@Wurstmopped (übrigend ein echt toller Name

): Die Krankheit wird mich zu 99,9% nicht mehr heimsuchen. War kein Krebs (falls das der Hintergrund der Frage war), sondern eine Infektionskrankheit, die aufgrund der "guten" Bedingungen im Krankenhaus hochgradig ausuferte und mich mehrere Monate komplett lahm legte und beinahe im schlimmsten endete...... Das heißt natürlich nicht, dass ich oder auch mein Liebster irgendwann nicht auch an einer lebensbedrohlichen Krankheit erkranken können. Aber das kann generell jedem passieren. Wenn es darum ginge, dürfte doch heutzutage niemand mehr Kinder bekommen, im Zeitalter von Herzinfarkt, Schlanganfall, Burnout, Depressionen, Krebs und Co.
Mein Bauchgefühl sagt übrigens, dass mein neu oder zurück gewonnenes Leben und die Beflügeltheit dadurch ihm definitiv nicht entgeht und ihm ebenso Freude macht. Ich erhasche viele Umarmungen und Küsse, vor allem in eher ungewöhnlichen Situationen. Klingt jetzt unromantisch, aber mich freut es... zB wenn ich gerade am Spülen bin, werde ich zwischenzeitlich "entwendet" um umarmt und geküsst zu werden. Schön!
Und das mit der unbefristeten Stelle. Das ist eben in dem Gebiet sind so. Da kriegt man keine feste Anstellung bevor man 50 ist. Aber auch hier ist wieder die Frage, wie sicher ist ein Job überhaupt?! Wir sind beide definitiv keine arbeitsscheuen Menschen. Schon zu Studentenzeiten, während andere Dauerurlaub in den Semesterferien machten, haben wir gearbeitet. Und ich habe zB auch nicht vor, Mama zu werden und erstmal 10 Jahre das Haus zu hüten. Ich bin eher häuslich, auch was meine Hobbys betrifft usw, aber ich brauche meinen Job, den sozialen Aspekt und die Bestätigung. Aber ich möchte auch nicht eine Mama von denen sein, die ein Kind kriegen und es mit 4 Wochen zu einer Tagesmutter geben und wieder Vollzeit arbeiten.
Was ich damit sagen will, an Geld zum (Über)Leben kommen wir immer, auch wenn wir beide unsere aktuellen Jobs verlieren sollten. Es ist außerdem eine beträchtliche finanzielle Grundlage bereits da. Ein Eigenheim allerdings noch nicht, da eben auch die Jobsituation ggf. in einen anderen Ort führen kann und wir uns daher beide noch nicht niederlassen wollten.
Naja, aber alle diese Sachen teile ich meinem Partner mit. Ich denke, so "falsch" ist meine Einstellung nicht, aber es bleibt eben die Frage: Was ist wirklich sein Problem?
Ich werde morgen mit ihm sprechen und ihm klipp und klar mitteilen, dass mein Wunsch ist sehr sehr bald ein Kind zu bekommen und dass ich definitiv nicht mehr warten kann und will, aus eben vielen der bereits genannten Gründen hier und dann wird sich zeigen, wie sich die Diskussion entwickelt.
Vielen Dank nochmal an alle, die mir ihre Sicht geschildert haben!