Zitat von Avvokata: Das ist gar nicht mein Ziel, Qualität geht vor Quantität. Eine enge Beziehung, wie ich sie mir wünsche, kann man nur zu sehr wenigen Menschen haben.
Große Cliquen hatte ich in meiner Jugend und meiner Studienzeit- das ist so gar nicht meins und dazu bin ich mittlerweile zu introvertiert.
Da hast du absolut recht. Mein Punkt bezog sich auch mehr auf das Gefühl von Einsamkeit das wir (Männer) uns oft selbst einreden weil wir (oft) andere formen von sozialer interaktion betreiben. Da gibt es doch das Beispiel das eine Gruppe von Männern problemlos den ganzen Abend zusammenstehen und sich gut unterhalten kann ohne gegenseitig die Namen zu kennen.
So richtig enge freundschaftliche Beziehungen hat man(n) in der Regel nur mit 2 - 3 Menschen. Es gibt auch manchmal die Situation das man nur einen einzigen Menschen hat dem man sich vorurteilsfrei anvertrauen kann.
Bezüglich Cliquen und Introversion.... bei mir hat sich das mit der Trennung im letzten Jahr etwas geändert. Ich in der Meinung das ich nicht so wichtig ist was man unternimmt als vielmehr mit wem man unterwegs ist (da kommt eine entsprechende "Auswahl" im Freundeskreis sehr gelegen). Viele Menschen nehmen mich (mittlerweile) in der Regel als recht extrovertiert wahr. Vor 2 Jahren war das noch undenkbar. Und auch hier.. .es hängt alles davon ab wie sicher man sich fühlt.
Ich hatte am Sonntag ein interessantes Gespräch mit einem meiner engeren Freunde. Es war vor kurzem auf einer Geburtstagsfeier von mir wo ich eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Menschen eingeladen habe die sich untereinander nicht kannten. Es waren 13 Leute da und wir haben unter anderem auch Singstar gespielt.
Besagter Freund sagte mir das er regelrechte Panik hatte mitzumachen und zu singen, sich dann aber überwunden hatte und es dann auch noch genossen hat weil er erlebt hat das keiner Abwertend geurteilt hatte und wir uns ohnehin alle zum Affen gemacht haben (wenn ich singe wird die Milch schlecht aber ich machs halt trotzdem gerne

)
Auch da sind wir wieder beim Thema eines sicheren Umfeldes. Die Leute die da gewesen sind haben alle zu einem sicheren Umfeld beigetragen indem jeder so wie er oder sie war akzeptiert wurde. Das hat dann auch einem eher introvertierten Menschen, wie meinem Kumpel, erlaubt mal einen Schritt aus seiner Komfortzone zu wagen.
Disclaimer: Mir ist es wichtig klarzustellen das dies keinerlei Wertung darstellt. Introversion ist KEINE Krankheit und wenn du zufrieden bist möchte ich dich nicht überreden etwas zu ändern. Wenn du gerne mal aus dir raus möchtest, dann wünsche ich dir das du Freunde hast die ein Umfeld schaffen indem das möglich ist.