Svenja85
Gast
vielleicht habt ihr meine Geschichte schon gelesen. Ich wurde vor etwas über 2 Monaten nach 10 Jahren Beziehung von heute auf morgen von meinem Ex verlassen und gegen eine neue Freundin ausgetauscht. Wir hatten gemeinsame Zukunftspläne und es gab keine Andeutungen, Streit oder Ähnliches. In dem Thema "nach 10 Jahren verlassen" habe ich meine Geschichte geschrieben bzw. schreibe sie immernoch, lest gerne dort nach.
Ich mache mir natürlich - wie alle Betroffenen - viel Gedanken, leide vor mich hin, suche Gespräche zu Bekannten, hole mir psychologische Hilfe und versuche zu reflektieren.
Dabei wird ein Thema immer präsenter, weshalb ich hier ein extra Beitrag aufmachen möchte, um ggf Betroffene zu finden, die mir etwas weiterhelfen können.
Das Verhalten meines Ex hat viele Parallelen zum Verhalten von verdeckten Narzissten, insbesondere zu kommunalen Narzissten (auch häufig selbstaufopfernde Narzissten genannt). Und auch mein Verhalten und meine "Leidenssymptome" weisen Parallelen zu Partnern von Narzissten auf. Leider werde ich nie herausfinden, ob es einfach dumme Parallelen sind, oder ob es wirklich eine solche Beziehung war.
Sagt eventuell irgendjemand hier im Forum der Begriff kommunaler / selbstaufopfernder Narzissmus etwas?
Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe wissen zu müssen, ob meine Vermutung stimmt oder nicht, um die Beziehung und auch die Trennung verstehen und verarbeiten zu können.
Insbesondere aktuell habe ich wieder starke "Entzugserscheinungen" ihm gegenüber und ich würde so gerne wissen, ob es sich um normalen Trennungsschmerz oder tatsächlich um die emotionale Abhängigkeit handelt. Ich bilde mir ein das zu wissen, würde mir helfen.
Aktueller Stand: Wir haben noch Kontakt, da wir noch nicht räumlich komplett getrennt sind. Ich kenne ihn nicht mehr, er bringt viele verletzende Aktionen, schreibt mir in einem Ton als wäre ich das größte Feindbild oder bestraft mich (für was auch immer) mit Ignoranz. Ich sehne mich so danach, dass er mich einfach nur mit einem "Hallo" begrüßt oder mir in irgendeiner kleinsten Weise zeigt, dass ich ihm als Mensch noch etwas wert bin. Ich fühle mich wie auf Entzug und er ist meine Dro., ich warte minütlich, dass er mir doch noch schreibt, mich irgendwie beachtet oder es sich eine Erklärung für sein Verhalten finden lässt. Es ist als hätte er mit dem plötzlichen Entzug des "menschlichen Kontaktes" nochmal mit mir Schluss gemacht, ich bin am Boden. Ich weiss genau, dass er mich mit jeder kleinen Reaktion entweder in ein riesiges Loch schubsen oder mich nur durch ein Hallo wieder rauskatapultieren kann.
Zudem schaffe ich es einfach nicht - obwohl er so handelt wie er handelt - zu akzeptieren, dass er so ist wie er ist und dass ein Kontaktabbruch besser ist. Ich weiss, dass es absolut schlecht für mich ist zu ihm Kontakt zu halten, und dennoch brauche ich den Kontakt wie die Luft zum Atmen und habe irre Angst davor nach meinem Auszug nichts mehr von ihm mitzubekommen. Obwohl mir nichts von dem Kontakt aktuell auch nur annähernd gut tut, im Gegenteil.
Vielleicht kann mir irgendjemand sagen (lies gerne im anderen Thread dazu meine Geschichte), ob das auf eine emotionale Abhängigkeit hindeutet oder es einfach höllischer Trennungsschmerz ist.
Vielen Dank für eure Hilfe!