Stefan33
Gast
Ich bin nun seit einigen Wochen stiller Mitleser und möchte mir nun eure Meinungen zu meinem Beziehungsproblem einholen.
Ich (31) bin mit meiner Freundin (29) mittlerweile 3 Jahre zusammen. Vor 6 Monaten haben wir uns zusammen ein Haus gekauft, davor lebten wir etwa ein Jahr in unserer gemeinsamen Mietwohnung.
Wir sind beide jobtechnisch gut situiert und haben keinerlei finanzielle oder berufliche Sorgen.
Natürlich haben wir wie jedes Paar unsere Auseinandersetzungen. Sie ist ein kleiner Kontrollfreak und sehr auf Sauberkeit und Ordnung aus. Ich bin eher der typische Mann, der mal seine Socken im Bad liegen lässt oder das ein oder andere Barthaar nach dem rasieren im Waschbecken übersieht. Dadurch entstanden schon in unserer Wohnung häufig Diskussionen die wir meiner Meinung nach gut gelöst haben. Also ich versuche bewusst auf diese Kleinigkeiten zu achten, und sie versucht ihre Anforderungen an Sauberkeit etwas zu reduzieren.
Das zweite große Thema ist nun seit ca. 1 Jahr, dass ich Raucher bin und sie nicht. Schon bei unseren ersten Dates habe ich sie darauf hingewiesen, sie meinte allerdings, dass sie dieser Umstand nicht stört. Mittlerweile empfindet sie es aber als extrem störend und den Geruch ekelhaft ( obwohl ich mir nach dem rauchen die Zähne putze, Mundspülung verwende und mir ein Deo draufknalle ). Das ging soweit, dass küssen,kuscheln und Sex immer weniger wurden da sie ständig über den Geruch mekelte.
Dieses ständige Beschweren über das Rauchen führte dazu, dass ich ihr sagte, dass ich aufhöre. 3 Monate lebte ich als Nichtraucher,aber alle Dinge die sie mir wegen des Rauchens nicht geben konnte wurden dadurch nicht mehr. Es blieb bei ihrer kühlen distanzierten Art.
Nach einer durchzechten Nacht fing ich das Rauchen wieder an, und versuchte es vor ihr zu verheimlichen um einfach dieser Diskussion und dem Gefühl des Versagens entgehen zu können. Natürlich ging das nicht lange gut, und sie fand es heraus. Sie wertete das ganze natürlich als großen Vertrauensbruch und fuhr nochmals jegliche Nähe zu mir hinunter. Ich weiß natürlich, dass diese Aktion absoluter Mist von mir war, und ich ihr einfach ehrlich sagen hätte müssen, dass ich es nicht schaffe. Aber ja, nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich versuchte ihr klar zu machen das es mir sehr leid tut, und ich das rauchen auf ein Minimum reduzieren werde.
Leider ist seitdem der Wurm drin zwischen uns. Sie meint, dass durch den Vertrauensverlust ihre Gefühle geschwunden sind und sie mir nicht mehr sagen könnte, dass sie mich liebt. Sie will mich aber weiterhin in Ihrem Leben und hat viel mehr als freundschaftliche Gefühle. Ebenso hatten wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr miteinander, Küsse/knutschen finden nur statt wenn ich auf sie zugehe. Kuscheln kommt noch regelmäßig vor dem schlafengehen vor.
Wenn ich versuche mit ihr über dieses Thema zu sprechen macht sie im Regelfall zu, beginnt entweder zu weinen oder sagt einfach nichts mehr, also ich führe einen Monolog und fühl mich einfach beschissen dabei. Das einzige was bei den Gesprächen rauskommt ist, dass sie nicht weiß wie es wieder besser wird, ich ihr einfach wieder Zeit geben muss um das Vertrauen wieder aufzubauen und ihr zur Seite stehe.
Und nun sitze ich hier in einem schönen Haus was ich mir immer gewünscht habe und bin fertig. Ich weiß nicht ein oder aus. werde von der Frau die ich liebe auf Abstand gehalten, kann nicht mit ihr darüber sprechen oder etwas daran ändern.
Ich schau nun wieder mehr auf mich, treibe Sport und unternehme viel mit Freunden,gehe Hobbys nach die in letzter Zeit zu kurz gekommen sind. Versuche aber natürlich trotzdem weiterhin auf sie zuzugehen, nehme sie in den Arm, küsse sie auf die Stirn, oder greife nach ihrer Hand beim spazieren gehen.
Aber ich merke einfach, dass sie es nicht erwidert, nicht dasselbe dabei fühlt wie ich. Und dieser Umstand ist wie sterben auf Raten. Ich bin es Leid um Gefühle zu kämpfen, sie erinnern zu müssen, dass ich es schön fände mal einen Kuss zu bekommen wenn ich von der Arbeit nachhause komme, oder mal ne nette Whatsapp Nachricht.
Mir ist natürlich bewusst, dass Gefühle eben nicht verhandelbar sind. Dadurch ist mir im Kopf natürlich klar, dass es wenig Sinn macht hier alleine weiter zu kämpfen. aber diese verfluchte Hoffnung, dass sich doch noch alles zum besseren wendet und wir wieder mal so glücklich sein können wie wir es vor 1 Jahr waren lässt mich einfach nicht los.
Wie seht ihr das? Ist diese Hoffnung in mir begründet oder spielt mir hier meine Angst(?) vor der Zukunft einen Streich und lässt mich in einer unglücklichen Situation verharren während es eine glückliche ungewisse Zununft gibt?
Danke fürs lesen, sorry falls es etwas Wirr geschrieben ist, bin etwas durch den Wind.
Lg