Zitat von Anonymous123:Woran machst du denn bitte fest, dass die TE deiner Meinung nach keine Liebe für ihren EM empfindet?
Ich finde es macht einen Unterschied - zuerst- zu sagen:
Meine Affäre und ich entscheiden uns , die Affäre aufzugeben, und die Ehe-Liebe fortzusetzen. Ehe= Plan B
Oder:
Mein Ehemann und ich glauben, unsere Liebe ist es wert, fortgesetzt zu werden und darufhin die Affäre zu beenden. Ehe-Liebe= Plan A
Verwerflich finde ich nicht, im Plan B eine so lange Beziehung mit ihren eigenen Werten weiter zu führen, sie wird ganz sicher auch einen Mehrwert für alle bieten. Und ich glaube auch, dass man nach so einer langen Zeit die Gefühlslage seines Partners ziemlich genau kennt. (Ehemann weiß, in welcher Rangfolge er bei ihr ist).
Letzlich stehen hier romantische Gefühle einer aufkeimenden Liebe der Gewohnheits-Liebe und einer gewissen Verlässlichkeit gegenüber.
Ich denke, dass man in so einer pragmatischen Konstellation in vielerlei Hinsicht unter seinen eigenen Möglichkeiten hin zum inneren Wachstum und Entwicklung von Stärke, Sicherheit und Autonomie bleibt.
Andereseits macht es jeder so, wie er kann. Ich glaube, Veränderungen ins Unbekannte (=Singleleben) werden -leider- oft als Risiko erlebt, wenn man den Großteil seines Erwachsenenlebens in ein und derselben Beziehung lebte.
Mit einem vertrauten Menschen alles zusammen zu wuppen bietet eben Sicherheit.