Anonymous123
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Zitat von Corbian:obwohl sie den anderen liebt, kann sie sich doch nicht ganz für ihn entscheiden und schiebt ihr Pflichtbewusstsein gegenüber den EM vor.
Das ist doch genau das Problem und auch sicher ein Grund vieler Affären. Die Leute haben ein massiv übertriebenes Pflichtgefühl gegenüber ihrem Partner und schaffen es daher nicht trotz neuer Liebe sich zu trennen.
Kein Wunder, denn derjenige der sich trennt (insbesondere wenn für einen neuen Partner), wird doch auch meist als der "Böse" dargestellt. Nicht nur vom eigenen Partner, auch allgemein gesellschaftlich. Schließlich "zerstört" er ja damit Familien. Das Forum ist voll solcher Beiträge. Kann man aus psychologischer Sicht vielleicht erklären, dass dieses Denkmuster dem Verlassenen bei einer Trennung hilft, entspricht aber meist eben nicht der Realität.
Mein Partner kann sich doch sein Leben so gestalten wie er möchte und wenn das plötzlich ohne mich ist, dann ist das sein gutes Recht und er wird dadurch nicht gleich zu einem schlechten Menschen.
Ich denke dieses ungesunde Pflichtgefühl ist einfach tief in uns verankert, betrachtet man unser Idealbild einer Ehe bzw. einer lebenslanger Partnerschaft und wie sehr das auch immer auf Hochzeiten betont und gelebt wird, dass es nur einen Menschen für uns gibt (und zu geben hat). Wie ich schonmal erwähnt hatte generiert das eine überzogene Erwartungshaltung und macht eine Trennung dadurch erst so schmerzhaft.
Natürlich ist eine lebenslange Partnerschaft ein durchaus erstrebenswerter Zustand, nichts desto trotz kann und sollte man eben kein totes Pferd reiten.
Es ist ja an sich auch völlig ok und verständlich, wenn die TE versucht ihre Ehe zu retten, es muss ihr nur klar werden aus welchen Gründen sie das tut.