Zitat von andracula:@Ex-Mitglied Ich verstehe dich so, dass du deinem Mann gesagt hast, dass die Affäre beendet ist und du an eurer Ehe arbeiten möchtest, richtig? ...
Wenn Affären beendet werden, werden müssen, dann ist der Liebeskummer ganz natürlich.
Diese emotionale Ausnahmesituation, Hormonrausch wirkt nach.
Es ist wie eine Art Abhängigkeit, eine langjährige Beziehung mit dem Partner hat meist nicht mehr das Potenzial diese Leidenschaft zu entfachen.
Und es dauert, bis man diese Erfahrung und das Gefühl verarbeitet, reflektiert hat und einordnen kann.
Ja, es ist eine große Herausforderung für den betrogenen, mit dem Liebeskummer des Partners umzugehen.
Wenn beide über die Automatismen, der Biochemie und triebgesteuerten Abläufe einer Affäre bescheid wissen, dann hilft das mit der Situation umzugehen.
Leider versucht die TE ihre Affäre eine tiefe Bedeutung zu geben, sie romantisch zu verklären.
So blockiert sie sich selbst und hindert sich daran die Punkte zu reflektieren, die zu der Affäre geführt haben.
Es ist meist nicht die große Liebe, es geht um Bedürfnisse und Defizite, Aufmerksamkeit und Selbstwertgefühl.
Schaut man dort hin, dann fällt es auch viel einfacher mit dem betrogene Partner eine Gesprächsebene zu finden, die Affäre gemeinsam aufzuarbeiten, den Liebeskummer zu relativieren und für beide erträglich zu machen.