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Emotionale Manipulation in Frauenfreunschaften

E
Zitat von merretich:
Ich habe eher mit Frauen die Erfahrung gemacht, dass wenn man berechtigte Grenze setzt oder eine Kritik äussert, das Gegenüber in die Opferrolle schlüpft, statt einfach zuzuhören, vielleicht zu sagen, dass man es anders sieht oder eben sorry sagt und weiter gehts.



Ich auch.

Meistens ist der Kontakt dann komplett hinüber, die Damen sind beleidigt und das war es dann.

Mit Männern hatte ich solche Probleme ebenfalls noch nie.

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Plague
Zitat von merretich:
Ich habe eher mit Frauen die Erfahrung gemacht, dass wenn man berechtigte Grenze setzt oder eine Kritik äussert, das Gegenüber in die Opferrolle schlüpft, statt einfach zuzuhören, vielleicht zu sagen, dass man es anders sieht oder eben sorry sagt und weiter gehts.

Ist wohl eher eine Frage der Persönlichkeitsstruktur.
Unabhängig vom Geschlecht gibt's Persönlichkeitsstrukturen, bei denen die Betroffenen bei der kleinsten Kritik extrem gekränkt reagieren und dann sofort in den Defensivmodus mit Viktimisierung, Schuldumkehr und Gaslighting umschalten.

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A


Emotionale Manipulation in Frauenfreunschaften

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E
Zitat von merretich:
Ein Gegenüber darf auch immer sagen: ich sehe es anders. Dann muss man weiter kucken.

Absolut ist das völlig ok. Aber nichts zu tun, wenn der andere etwas an meinem Verhalten beanstandet, finde ich strange. Gut, deine hat sich mi destens erklärt, das ist schon mal was....

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F
@merretich Hallo, für viele Menschen ist eine Entschuldigung auszusprechen, super schwer. Man braucht Mut, um einen Fehler zuzugeben. Hab das bei Freundinnen auch schon erlebt. Mir persönlich fällt eine Entschuldigung nicht so schwer, weil ich mich auch reflektiere und darüber nachdenke. Andere Menschen wollen einfach nur im Recht sein. Da hilft oft auch gar kein Gespräch. Hauptsache ist, dass sie Recht haben. Sagt dann aber auch viel über den Charakter aus.

Ich persönlich habe auf sowas keine Lust mehr. Freundschaft bedeutet für mich was anderes.

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M
Zitat von Flower1:
@merretich Hallo, für viele Menschen ist eine Entschuldigung auszusprechen, super schwer. Man braucht Mut, um einen Fehler zuzugeben. Hab das bei Freundinnen auch schon erlebt. Mir persönlich fällt eine Entschuldigung nicht so schwer, weil ich mich auch reflektiere und darüber nachdenke. Andere Menschen wollen ...

Ich persönlich finde das voll schade.
Denn Fehler machen alle. Ich auch. Und durch eine ernst gemeinte Entschuldigung könnte man in Freundschaften und Beziehungen viel reparieren.
Ein Kumpel von mir hat sich auch neulich unverbindlich,unklar verhalten. Ich hab das kurz angesprochen. Er hat gesagt: Entschuldigung, war mein Fehler. Dann hatten wir ein echt nettes Treffen. War kein Thema mehr zwischen uns.
Oder eine Kollegin hat neulich komisch auf mich reagiert. Ich hab mich gewundert und aber gemerkt, dass sie mit irgendwas kämpft. Eine Woche später kam sie auf mich zu, hat sich vielmals entschuldigt, sie hatte an dem betreffenden Tag einen Todesfall in der Familie und stand neben sich. Gegessen.
Ich finde es das einfachste der Welt und repariert vieles. Weil wir machen doch alle Fehler oder sind mal unachtsam. Aber dann kann man das dadurch reparieren. Und es zeigt Grösse finde ich.
Hier wäre ich vermutlich schon glücklich gewesen über ein: nächste Mal versuche ichs anders zu machen. Aber auch das kam nicht.

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M
Zitat von Plague:
Ist wohl eher eine Frage der Persönlichkeitsstruktur. Unabhängig vom Geschlecht gibt's Persönlichkeitsstrukturen, bei denen die Betroffenen bei der kleinsten Kritik extrem gekränkt reagieren und dann sofort in den Defensivmodus mit Viktimisierung, Schuldumkehr und Gaslighting umschalten.

Mit Sicherheit gibts beides bei beiden Geschlechtern.
Dass dominante Männer auf Kritik wütend reagieren können- geschenkt.
Aber irgendwie habe ich speziell in Frauenfreundschaften oder Bekanntschaften die Erfahrung gemacht, dass einem übel genommen wird, wenn man eine Grenze setzt und dass versucht wird, durch die Opferrolle das ganze zu verdrehen und Verantwortung zu vermeiden.
zB hatte ich mal eine Bekannte/Freundin die mich dauernd bezüglich meines beruflichen (Gesundheitswesen) Wissens strapazierte aufgrund ihrer Krankheiten. Irgenwann habe ich gesagt, dass ich mich als ihre Privattherapeutin fühle. Mann oh Mann, gab das ein Drama: am Ende war ich durch meine Aussage "schuld" dass es ihr jetzt "noch schlechter geht als sonst schon immer". Und dann war s das mit der Freundschaft/Bekanntschaft.
Vielleicht wird bei Männern hier Wut eher akzeptiert, während die Frauen in die Opferhaltung schlüpfen.
Finde ich sehr schade. Denn Grenzen und freundliche Rückmeldungen finde ich persönlich ein Geschenk, weil man weiss wo der andere steht. Heisst ja nicht dass man dieselbe Meinung haben muss. Es geht einfach um Respekt.
Und vermutlich bin ich auch direkter als andere Frauen. War ich immer schon. Ich bin der Ansicht, wenn was gravierendes ist, muss man das schon mitteilen, weil sonst zerstört es auch den Kontakt weil es vor sich herschwelt (also nicht bei Kleinigkeiten, Äusserlichkeiten oder Geschmacksfragen, aber was die Beziehung/Freundschaft direkt betrifft)

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E
Zitat von merretich:
Ich finde es das einfachste der Welt und repariert vieles. Weil wir machen doch alle Fehler oder sind mal unachtsam. Aber dann kann man das dadurch reparieren. Und es zeigt Grösse finde ich.


Das finde ich eben auch.

Sich zu entschuldigen lernt man schon im Kindergarten, das sollte unter Erwachsenen echt "the bare minimum" sein. Vor allem, wenn man bereits erläutert hat, dass einem das Verhalten des Gegenübers verletzt hat.

Ich warte ja auch noch auf eine mir mehr als zustehende Entschuldigung meiner nun ehemaligen Freundin, die mich bei meinem Arbeitgeber unmöglich gemacht hat- aber da ist Schweigen im Walde.
Hätte ich von einer Lehrerin mit Coachingausbildung nicht gedacht, aber jut, man lernt nie aus.

Solche Leute vertreten einfach nicht meine Werte und erfüllen die Mindeststandards des menschlichen Umgangs nicht, damit befasse ich mich dann nicht in meiner Freizeit. Ich habe für solche ungehobelten Leute keinen Erziehungsauftrag und möchte mich nicht ständig erklären oder ihr Verhalten korrigieren müssen.

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F
@merretich
Ich gebe dir vollkommen Recht. Eigentlich könnte man meinen, dass eine Entschuldigung doch ganz einfach ist. Ist es aber bei vielen nicht.

Du sagst ja selber, zu einem Fehler zu stehen und die Verantwortung dafür zu übernehmen, zeigt wahre Größe. Allein das zeigt ja, dass es eben nicht selbstverständlich ist, sich bei jemandem zu entschuldigen.

Mir ist das auch schon passiert mit Freundinnen. Wenn ich das dann angesprochen habe, dass ich darüber enttäuscht oder verletzt bin, wurde lieber der Kontakt abgebrochen, als einen Fehler zuzugeben. Und das war auch bei sehr guten langjährigen Freunden so.

Mich ärgertedas dann die erste Zeit und ich konnte das dann gar nicht verstehen. Aber im Nachhinein hat es mir dann gut getan, diese Freundin gehen zu lassen, weil es eh meistens ein Drama war, bis man sich mal getroffen hat. Schlimm finde ich auch, wenn von einer Freundin ständig kommt, dass sie so viel Stress hat, aber es sich schon irgendwie einrichten kann, mich zu treffen. Da vergeht mir dann schon die Lust auf ein Treffen. Stress hat nämlich jeder mal mehr und mal weniger, aber immer wieder dieses Betonen, dass ja alles so stressig ist, nervt mich mittlerweile nur noch.

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E
Zitat von Flower1:
Schlimm finde ich auch, wenn von einer Freundin ständig kommt, dass sie so viel Stress hat, aber es sich schon irgendwie einrichten kann, mich zu treffen. Da vergeht mir dann schon die Lust auf ein Treffen. Stress hat nämlich jeder mal mehr und mal weniger


Eben, zumal einiges auch hausgemachter Stress ist!

Mein "Fall" hat zwei verhaltensauffällige Söhne, Haus, Vollzeitjob und Mann und hat sich letztes Jahr innerhalb von zwei Tagen einen großen Rassehund angeschafft.

Seitdem ist sie nur am jammern, wie schlimm und anstrengend ihr Leben doch sei- niemand zwingt sie zur Vollzeitarbeit (ihr Mann verdient super), ein Kind hätte es auch getan und wieso schafft man sich bei all dem Stress noch einen großen Hund an, der viermal am Tag raus muss?

Kann sie alles machen, aber bitte jammer mich dann nicht voll!

Seitdem der Hund da ist, sind Restaurant- und Cafébesuche mit ihr auch nicht mehr möglich und sollte 26km zu ihr fahren, um mit ihr eine Gassirunde zu laufen. Das habe ich nun ein Jahr lang gemacht- aber irgendwann ist auch mal gut. Selbst zu meinem Geburtstag sollte ich zu ihr nach Hause kommen... dabei wollte ich essen gehen. War nicht möglich.
Tja an Weiberfastnacht, ebenfalls ein Donnerstag wie mein Geburtstag, da konnte man komischerweise alles wegorganisieren und Feiern gehen...

So macht eine Freundschaft keinen Sinn. So viel Negativität macht keine Freunde und dementsprechend treffe ich sie auch nicht mehr.

x 3 #84


M
Ich denke weder Stress noch eine schlimme Vergangenheit ist ein Grund, respektlos mit anderen Leuten umzugehen.
Und wenn dann mal was passiert sollte man drüber reden können, sich entschuldigen, bzw. austauschen und besser machen.
Ich habe Freundinnen, die sehe ich zweimal im Jahr. Das ist ja in Ordnung. Aber diese Treffen wurden nie abgesagt. Schon garnicht kurzfristig.
In Deutschland tragen viele Menschen den Stress vor sich her wie eine Monstranz, die alles mögliche rechtfertigen soll. Gut, ich arbeite Teilzeit. Aber dadurch hab ich auch weniger Verdienst als andere. War eine bewusste Entscheidung. Eben weil ich es wichtig finde, achtsam durchs Leben zu gehen. So trifft halt jeder seine Entscheidungen. Und auch vielbeschäftigte Politiker oder CEO s führen Ehen und Freundschaften zB. Vieles ist wohl auch eine Frage der Organisation und dass man dann halt mehr auf Qualität statt Quantität setzt.
Aber ich denke sogar dazu braucht es Verlässlichkeit und Entgegenkommen.

Ich habe jetzt auf die letzte Sprachnachricht mit wieder nur Rechtfertigungen wie stressig es jetzt gerade immer noch alles ist, geantwortet, dass mir eine kurze Entschuldigung gereicht hätte und dass wir uns dann- vielleicht- in einem anderen Monat treffen können. weiter werde ich das nicht vertiefen.

x 2 #85


E
Ich weiß auch nicht, wieso man täglich über den ach so vielen Stress jammert und dass man keine Zeit hat, sich zu treffen.

Das sind doch alles nur Ausreden.

Wenn Brad Pitt oder Harry Styles anklopfen würden- was meint ihr, wie fix die Damen Zeit hätten und zwar Montag bis einschließlich Sonntag 😄

Alles eine Frage der Prioritäten.

Diese Jammerleute wollen einen a) gar nicht treffen und erzählen deshalb immer was von Stress und b) bringen sie so viel negative Energie mit, dass sich ein Treffen eh nicht lohnt und man einfach nur ausgesaugt wird. Nein danke.

Ich habe mir die Frage gestellt- bei wem freue ich mich auf ein Treffen? Und bei wem ist es eher "Pflichtprogramm"? Ich treffe nur noch erstere...

x 2 #86


H
Meiner Erfahrung nach geben Menschen lieber (lange) Erklärungen ab als Entschuldigungen.

Wenn sie Verabredungen mehr so "nach Gefühl" macht - was wahrlich kein gutes Argument ist- , kann es keine verbindliche Vereinbarung geben. Daher würde ich grundsätzlich keine weitere treffen. Je nachdem wie das Verhältnis ansonsten ist, kann man sagen, man hat etwas vor, da kann sie mit, also einseitiger Vorschlag, oder man hat immer einen stabilen Plan B.

Auf Opfergedöns, lange Erklärungen und mögliche Manipulation würde ich überhaupt nicht eingehen.
Sondern klar machen, wie du das von deiner Seite in Zukunft gestalten wirst.

x 2 #87


M
Zitat von H-Moll:
Meiner Erfahrung nach geben Menschen lieber (lange) Erklärungen ab als Entschuldigungen. Wenn sie Verabredungen mehr so "nach Gefühl" macht - was wahrlich kein gutes Argument ist- , kann es keine verbindliche Vereinbarung geben. Daher würde ich grundsätzlich keine weitere treffen. Je nachdem wie das ...

Ja also die nächste Zeit gibts sicher kein Treffen mehr und ich bin auch nicht auf die vielen Erklärungen eingegangen.
Soll sie mal runterkommen. Und ich kann inzwischen überlegen, ob und wie wichtig mir das ist.
Daher schrieb ich auch "nächsten Monat" und "vielleicht".
Auf Abruf werde ich sicher nie mehr bereitstehen, falls der Kontakt nochmal auflebt.

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M
Zitat von Avvokata:
Eben, zumal einiges auch hausgemachter Stress ist! Mein "Fall" hat zwei verhaltensauffällige Söhne, Haus, Vollzeitjob und Mann und hat sich letztes Jahr innerhalb von zwei Tagen einen großen Rassehund angeschafft. Seitdem ist sie nur am jammern, wie schlimm und anstrengend ihr Leben doch sei- niemand ...

Ich finde ja auch immer den eigenen Anteil spannend.
Ich denke den ersten Fehler hast Du gemacht, als Du ein Jahr zu ihr gefahren bist ohne einen Gegenbesuch einzufordern. Manche Leute vertragen nicht, wenn man nett ist. Sie freuen sich einfach jemand gefunden zu haben, auf dessen Rücken sie sich jetzt mal ausruhen können.
Wahrscheinlich wundert sie sich jetzt. Weil sie Dich als jemand einordnet, der mitspielt.
Man spricht hier ja auch von "ungeschriebenen Verträgen" in Beziehungen in Freundschaften.

Ich hab gestern gedacht, es war mein Fehler, das bisher zuzulassen, auch wenns jetzt erst so massiv wurde. Damals beim Grillen hab ich gemerkt, dass mein Partner über die kurzfristige Absage sauer war, weil wir hatten gerade den Fisch gekauft, und dann "fühlt sie sich nicht danach" die Verabredung einzuhalten für die wir bereits eingekauft hatten (keine Krankheit oder so).
Ich denke, danach dachte sie, sie kann das als Muster etablieren, weil es passiert ja nix.
Manchmal muss man so Verträge ganz klar aufkündigen 😇 ggf. auch die Freundschaft.
Das zeigt sich dann im Verlauf. Mangelnde Klarheit kann man mir jetzt jedenfalls nicht mehr vorwerfen.

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E
Zitat von merretich:
Ich denke den ersten Fehler hast Du gemacht, als Du ein Jahr zu ihr gefahren bist ohne einen Gegenbesuch einzufordern.


Korrekt, wobei sie in der Stadt meines Ex wohnt und ich damals halt "vor Ort" war... nach der Trennung war sie nicht einmal in meiner Stadt.

Auch zwei andere Bekannte haben nicht einmal angeboten, in meine Stadt zu kommen. Es handelt sich um läppische 26km... das ist schon ein Gebot der Höflichkeit, sich mal zu revanchieren.

Daher ziehe ich mich auch da zurück.

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