwo Parallelen haben. Verlust, Trauer und Neuanfang.
Krieg und Trennung - beides braucht kein Mensch aber es kommt dennoch immer wieder dazu...überall auf der Welt.
@ Flitschi
Zitat:Kennen wir uns oder reden wir von der gleichen Frau ?
Dass wir uns kennen, denke ich nicht - dass wir von der gleichen Frau sprechen HOFFE ich nicht.

Ja, die Tage vergehen - einer nach dem anderen. Wirklich Spass an der Sache habe ich derzeit auch nicht. Das war mal anders. Die Vorfreude auf unsere Telefonate oder Treffen an den Wochenenden fehlt. Vorfreude pusht mich - wenn ich etwas habe, dem ich entgegen fiebere, dann habe ich einen Energieschub. Aktuell sehe ich vor mir einen Berg an Aufgaben und Neuland und darin finde ich momentan noch keinen Punkt, auf den ich mich wirklich freuen kann. Ich lebe einfach - mache meine Ding, erledige den üblichen Papierkram, lenke mich ab so gut es geht.
Knallhart hingehen sollte ich vielleicht nicht unbedingt in Erwägung ziehen. So kann ich die Sache nicht angehen. Zum einen habe ich durch die Kontaktaufnahme mit der Familie hinter ihrem Rücken bei der Familie ziemlich versch... und zum anderen sind es rund 1,5 Stunden Fahrt. Die Option, dass ich vor geschlossener Tür stehen muss, ist auf jeden Fall da. Ne, das muss ich anders regeln. Zu einem Gespräch wird es auf jeden Fall kommen. Wenn ich sie zum nächsten Mal sehe - in zwei Wochen ggf. Das weiss ich noch nicht.
@ scar
Zitat:Na mann, Hangover - ihr Mann ist vor 10 Jahren gestorben und der neue Partner (also "er") vor 20 Monaten gegangen...
Ich muss gestehen, dass ich an dem Satz auch erst einmal hängengeblieben bin.