Nein, hab ich nicht. Weil ich irgendwie dann immer an die Kinder denke, und an das Wohl aller.
Meine Nacht war der Horror, geprägt von Albträumen, natürlich sie betreffend. Ich vermisse sie so extrem, das ist echt schlimm.
Ja, sie macht es ganz geschickt. Sie nutzt die gesamte Bandbreite der psychischen Mittel, um mich in ihrem Bann und dadurch gefügig zu halten. Und ich nehme es dankend an, da es meine einzige Möglichkeit ist, ihr irgendwie nah zu sein, obwohl die Distanz zueinander innerlich größer nie war. Das macht mich wahnsinnig.
Immerhin werde ich mir heute wirklich nur meine beiden Jungs schnappen, auf die ich aufpassen soll, mit den beiden was cooles machen und mich nicht wieder andauernd in der Gegenwart meiner Frau aufhalten. Zumal ich glaube, dass Donnerstags eh immer ihr neuer Stecher abends vorbeikommt.. Und das Wochenende hat sie ja auch vor der Tür, wo sie sicherlich wieder für kinderfreie Stunden sorgen wird, um sich richtig auslassen zu können. Dabei geht es ihr doch so schlecht...
Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Bis wohin, weiss ich nicht. Aber irgendwohin, wo ich glücklich war.
Gestern war ich ja hauptsächlich mit dem Kurzen unterwegs, der nicht zum KiGa, sondern lieber bei Papa bleiben wollte. Mittags dann auch noch einen Termin mit ihm wahrgenommen, zwischendurch rief sie noch an und fragte, ob ich nur zwei, drei Teile von Rewe mitbringen könne. Und ein Mittel aus der Apotheke für unseren Sohn. Gesagt, getan. Da ich wusste dass sie auch noch was benötigt, hab ich ihr Mittel von der Apotheke gleich mitgeholt.
Nachmittags hab ich dann noch die beiden grossen eingesammelt und bin mit allen dreien losgezogen. War schön, ich genieße jede Sekunde mit meinen Kids. Die gestern aber auch echt ziemlich aufgedreht waren.
Fur abends hatte SIE dann tatsächlich Essen organisiert (bestellt), sodass ich mit den Kids pünktlich zurück war und wir gemeinsam zu fünft am Tisch saßen und gegessen haben. Die Kinder haben es sichtbar genossen, sie selbst hat versucht distanziert zu wirken, irgendwann wurde auch sie aber lockerer, da die Laune der Kids ansteckend war. Zumindest konnte man mal wieder gemeinsam lachen, das war schön.
Dann ging es für die Kids ins Bett, ich habe sie bettfertig gemacht und allesamt inkl. Geschichte vorlesen hingelegt. Madame hat in der Zwischenzeit Besuch von ihrer Schwester erhalten, die fortan zum Reden und gemeinsamen TV gucken da war. An den Gesprächen war ich natürlich nicht beteiligt, die Tür zum Wohnzimmer blieb zu.
Als die Kids schlummert, kam sie noch ein letztes mal an, ob ich mit dem Hund noch eine Runde gehen könne. Wieder getan. Danach hab ich mich verabschiedet.
Spät abends kamen von ihr ein paar WhatsApp-Nachrichten, aber nur heute betreffend. In den Nachrichten hat sie mir quasi schon vorgegeben, wann ich welches Kind wo abhole (erst den Kurzen vom KiGa, dann mit ihm gemeinsam den Großen von zuhause, Tochter ist heute nicht da).
Es ist und bleibt alles gaga... Ich bin mir gar nicht so sicher ob sie selbst überhaupt weiss was sie will und was sie da tut. Ob sie sich den Konsequenzen ihres Handelns bewusst ist (zB im Hinblick auf die Kinder). Ich weiss auch nicht wie sie meine Gegenwart innerlich empfindet. Klar, sie hat ab und zu Spitzen in meine Richtung gebracht ("wir sind nicht mehr zusammen", "komische Situation", "war nicht geplant dass du so viel hier bist"...), aber irgendwo war sie doch selbst dafür mitverantwortlich, dass es gestern so kam? Nicht zuletzt kann ihr neuer Stecher das alles doch auch überhaupt nicht gut finden. Zu erfahren, dass der Ex den ganzen Tag bei der Freundin rumwirbelt und die sogar zusammen Abendessen? Vermutlich wird sie den Informationsfluss dahingehend wieder stark eingeschränkt haben. Aber das ist dann ein innerer Konflikt, den sie mit sich selbst austragen muss.
Wie gesagt: Ja, ich bin treudoof. Und sie nutzt aus. Das glaube ich zu wissen. Aber ich komm da irgendwie emotional noch nicht raus, ich bin da in keiner Weise gefestigt genug. Und ich sehe es auch als meine einzige Chance, der Frau die ich zweifellos noch liebe, nah zu sein.
Ein Bekannter sagte dazu nur: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Da hatte sie noch gross rausposaunt, sie wolle nie wieder von mir hören, ausser die Kinder betreffend. Und dann kam der gestrige Tag, der all ihre Ankündigungen ausradierte.