Zitat von Avvokata:
Ich bin nun auch ü40 und habe einen drastischen Abfall meines Energielevels bemerkt. Nach einer langen Arbeitswoche mit viel Stress brauche ich einfach meine Ruhe.
Was soll ich denn erst sagen, ich bin schon 60 und dazu noch gesundheitliche Baustellen...
Ich erinnere mich aber, dass es bei mir auch ab 40 energetisch und kraftmäßig abwärts ging.
Zitat von Avvokata:
Aber nicht für lose Spontactskontakte, die es nicht mal für nötig erachteten, mich nach meiner Trennung zu fragen, wie es mir geht oder mich mitzunehmen, wenn sie Samstagabend was trinken gehen.
Die Gesellschaft gibt uns doch vor, dass man stets aktiv und kommunikativ und sozial aktiv sein sollte.
Wer nicht viele Konstakte hat- oder gar keine, dazu dann auch noch Single- wird hinter vorgehaltener Hand gerne mal als "komisch, mit der kann was nicht stimmen", beurteilt.
Je jünger, desto ausgeprägter wird man bewertet, auch wenn es direkt vielleicht niemand sagt, man spürt es.
Wenn man Single ist, hat man auch viele Nachteile, schon wenn man alleine reist, ist alles teurer, Hotelzimmer, Kreuzfahrt, alles muss doppelt bezahlt werden.
Nun war ich, bis ich 50 war 30 Jahre verh. das war früher ein ganzes Leben.
Ich mache nur noch, was mir gut tut, achte gut auf mich, aber habe sämtlichen gesellschaftlichen Druck und Erwartungen - für mich- aus dem Weg geräumt.
Ich kann ohne andere Menschen auskommen, die mich unterhalten, das ist ein wichtiger Erkenntnisprozess, ich kann auch tagelang, wochenlang ohne mit jemandem zu reden klar kommen.
Nur ab und an mal räuspern, wenn man mal guten Tag zu jemandem sagt.
Und wenn man mal Gesellschaft will, ab ins Fitnessstudio (wo die meisten auf ihr Smartphone starren oder wegen ihrer InEars nichts wahnehmen.
Aber, so what: Ich bin nicht schüchtern und spreche auch Leute an, irgendwas zum Quatschen gibts immer.
Wenn man die Dinge dann anspricht, dann heißt es: "Wenn du älter bist, dann such dir einen ehrenamtlichen Job oder geh in eine Partei oder Organisation "(wo man dann natürlich noch den Mitgliedsbeitrag zahlen darf).
Nein Danke, ich arbeite nicht mehr unentgeldlich, um für andere da zu sein, Care Arbeit habe ich mein Leben lang geleistet, damit ist Schluss.
Und mit der Erkenntnis, dass sich im Grunde niemand für mein Leben interessiert, lebe ich wunderbar. Ohne Erwartungen und Druck.
Und wenn man in der Familie als Oma nicht liefert, wird man auch ganz plötzlich sehr einsam...
Die jungen Frauen möchten, dass man ihren Job macht, während sie selber arbeiten....das habe ich aber mein Leben lang gemacht, Kinder hüten...
Und so gehe ich den Mittelweg, was das betrifft, mussten meineTöchter schlucken....